Sommer

Die Osterferien neigen sich dem Ende und morgen gehen alle griechischen Schüler wieder in die Schule. Das ist nach drei Monaten (Grundschulen) eine krasse Veränderung. Ansonsten hat sich auch das Wetter von dem einen auf den anderen Tag verändert. Von gemütlichen 20 Grad sind es jetzt 25 – 30 Grad jeden Tag. Manchmal auch fast 35 Grad, was sehr anstrengend ist. Abends wird es nicht mehr wirklich kälter und tagsüber kann man nicht viel mehr machen, als im Meer zu schwimmen und sich abzukühlen. Der Sommer ist in Griechenland angekommen, eigentlich später als üblich.

Ich bin super gespannt, wie es in den nächsten Wochen weitergeht. Erstmal freut sich jeder auf die Schule und ich kann es kaum erwarten, wieder in die Metro nach Kifissia zu steigen und die Kinder wiederzusehen. Das Schuljahr ist ein ganz anderes, als es sein sollte. Dafür herrscht jetzt wieder eine gewisse Normalität. Die Restaurants haben geöffnet (es herrscht Leben in den Straßen!!) und Menschen können wieder draußen sitzen, die Ausgangssperre wurde auf 23 Uhr verschoben und die Schulen öffnen wieder. Es herrscht zwar noch immer Maskenpflicht draußen, aber jeder freut sich über eine gewisse Freiheit, die er wiedergewonnen hat.

erstes Mal Essen gehen nach 7 Monaten!!

Osterferien in Rafina

καλό Πάσχα

und damit willkommen zu einem neuen Post hier! Heute ist Karfreitag und jetzt ist auch in Griechenland Ostern angekommen. Ich habe in den letzten Tagen einiges erlebt, was ich hier kurz zusammenfassen möchte.

Ich bin zusammen mit vier anderen Freiwilligen am Sonntag in den Bus nach Rafina (auf Griechisch:Ραφήνα) gestiegen. Rafina liegt an der Ostküste von Attika und die Stadt liegt am Ägäischen Meer. Wir wollten ein paar Tage Abstand von der Großstadt gewinnen und da man sich in Attika frei bewegen darf, stellte diese Reise kein Problem dar. Wir sind mit der Metro bis an ihr Ende gefahren und dann in einen Bus eingestiegen. Die Verbindungen mit den Bussen sind relativ gut, da sie überall fahren, sie sind allerdings sehr langsam. Mit dem Auto ist man viel schneller. Deshalb haben wir auch etwa 2 1/2 Stunden bis zu unserer Wohnung gebraucht, die wir gemietet haben.

Doch die Anreise hat sich mehr als gelohnt, da wir im fünften Stock waren und man einen wunderschönen Blick auf das Meer hatte. Durch den weiträumigen Balkon konnte man das Meer von überall aus sehen.

Bis zum Donnerstag, gestern, dem Tag an dem wir abgereist sind, haben wir mehrere Strände gesehen, waren mehrmals baden und haben auch einen tollen Blick von einer Erhöhung neben dem Meer bekommen. Wir haben uns in der Sonne entspannt und die Osterferien genossen. An einem Tag haben wir einen Ausflug nach Marathon gemacht, in der Stadt, in der der Marathon herkommt. Der Name kommt von einer Schlacht zwischen Athenern und Persern, aus denen die Athener siegreich hervorgingen und die gute Nachricht in die Stadt bringen wollten. Deshalb musste ein Bote von Marathon bis nach Athen laufen und das waren etwa 40 km. Später wurde die Distanz noch etwas verändert, sodass es heute 42,195 km sind. Ansonsten waren wir eher am Meer in Rafina. Da wir immer noch nicht aus Attika rausgehen dürfen, haben wir uns hier etwas gesucht.

Aber ab dem 3. und 15. Mai wird es große Lockerungen geben und dann öffnen zum Beispiel Restaurants wieder und man darf die Gebietsgrenzen verlassen. Ab dem 15. Mai braucht man dann auch keine Zettel mehr, wenn man das Haus verlässt, das ist dann eine große Erleichterung. Man hat sich daran gewöhnt, aber wenn man lange unterwegs ist, gibt es natürlich wenig Sinn, da die Zettel nur Spazieren, Einkaufen und Bank zulassen. Alles andere kann man nicht eintragen.

Für die Osterferien haben wir uns natürlich etwas anderes gewünscht. Geplant war nach Kreta, Santorini und Mykonos zu fliegen oder mit der Fähre zu fahren und Inselhobbing zu machen. Das können wir aber natürlich irgendwann machen, hoffentlich im Juli in den Sommerferien. Positiv überrascht hat uns, dass selbst Attika so schöne Ecken hat und es hier auch sehr schön ist, auch wenn es ein 10 Mio Menschen Gebiet ist und kein Ende von vielen Häusern in Sicht ist.

Marathon Run Museum

 

Osterferien

Hey,

Heute möchte ich noch kurz etwas vor den Ferien schreiben! Heute ist Donnerstag und morgen ist der letzte Schultag in Griechenland bevor die Osterferien beginnen (in Griechenland wird das orthodoxe Ostern gefeiert). Die letzten Wochen im Online-Unterricht waren anstrengend und langsam reicht es echt. Seit mehr als zwei Monaten gibt es keinen Präsenzunterricht mehr (genaueres gibt es hier nachzulesen: https://kulturweit.blog/lebeninathen/arbeit/online-unterricht-3/).

Ich bin jetzt sehr froh, dass die Schulen zwei Wochen zu sind und dann hoffentlich alle geöffnet werden. Darauf wartet hier eigentlich jeder. Durch die aktuellen Regeln darf man nach wie vor (seit November) die Region Attika nicht verlassen, was super schade ist. Wir wären so gerne nach Kreta oder Mykonos gefahren und hätten dort ein paar schöne Tage verbracht. Das ist nicht möglich. Aber wir sind gerade dabei Pläne zu machen und dann gegen Ende der Woche in ein Haus in Attika zu fahren und den beginnenden Sommer zu genießen. Nach jetzigem Stand wird die Touristensaison Mitte Mai eröffnet, alle Restaurants sollen dann wieder öffnen, es soll keine Quarantäne mehr geben und Reisen soll dann erlaubt sein. Inwieweit das wirklich so ist wird sich zeigen, aber wir alle hoffen, dass wir in den letzten Monaten unseres Freiwilligendienst noch viel von Griechenland sehen können, was bisher nicht möglich war. Von Inseln bis Festland.

Damit „Frohe Ostern“ oder wie man auf Griechisch sagt:

καλό Πάσχα

 

Ein Osterhase auf der Akropolis

 

6 Monate Fazit und Halbzeit

Sind echt schon 6 Monate vergangen? Diese Frage stelle ich mir öfters. Eigentlich kann es gar nicht sein und ist so unreal. Doch es stimmt. Zumindest wenn ich auf das aktuelle Datum schaue. Heute ist der 2. April und spätestens am 26. August werde ich zuhause vor dem Computer sitzen und Zeit haben, über alles nachzudenken. Aber an zuhause und das Ende des Freiwilligendienst will ich jetzt noch nicht nachdenken. Ich möchte eher an die letzten 6 Monate denken und an die Erinnerungen, die ich in Athen sammeln durfte.

Zu Beginn, als ich im Oktober ankam, war alles neu, es war warm und wir Freiwilligen sind quasi aus dem kalten, regnerischen Deutschland ins warme Griechenland geflogen. Es war noch ein Sommerfeeling und war total cool. Schon nach ein paar Tagen allerdings die eiskalte Realität und eine Woche Quarantäne, weil eine Freundin als Kontaktperson ermittelt wurde. Im Nachhinein nur ein paar Tage, die schnell vergangen sind. Allerdings war es noch so eine freie und uneingeschränkte Zeit, die nicht mehr zurückgekommen ist. Nach der Quarantäne haben wir die ersten Ausflüge gemacht und uns kennengelernt. Auf einer Insel, der Akropolis, dem Ymittos und dem Lykabettos. Ich konnte zum ersten Mal die Größe der Stadt von oben sehen und war schwer beeindruckt. Ich durfte gegen Ende Oktober nach einem negativen Corona Test auch endlich in die Schule und die Kinder kennenlernen. Ich hatte nicht so viel zu tun, aber trotzdem war alles neu und sehr ungewohnt. Alle sprechen Griechisch und es gibt kaum Lehrer, die mich verstehen. Ich bekam Namensschilder, um die Kinder kennenzulernen und gab mein Bestes.

Doch schon etwa 2 Wochen später begann der erste harte Lockdown. Aus mit der Freiheit und rein in den tristen, langweiligen Alltag mit Online-Unterricht. In den ersten Tagen und Wochen wussten wir nicht so genau, was wir dürfen und sind vor allem zu Hause geblieben. Plötzlich musste man sich Zettel schreiben, wenn man das Haus verlässt und den Personalausweis immer dabei haben. Damals dachte ich natürlich, dass das nur kurzfristig ist und man diese Zettel nicht lange braucht. Doch auch jetzt im April braucht man sie immer noch.

Ich habe angefangen kleine Ausflüge auf Hügel in meiner Nähe zu machen wie den Philopappou. Das lag daran, dass ich online nur zwei Stunden täglich hatte und damit so viel Freizeit. Ich wusste nicht, was ich mit der ganzen freien Zeit anfangen sollte. Besonders im November, da ich die Stadt noch nicht so gut kannte und auch nicht die anderen Freiwilligen, war mir oft langweilig und mir ist die Decke auf den Kopf gefallen.

Im Dezember ging es so weiter, dass wir zusammen hin und wieder am Wochenende einen Ausflug gemacht haben, zum Beispiel zum Stavros in der Nähe oder zum Strand. Zu dieser Zeit war das Wetter aber nicht so schön, es war meistens relativ warm (bis zu 20 Grad zum Teil) aber viele, dicke Wolken. Der Online-Unterricht hat mich total genervt und ich konnte einfach sehr wenig machen und habe deswegen weiterhin viele kleine Ausflüge unter der Woche gemacht.

An Weihnachten war dann unser Ziel wegfahren zu können. Die Regeln waren stabil und wir gingen ein kleines Risiko ein und buchten eine Wohnung etwa eine Stunde von hier entfernt. Dort verbrachten wir schöne Weihnachtstage am Meer, gingen mehrmals baden und konnten wunderschöne Sonnenuntergänge bestaunen. Es waren nur ein paar Tage, aber in diesen kochten wir was das Zeug hielt und hatten viel Spaß zusammen.

Die Weihnachtsferien waren nach Weihnachten noch nicht vorbei und wir machten einige Ausflüge, zum Beispiel wanderten wir 700 Höhenmeter bis auf den Gipfel des Ymittos. Das war ein Erlebnis und diesen Blick werde ich nicht so schnell vergessen.

Das neue Jahr begann mit einer sehr guten Nachricht: die Schulen öffneten am 11. Januar nach etwa 2 Monaten wieder. Wir alle freuten uns unglaublich und gingen mit viel Freude in die Schule. Es gab Neujahrskuchen und jeder freute sich über die neu gewonnene Freiheit. Wieder rausgehen, etwas zu tun zu haben und die Kinder zu sehen. Am 18. Januar hat sogar der Einzelhandel wieder geöffnet und ich war in dieser ersten Woche viermal in der Stadt und habe mir ein paar neue Sachen gekauft. Das Gefühl wieder einkaufen zu gehen war richtig krass. Ich konnte es kaum glauben und habe es natürlich ausgenutzt.

Was uns da schon ein Dorn im Auge war: das Zwischenseminar vom 25-29. Januar. Wir alle wussten, dass es eine Woche sein kann, die wir verpassen, wenn die Schulen bald wieder schließen sollten. Das war Anfang Januar bereits klar, dass es wenige Wochen sein werden, bis die Schulen schließen. Deswegen habe ich vom Zwischenseminar keine so guten Erinnerungen, da ich raus wollte und die letzten Wochen genießen. Stattdessen saßen wir alle zuhause und hörten den ganzen Tag zu und redeten hin und wieder mal. Es war ein bisschen enttäuschend, dass es so blöd lag.

Diese Vorahnung bestätigte sich dann auch. Am 10. Februar war unser bis dahin letzter Schultag. Auch wenn es doch irgendwie klar war, dass die Schulen bald schließen, so kam es doch so plötzlich. Erst wenige Tage zuvor kamen die ersten Gerüchte auf und dann wurde schon entschieden, dass die Schulen übermorgen zu sind. Das war erstmal sehr schade, denn schon damals war nicht klar, wann die Schulen wieder öffnen werden. Am Anfang dachte ich, dass sie spätestens Anfang April wieder öffnen, doch daran ist bisher immer noch nicht zu denken.

Der weitere Online-Unterricht war der gleiche wie im November/Dezember. Ich hatte wieder nur zwei Stunden täglich und hatte ein bisschen das Gefühl, dass ich mich nur schwer einbringen kann. Egal was ich versucht habe, bekam ich nur wenige Aufgaben. Deswegen war ich sehr an dem Projekt interessiert.

Wir haben Anfang Februar mit unserem Freiwilligenprojekt begonnen. Dafür haben wir eine Stellenausschreibung gemacht und schließlich Gruppen von Schülern aus vielen Ländern zusammengemischt. Mit diesen sprechen wir jetzt jede Woche über ein bestimmtes Thema. Die meisten hatten ihre Prüfungen (D1-Prüfung) mittlerweile auch schon, Ende März etwa und dafür haben wir sie vorbereitet. Wir selbst haben auch viele neue Erfahrungen gemacht, neue Leute und Länder kennengelernt. Das hat viel Spaß gemacht und war zum Teil sehr lustig.

Diese zweite Lockdownphase in Griechenland war anders als die erste. Zuerst hat es Mitte Februar geschneit und  es gab überall in Athen Schnee, die Busse und Metros sind nicht mehr gefahren und es war sehr chaotisch. Vereinzelnd haben die Menschen Schneeketten auf die Sommerreifen gemacht oder den Gehweg mit Wasser (!!!) abgespritzt. Schneeschaufel oder Winterreifen sind hier Fehlanzeige. Das hat dazu geführt, dass die meisten Menschen ihre Autos stehen gelassen haben oder einfach zuhause geblieben sind. Wir sind an einem Tag in den Norden gefahren, der noch viel schneereicher war und dort hatten wir unseren Spaß in den Schneemassen. So viel hat es selbst in Deutschland bei mir zuhause lange nicht geschneit.

Ansonsten war das Wetter schnell wieder warm und besser als noch im November. Wir Freiwillige kannten uns untereinander besser, wir kannten die Stadt besser und so fuhren wir oft an den Strand, der nur etwa 30 Minuten entfernt ist. Da konnte man sich schon im März sonnen und schwimmen gehen. Das Wasser war sehr kalt, aber gerade deswegen machte es viel Spaß.  Ansonsten sahen wir wunderschöne Sonnenuntergänge beim Panathinaiko-Stadion oder auf dem Philopappou. Die eine oder andere Fahrradtour war auch dabei, denn mit den Fahrrädern sind wir sehr schnell am Meer und mit den neuen Corona-Regeln ist das zumindest legal. Denn seit Mitte Februar darf man sich eigentlich nicht mehr wirklich bewegen, aber das ist mir eigentlich egal. Ich bin schließlich nicht hier, um in meiner Wohnung zu sitzen und nichts zu machen. Das könnte ich in Deutschland machen, aber nicht in Athen.

Ende März hat uns auch leider eine Mitfreiwillige nach den 6 Monaten verlassen, wir sind an den Flughafen gefahren und haben sie dorthin gebracht. Das ist sehr schade. Wir haben auch an einem Morgen den Sonnenaufgang angeschaut, dafür sind wir um 6 aufgestanden, um zu sehen wie die Sonne aufgeht und es langsam heller wird.

Mein Gefühl sagt mir, dass es sich anfühlt, als wären erst wenige Wochen vergangen, andererseits haben wir so viel erlebt, obwohl Griechenland die meiste Zeit im scharfen Lockdown war. Es ist schwer das alles zu bewerten, denn 6 Monate sind eine lange Zeit. Ich bin auf jeden Fall sehr froh, dass ich nicht nur 6 Monate gewählt habe und noch ein paar Monate hier bleiben werde. Ich hoffe für die nächsten Monate sehr, dass ich die Kinder noch einmal in echt sehen kann und im Unterricht dabei sein kann. Dass die Schulen am besten so bald wie möglich öffnen sollen (noch im April). Ansonsten würde es sich nicht anfühlen, als würde ich so wirklich in einer Schule arbeiten. Wir haben auch so noch sehr viel geplant, was wir für Ausflüge machen und was wir alles in Griechenland sehen wollen. Ich hoffe, dass das alles klappt, da die Corona-Lage momentan in Griechenland schwierig ist.

 

Feierlichkeiten & Griechische Unabhängigkeit

Hallo,

Schon wieder sind 2 Wochen vergangen und es ist schwer einzuordnen, was in den letzten 2 Wochen wieder alles passiert ist. Als erstes haben wir den Geburtstag einer Mitfreiwilligen gefeiert, von der lieben Pauline, die 19 Jahre alt geworden ist. Wir haben am Tag davor, am 18. März angefangen Kuchen und Brownies zu backen und ihr eine Akropolis aus Schokoriegeln gebaut (so ist es, wenn man nicht einkaufen gehen kann). Aber am Ende war es wohl eine bessere Geste, als etwas zu kaufen. Wir haben lecker gekocht und trotz Geburtstag unser Kulturweit Projekt weitergemacht. Am Tag darauf haben wir den Abschied einer anderen Freiwilligen gefeiert, von der lieben Josi, die uns nach 6 Monaten leider verlassen hat. Wir haben wieder gekocht, gegessen und Geschenke verteilt. Die beiden Tage waren sehr voll und total schön.

Nachdem wir dann den letzten Tag zusammen verbracht haben und erstmal noch den dritten Harry Potter Film angeschaut haben, sind wir am nächsten Tag um 4:00 aufgestanden und haben Josi persönlich an den Flughafen gebracht. 4:00 ist zwar eine unmenschliche Zeit, aber dafür hat es sich gelohnt. Wir sind mit dem Flughafenbus an den Flughafen gefahren und haben dort noch gefrühstückt, bis wir uns leider verabschieden mussten. Auf dem Rückweg konnten wir die Berge sehen und einfach mal etwas mehr, als nur Athen.

Einige Tage später, am 25. März wurde der Nationalfeiertag in Griechenland gefeiert. Das heißt, dass normalerweise sehr viel los ist. Besonders in diesem Jahr beim 200-Jährigen Staatsjubiläum. Vor 200 Jahren begann nämlich der Freiheitskampf gegen die osmanische Herrschaft. Doch mit Corona ist das dieses Jahr alles anders, anstatt viele Feierlichkeiten gab es lediglich eine große Militärparade durch Athen, ohne Zuschauer. Es sind viele Hubschrauber über Athen geflogen. Die ganzen Festlichkeiten sollen etwa 4 Millionen Euro gekostet haben, für Griechenland eine riesige Summe, die zurzeit an anderer Stelle viel dringender benötigt worden wäre. Im Gesundheitssystem, was die täglichen neuen Infizierten und in Folge davon die große Anzahl an Belegung der Intensivbetten kaum standhält. Trotzdem wurde viel Geld ausgegeben und das Jubiläum groß gefeiert. Es wurden auch Gäste wie Prinz Charles und Herzogin Camilla empfangen, andere Prominente sagten kurzfristig ab.

Neben dem Regierungsgebäude in Syntagma (Innenstadt von Athen) wurden tagelang Tribünen und ein großes Beet mit der Griechischen Flagge und den Jahreszahlen 1821 und 2021 aufgebaut. Es wurden in der Stadt viele, viele Flaggen an jeder Ecke verteilt und geschmückt.

Ansonsten ist zurzeit wenig los. Die Schulen, die Geschäfte und die Restaurants haben nach wie vor zu, allerdings haben Friseure und Archäologische Stätten wieder geöffnet (Akropolis wir kommen!!). Trotzdem steigen die Corona-Zahlen täglich und sind so hoch, wie sie bisher noch nie waren…

Liebe Grüße und bis Bald 🙂

 

5 Monate & Leben mit dem verschärften Lockdown

Γεια aus dem wunderschönen Athen,

Heute ist Sonntag und seit dem letzten Post sind wieder mehr als 2 Wochen vergangen. Die Zeit vergeht so unfassbar schnell. Die Woche beginnt und plötzlich beginnt schon wieder die nächste Woche. Jetzt sind schon 5 Monate hier vergangen, aber das fühlt sich nicht so an. Es fühlt sich eher an, als wäre ich vor ein paar Wochen hier angekommen. Obwohl man denkt, dass die Zeit im Lockdown langsam vergeht, aber das stimmt nicht. 5 Monate sind eine lange Zeit.

In den letzten 2 Wochen war ich wieder mehrmals im Meer baden, viel joggen und habe auch viel selbst gekocht. Hin und wieder bin ich mal mit dem Fahrrad durch die Stadt oder ans Meer gefahren. So lässt es sich ganz gut aushalten. Denn viel mehr darf man jetzt nicht mehr machen. Seit etwas mehr als einer Woche gibt es neue Regelungen, viel strengere Regelungen. Man darf nur noch zum Einkaufen oder zur Bank mit öffentlichen Verkehrsmitteln 2 km fahren, ansonsten nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sein. Das schränkt die Möglichkeiten stark ein. Aber zum Glück ist meine Wohnung in der Nähe von der Stadt und vom Meer und mit dem Fahrrad kommt man zu beidem. Zum Glück ist das Wetter zurzeit auch einfach traumhaft und die Sonne scheint fast immer.

In Griechenland steigen die Corona-Zahlen weiterhin stark, deshalb musste die Regierung diesen Schritt gehen. Es gibt jetzt auch vermehrt Kontrollen. Aber ansonsten fällt es den Griechen schwer, sich an Regelungen zu halten. Allerdings gibt es den Lockdown schon zu lange und er war nie einfach vorbei, deswegen hoffen hier alle, dass die Zahlen endlich sinken. Bis dahin sind wir alle weiterhin im Online-Unterricht und im schärfsten Lockdown seit November.

Hier sind einige Bilder der letzten Wochen. Von der Stadt bis ans Meer 🙂

sonniger Februar am Meer

Hallo,

kurz vor Ende des Monats Februar melde ich mich wieder. Nach dem kurzen Kälteeinbruch mit Schnee letzte Woche ist das Wetter sehr frühlingshaft geworden und es scheint durchgängig die Sonne. Deshalb verbringe ich viel Zeit am Meer. Manchmal jogge ich ans Meer (das ist keine 5 km von meiner Wohnung entfernt), fahre ich mit der Metro oder mit dem Fahrrad am Meer entlang. Es hat eigentlich durchgängig 20 Grad und es fühlt sich schon etwas sommerlich an.

Zurzeit findet weiterhin Online-Unterricht statt, deshalb habe ich viel Zeit, um ans Meer zu fahren oder einfach in Athen spazieren zu gehen. Vor einigen Tagen zum Beispiel bin ich wieder auf den Philopappos gelaufen und danach auf den Areopag. An einem anderen Tag habe ich eine kurze Fahrradtour mit einer anderen Freiwilligen zum Jachthafen gemacht oder bin mit ihr bis ans Meer joggen gewesen. An einem anderen Tag haben wir das schöne Wetter beim Panathinaiko-Stadion genossen.

Hier sind einige Eindrucke vom Meer in Athen. Das ist noch nicht weit außerhalb der Stadt, es gibt noch schönere Strände und Plätze weiter außerhalb.

  

Hier ist ein Bild aus Voula, das ist weiter außerhalb von Athen. Wir sind einfach mit der Tram etwas entlang des Meeres gefahren.

Aber auch in Athen, vom Areopag aus, sieht es traumhaft aus. Ich genieße das schöne Wetter sehr, weil es noch sehr angenehm ist. Das wird es im Hochsommer definitiv nicht mehr sein. Bald wieder auch wieder die Schule losgehen (wahrscheinlich?), dann werde ich nicht mehr viel Zeit haben wie jetzt, um ans Meer zu fahren oder in Athen spazieren zu gehen. Bei den Bildern konnte ich mich einfach nicht entscheiden, deswegen sind es so viele geworden.

Bis bald, Katharina

Καληνυχτα 🙂

 

Schnee in Athen!!

Hallo!

Heute Morgen als ich aufgewacht bin, habe ich als erstes aus dem Fenster geschaut und Schnee gesehen. Ich habe schon gehört, dass es schneien soll, allerdings habe ich das bis heute Morgen nicht geglaubt. Kalt ist es schon seit 2 Tagen. Heute Morgen lag schon einiges an Schnee. Ich bin später weiter in den Norden gefahren und habe dort noch viel mehr Schnee gesehen. Dass es in Athen überhaupt schneit, ist nicht normal, denn es hat seit 12 Jahren nicht mehr so viel geschneit. Die Athener waren schon etwas überfordert mit dem Schnee, denn die Ausrüstung für den Schnee besitzen sie nicht. Mit Sommerreifen durch den Schnee zu fahren ist natürlich etwas schwierig. Ausführlicher gibt es das Schneechaos hier: https://kulturweit.blog/lebeninathen/freizeit/schnee-in-athen/

Hier gibt es noch ein paar Bilder, bis bald

Katharina

 

4 Monate & wieder Online-Unterricht

Hallo, ich habe mich schon seit über 2 Wochen nicht mehr gemeldet. Aber ich wollte noch jeden Tag an der Schule genießen. Besonders die letzten waren so schön. So langsam bin ich richtig an der Schule angekommen und dann ging es wieder in den Online-Unterricht.

Ja, diesmal sind die Schulen wieder geschlossen. Die Schulen haben am 11. Januar geöffnet und am 10. Februar wieder geschlossen. Das waren vier Wochen, in denen zumindest die Grundschulen in Griechenland geöffnet waren. Wir hatten davon eine Woche noch das Zwischenseminar und jetzt geht es wieder mit Online-Unterricht los. Das kam natürlich wieder sehr überraschend. Die Zahlen sind aber leider in den letzten Wochen rasant gestiegen, nicht so krass wie im Oktober/November aber trotzdem stark. Außerdem gibt es viele Fälle der Corona Mutationen und da ist Vorsicht geboten.

Am 3. oder 4. Februar gab es erste Gerüchte, dass die Schulen nicht mehr lange offen sind. Dann ist erstmal nichts passiert und erst am Dienstag, also am 9. Februar wussten die Lehrer, dass die Schulen schon morgen zumachen könnten. Am Dienstagabend gab es die ersten Ankündigungen, dass der Lockdown ab Donnerstag verschärft wird und die Schulen alle schließen müssen. Erst am Mittwoch wurden dann die richtigen Maßnahmen verkündet, die doch nicht so streng waren wie befürchtet. An sich hat sich nur wenig geändert außer die Schulen und dass der ganze Einzelhandel schließt (kein Click und Collect mehr). Ich bin am Mittwoch nochmal einkaufen gegangen, um alles Wichtige zu besorgen. Ansonsten ist die Ausgangssperre am Wochenende um 18 Uhr etwas nervig, die aber schon vor dem verschärften Lockdown galt. Unter der Woche ist sie bei 21 Uhr. Zettel zum Rausgehen muss man sich nach wie vor schreiben und alles andere ist gleich geblieben.

Wenn ich aber an den Online-Unterricht denke, habe ich nicht so viel Lust darauf. Ich habe Erinnerungen an November und Dezember. Damals war es nicht so toll und ich hatte sehr wenig zu tun. Zurzeit ist das Wetter auch noch sehr schlecht (Regen, Wind, Schnee und 3 Grad). Da kann man nicht mal rausgehen und das schöne Wetter wie in den letzten Wochen genießen. Ich weiß nicht, ich hoffe, dass der Online-Unterricht mehr Spaß macht und ich noch mehr Aufgaben bekomme. Es wird sich zeigen, nach jetzigem Stand sind die Schulen nur im Februar zu (daran glaube ich aber nicht).

Bis bald, Katharina

Zwischenseminar

Hallo,

Heute, am Tag nach dem das Zwischenseminar endete, melde ich mich wieder. Vom 25. – 29. Januar fand es in Online-Form statt. Das ist wirklich krass, da die Zeit so schnell verging und selbst das Seminar schon vorbei ist. Das nächste Seminar wird erst wieder Ende August sein, wenn ich wieder in Deutschland bin. Bis dahin dauert es hoffentlich noch ein bisschen. Ein paar Monate liegen bis dahin noch vor mir.

Zum Seminar muss ich sagen, dass ich natürlich traurig war, dass es wieder online stattfindet. Ansonsten wären wir in eine andere Region, in ein anderes Land gefahren und hätten andere Freiwillige in Griechenland „wieder“ getroffen. Deswegen war ich schon sehr traurig, dass es nur online stattfand. Ich persönlich fand es trotzdem gut gemacht, denn wir hatten mehrere inspirierende Gäste, die wir so nicht kennengelernt hätten. Als Beispiel Parwana Amiri, hier verlinke ich ihren Instagram Account: https://www.instagram.com/parwanaamiriofficial/. Sie setzt sich für Menschenrechte ein, lebt in einem Flüchtlingscamp in der Nähe von Athen und ist mit ihren jungen Jahren schon sehr inspirierend. Wir haben mit mehreren Menschen gesprochen, was ich sehr cool fand.

Ansonsten war es zu Teil aber auch langwierig und echt anstrengend, den ganzen Tag auf den Bildschirm zu starren. Deswegen bin ich froh, dass es nur eine Woche war und wir nächste Woche wieder Präsenzunterricht haben und in die Schule gehen dürfen. Auf Dauer wäre es online einfach nichts für mich.

Wir sind auch manchmal nach Seminar noch raus gegangen und haben das Wetter genossen, wie hier unten auf dem Bild. Ein bisschen raus gehen ist sehr wichtig nach einem langen Tag vor dem Computer.

Es war auch anstrengend, weil zurzeit alle Freiwilligen in Athen an einem Projekt arbeiten und das die ganzen Abende in Anspruch genommen hat. Dadurch konnte man abends nicht abschalten und wir haben die ganze Woche durchgearbeitet. Unser Projekt soll nächste Woche schon starten, deswegen müssen wir noch viel dafür machen.

Das war es jetzt auch schon aus Athen,

Bis bald, Katharina

Philopappos nach dem Seminar

Endlich wieder in die Schule und shoppen

Guten Abend, heute melde ich mich kurz, um euch etwas zu den aktuellen Änderungen zu erzählen. Seit dem 11. Januar sind die Grundschulen wieder offen und ich kann wieder in meine Schule fahren. Die ersten zwei Wochen waren echt schön und haben nach monatelangem Online-Unterricht viel Spaß gemacht. Besonders die Schüler haben sich so gefreut, wieder ein Stückchen Normalität zu bekommen, genau so wie ich. Ich konnte wieder mit der Metro fahren, morgens aus dem Haus gehen und erst Nachmittags wieder zuhause sein. Dann hat ab dem 18. Januar auch der komplette Einzelhandel wieder geöffnet und ich war in dieser Woche mehrmals in der Stadt und habe mir ein paar Sachen gekauft. Alleine dadurch kommt wieder eine gewisse Normalität und man sieht endlich wieder mehr Menschen in den Straßen. Es ist wieder mehr Leben in einer so großen Stadt wie Athen.

Es heißt, dass das Gymnasium und Lyzeum auch am 1. Februar wieder öffnen werden. Dann sind alle Schulen wieder offen. Ich hoffe einfach, dass es kein Rückschlag geben wird, weil die Schulen jetzt „schon“ wieder geöffnet haben und es zu früh war. Ansonsten freue ich mich darauf wieder in die Stadt gehen zu können, auch wenn die Restaurants wohl noch länger geschlossen bleiben. Auch aus dem Gebiet Attika darf man immer noch nicht raus. Der Lockdown wurde bis auf weiteres unbegrenzt verlängert, damit muss man weiterhin einen Zettel dabei haben, egal wo hin man geht. Mit der Zeit gewöhnt man sich aber daran.

Ansonsten startet am Montag, den 25. Januar das Zwischenseminar. Ich bin schon gespannt, dadurch dass es aber online ist, wird es wahrscheinlich nicht so spannend werden. Es ist aber einfach heftig, dass jetzt schon das Zwischenseminar startet und ich einfach schon einige Monate hier in Athen bin. Die Zeit vergeht so schnell.

PS: Nachtrag, denn die Läden wurden nach weniger als zwei Wochen wieder geschlossen, jetzt muss man im Geschäft anrufen und vor Ort die Sachen abholen.

Bis zum nächsten Mal, Katharina

Ausblick auf das Regierungsgebäude beim Shoppen

Im Meer baden und auf den Athener Hügeln

Hallo zu diesem Eintrag

Heute möchte ich kurz zu meiner letzten Woche berichten. Die anderen Freiwilligen und ich haben in der letzten Woche zwei Hügel in Athen besichtigt und waren am Meer baden. Zum einen den Areopagus. Das sind einige Felsen in der Nähe der Akropolis. Diese sind nicht besonders hoch, einen guten Blick über Athen hat man aber trotzdem. An diesem Tag war das Wetter nicht besonders gut. Von der Metrostation Thissio kommt man hier mit einem kleinen Spaziergang sehr gut hinlaufen. Die Felsen sind sehr schön und bei gutem Wetter ist es noch viel schöner.

Ein paar Tage später sind wir zum Strefi-Hügel. Dieser Hügel ist in der Nähe von der Metrostation Omonia und liegt neben dem Hügel Lykabettos. Im Gegensatz zum Lykabettos ist er nicht besonders hoch. Was wir dort erstaunlicherweise gesehen haben sind Schildkröten. In den letzten Monaten haben wir keine mehr entdecken können. Dort waren einige von ihnen. Der Hügel bietet einen anderen Blick als der Areopagus, denn man hat einen anderen Blickwinkel auf die Stadt.

Am 10. Januar waren wir dann noch am Meer. Diesmal ging es zum Kalamaki Beach in Alimos, etwas außerhalb von Athen. Die Temperaturen lagen an diesem Tag bei 22 Grad und so gingen wir zu dritt baden. Das Wasser war sehr kalt und hatte nur noch 17 Grad, allerdings muss man das einfach ausprobieren. Die Sonne hat geschienen und es war ein etwas windiger aber trotzdem warmer Tag. Während es in Madrid geschneit hat, konnte man in Athen baden. So einen Unterschied gibt es nicht oft. Wir haben den letzten Tag bevor die Schulen wieder öffnen genossen.

Bis bald, Katharina

Blick vom Areopagus

Kalamaki Beach Alimos

3 Monate und Hoffnung

Καλή χρονιά,

Ich hoffe dass ihr gut in das neue Jahr 2021 gekommen seid. Ich melde mich heute wieder, denn ich bin jetzt seit 3 Monaten in Athen. Im letzten Monat ist sehr viel passiert. Die Weihnachtszeit verging so rasant. Es war natürlich immer noch Lockdown, die Läden durften allerdings einen Service anbieten, so dass man etwas online bestellen und vor Ort abholen konnte. Über Weihnachten und Sylvester gab es außerdem Lockerungen bei den Personenzahlen, man durfte sich zu neunt, mit zwei Haushalten treffen.

So richtig kam keine Weihnachtsstimmung auf, auch wenn sich die Regierung bemühte und die ganze Stadt geschmückt wurde. Weiterhin fand Online-Unterricht statt, der mal besser und mal schlechter war. Insgesamt zog er sich und es war einfach schade, dass so kein kultureller Austausch stattfand. Als die Schule dann am 23. Dezember in die Ferien ging, war ich doch etwas froh. Hin und wieder habe ich auch ein paar Ausflüge gemacht (z.B. auf den Hügel Lykabettos oder mit dem Fahrrad ans Meer).

Das Beste kam dann schließlich an Weihnachten, da ich mit den anderen Freiwilligen ans Meer gefahren bin. Wir hatten ein paar gemütliche und ereignisreiche Tage in Vouliagmeni. Das liegt am Meer, ist aber sehr nah an Athen. Das Wetter war so schön, dass wir mehrmals baden gegangen sind (ja das Wasser war schon sehr kalt). Auch die Sonnenuntergänge waren echt traumhaft schön von unserer Wohnung aus. Da man sich an Weihnachten mit zwei Haushalten treffen durfte, war dies kein Problem mit den aktuellen Beschränkungen.

Auch Sylvester war ganz schön, denn wir haben uns wieder getroffen und die Feuerwerke von unserem Dach aus verfolgt. Wir konnten sogar die Akropolis sehen. Es gab einige Feuerwerke, einen Vergleich zu anderen Jahre habe ich aber nicht. Normalerweise sind es aber schon viel mehr.

Hoffnung gibt es jetzt auch, da es diese Woche wieder einen starken Lockdown gibt, damit die Schulen nächste Woche eventuell wieder öffnen können. Das ist noch sehr theoretisch, aber ich hoffe so, dass es klappt. Außer die leichten Lockerungen an Weihnachten und Sylvester sind wir noch immer, seit dem 7. November im Lockdown.

Liebe Grüße, Katharina

Weihnachten am Meer

Sonnenuntergang

Feuerwerke

 

2 Monate & Weihnachtsstimmung im Lockdown?

Hallo,

Ich habe mich schon seit ein paar Wochen nicht mehr gemeldet. Bald ist schon Weihnachten, aber viel getan hat sich in den letzten Wochen leider nicht. Die Zeit vergeht im Flug und viel nennenswertes ist nicht passiert. Am 7. Dezember wurde der Lockdown bis 14. Dezember verlängert, am 14. Dezember sogar bis zum 7. Januar. Der Online-Unterricht geht weiter und ist manchmal zwar anstrengend, allerdings nicht wirklich hilfreich. Es ist schwer sich viel einzubringen, wenn die Schüler Aufgaben in ihren Büchern bearbeiten, die ich nicht habe. Der Unterricht geht noch bis zum 23. Dezember, dann beginnen erstmal die Weihnachtsferien und wir alle hoffen, dass am 8. Januar die Schulen wieder öffnen.

Viel Weihnachtsstimmung ist bisher noch nicht aufgekommen außer Plätzchen backen und Kerzen anzünden. In der Stadt gibt es seit ein paar Wochen Lichterketten und Weihnachtsschmuck. Besonders der Syntagma-Platz neben dem Regierungsgebäude ist mit einem 15 Meter großen Weihnachtsbaum und mit sehr vielen Lichterketten an jedem Baum in der Nähe sehr schön geschmückt. Er ist nicht mit Kugeln sondern mit Geschenken und Rentieren geschmückt. Besonders abends ist das ein echter Hingucker. Ansonsten sind wir Freiwilligen zurzeit damit beschäftigt Pakete oder Postkarten an unsere Familie in Deutschland zu schicken oder Pakete von unseren Familien in einer Postfiliale abzuholen. Ein paar von uns wollten an Weihnachten nach Deutschland fliegen, durch die Quarantäne und Testpflicht ist das jetzt schwierig geworden. Wir werden aber auch hier ein schönes Weihnachten zusammen feiern.

Καλά Χριστούγεννα!

 

 

Weihnachtsbaum bei Syntagma

Weihnachtsbeleuchtung bei Syntagma

Tag 25 im Lockdown: Wann ist er endlich vorbei?

Hallo,

heute am 1. Dezember melde ich mich wieder. Ich musste erstmal durchrechnen, wie viele Tage bereits Lockdown ist. Heute ist der 25. Tag. Dazu muss ich aber sagen, dass ich in der ersten Woche noch in die Schule gegangen bin, bis am 16. November auch die Grundschulen geschlossen haben. Die Zeit danach sah nicht so spektakulär aus.

Die erste Woche mit Schule war noch ganz gut. Nebenbei habe ich viel Sport mit meinen Mitbewohnerinnen gemacht. In der zweiten Woche gab es noch keinen richtigen Online-Unterricht und so hatte ich nicht viel zu tun. Hin und wieder hatte ich Vorträge zu korrigieren, ansonsten war es eher ruhiger. Es wurde immer langweiliger und außer Sport hatte ich keine andere Aufgabe. Das erinnert natürlich sofort an den ersten Lockdown im März. Da die Regeln hier so streng sind, kann man nicht einfach so raus gehen. Man muss ein Formular ausfüllen und selbst dann darf man nur in der Nähe spazieren oder Joggen gehen. In dieser ersten richtigen Woche ohne Schule im Lockdown war das Wetter auch nicht besonders schön und so wollte ich auch nicht immer raus gehen.

Letzte Woche kam dann der Online-Unterricht dazu. Dazu muss ich sagen, dass es nur zwei Stunden sind, die jeweils 40 Minuten gehen und erst abends sind (damit die Verbindung nicht so schlecht ist wenn alle Schüler Online-Unterricht haben). Das sind nur wenige Stunden pro Woche, ansonsten bearbeite ich immer noch Vorträge und in der letzten Zeit habe ich auch ein eigenes Projekt gemacht. Da die Kontaktbeschränkungen zurzeit bei maximal 3 Personen (davor nur eine Person) sind, darf man sich offiziell auch nur mit wenigen treffen. Da bleibt nur wenig übrig, was gemacht werden kann. In dieser Woche war das Wetter aber richtig gut und die Sonne hat die ganze Zeit geschienen. Die Temperaturen gingen noch auf fast 20 Grad hinauf und es war sehr schön. Ich habe ein paar Ausflüge gemacht und bin in meiner Nähe spazieren gewesen.

Letzte Woche war der Online-Unterricht gut, denn ich konnte immer Fragen stellen oder Texte vorlesen. Diese Woche hat aber die Internetverbindung nicht gut funktioniert und ich konnte nicht am Unterricht teilnehmen. Das ist ärgerlich, weil ich ansonsten nicht viel machen kann. Ich warte sehr darauf, dass bald die Schulen wieder öffnen und wir alle wieder präsent da sein dürfen und den Schülern helfen können. Online ist es anders und kann einfach nicht mit dem Präsenzunterricht verglichen werden, da ich hier noch weniger helfen kann.

Das ist alles so okay, weil es nicht anders geht und im Dezember hoffentlich besser wird. Das Gesundheitssystem ist in Griechenland in den letzten Wochen fast am Ende gewesen und kann sich eine Beendigung des Lockdown momentan nicht leisten. Die Zahlen sinken langsam, was nach fast 4 Wochen im kompletten Lockdown endlich kommen musste. Auch die Geschäfte und Restaurants müssen schnellstmöglich wieder öffnen, denn das Weihnachtsgeschäft ist extrem wichtig für jeden. Wie es weitergeht ist heute, am 1. Dezember noch nicht klar. Die Schulen könnten am 7. Dezember öffnen, vielleicht auch erst am 14. Dezember oder noch später. Die griechische Regierung ist nicht so schnell wie die deutsche und hat noch keine Maßnahmen für Dezember verkündet. Das ist aber sehr wichtig, um endlich weiter planen zu können. Auch wie es an Weihnachten aussieht, weiß momentan keiner. Zurzeit besteht ein Reiseverbot und keiner darf aus der Region Attika raus. Wie wir Weihnachten feiern können ist also auch fraglich.

Ich hoffe, dass ich euch ein kleines bisschen über meine aktuelle Situation aufklären konnte.

Liebe Grüße, Katharina

Philopappus Hill

Blick zur Akropolis vom Philopappus

Nachtrag: Schließung aller Schulen

Hallo,
nur ein paar Tage nach dem letzten Blogeintrag melde ich mich schon wieder. Vor ein paar Tagen habe ich noch geschrieben, dass sich für mich nicht viel verändert hat, weil Kindergarten und Grundschule offen geblieben sind. Nach dem Schließen vom Gymnasium hat keiner davon gesprochen, dass auch die Grundschulen schließen. Erst einige Tage später kam dieses Gerücht auf. Dann ging es ganz schnell und am Montag (16. November) haben Kindergarten und Grundschule nicht mehr geöffnet. Das bedeutet für mich natürlich, dass ich keinerlei Aufgabe mehr außerhalb meiner Wohnung habe und viel hier bin. Was für mich letzte Woche noch normal war, ist jetzt nicht mehr da. Selbst in die Metro zu steigen, wäre was Besonderes.

Es ist jetzt auch schwierig, sich so schnell auf die neue Situation umzustellen. Diese Woche habe ich noch wenige Aufgaben, da sich die Schule erstmal neu ordnen und den Online-Unterricht vorbereiten und starten muss. Wenn die Entscheidung über die Schließung so kurzfristig kommt ist es echt schwer. Ich habe einige Vorträge am PC korrigiert und auch schon eine Online-Sprechstunde mit Schülern gemacht, indem wir über verschiedene Themen geredet haben. Das wird hoffentlich beibehalten. Außerdem bin ich wahrscheinlich auch bald bei dem Online-Unterricht dabei und kann helfen.

Nach jetzigem Stand (19.11) ist es aber so, dass der Lockdown (und die Schließung der Schulen) nur bis 30. November geht und der Online-Unterricht nur noch nächste Woche läuft. Das ist natürlich problematisch, wenn es nur kurz so läuft. Dann kommt man nicht wirklich in eine Routine und es ist schon wieder vorbei. Jedoch bin ich jetzt an einem Punkt, an dem ich einfach nur hoffe, dass es am 1. Dezember wieder normal mit den Grundschulen weitergeht. Auch den Kindern und den Lehrern meiner kleinen Schule wäre es zu wünschen. Alles online zu organisieren ist echt schwer und zeitaufwändig.

Draußen zu Laufen ist immer noch eine schöne Beschäftigung

Regenbogen bei Thisseio

Ein Monat Athen und Lockdown

Γεια σας zurück aus Athen,

Ich melde mich hier auf der Startseite zurück, nachdem es die letzten Male mehrere Updates zum Thema Ausflüge gab. Seit dem letzten Post vor etwas mehr als einer Woche ist hier sehr viel passiert: Es wurde ein Lockdown ausgerufen!

Das bedeutet nicht wie in Deutschland einen Lockdown Light, sondern fast so streng wie im März und April. Wir haben eine Arbeitserlaubnis bekommen und Zeiten, in denen wir zur Arbeit hin und wieder zurück fahren dürfen. Ansonsten muss man immer ein Formular ausfüllen (oder eine SMS von einem griechischen Handy schreiben) wenn man das Haus verlässt. Das Haus verlassen darf man aber nur bei sechs verschiedenen Gründen. Unter anderem Einkaufen und Sport treiben. Außer Kindergarten und Grundschulen wurden alle anderen Schulen geschlossen.

Das schränkt die Freiheit natürlich ein, ist aber nach den Zahlen der letzten Wochen verständlich und wichtig. Die Zahlen waren fast bei 3000 Neuinfektionen in 24 Stunden, was bei nur 10,7 Mio Menschen sehr viel ist. Was hat sich jetzt für mich verändert? Diese Maßnahmen hören sich sehr streng an, besonders wenn man aus Deutschland nur den Lockdown Light kennt. Für mich hat sich nicht viel verändert, denn ich gehe nach wie vor zur Schule (bisher hat die Grundschule ja noch offen, das kann sich aber auch schnell ändern). Nachmittags machen wir meistens in der WG etwas zusammen oder ich mache auch Sport. Einkaufen oder einfach so in die Stadt gehen kann man im November nicht mehr. Das war bisher noch nicht so schlimm, aber mal schauen wie es weitergeht. Neue Leute kennenlernen kann man so natürlich auch nicht. Die erste Woche des Lockdowns habe ich auf jeden Fall schon hinter mir.

Jetzt noch kurz allgemein zum letzten Monat:  Mittlerweile bin ich schon 4 Wochen hier. Die Zeit vergeht so schnell. Kaum zu glauben, dass schon ein Monat vergangen ist. Es fühlt sich so an, als ob ich erst vor Kurzem hier angekommen wäre. Die ersten Wochen habe ich mit den anderen Freiwilligen viele Sachen unternommen und Athen besser kennengelernt. Da das zurzeit nicht geht, bin ich froh, dass wir schon viel gesehen haben.

Das Wetter war Mitte Oktober noch sehr heiß, es fühlte sich fast wie im Sommer an. Sehr langsam aber konstant wurde es in den letzten Wochen ein paar Grad kühler. Mittlerweile fühlt es sich eher nach Herbst an, auch wenn es an guten Tagen mit Sonne immer noch warm ist. Mit täglich 20 Grad ist es definitiv noch nicht kalt und das obwohl es schon Mitte November ist. Wir hoffen auf jeden Fall, dass wir nächsten Sommer immer noch hier sein dürfen. Da einige Freiwillige aus anderen Ländern wieder zurück reisen mussten, sind wir so froh noch hier sein zu dürfen.

An der Schule fühle ich mich bisher auch wohl, denn sie ist sehr klein und dadurch kennt mich jeder und ich auch jeden. Die Namen der Kinder merke ich mir auch immer besser. Im Unterricht helfe ich den Lehrerinnen bisher noch nicht so viel, das wird sich aber in den nächsten Wochen noch ändern, wenn ich alles besser kenne. Es macht aber viel Spaß. Obwohl ich schon 4 Wochen hier bin, war ich höchstens 2 Wochen an der Schule. Dadurch kann ich noch nicht so viel sagen. Ich bin aber sehr gespannt!

Athen ist eine so schöne Stadt und hat sehr viel zu bieten. Ich hoffe sehr, dass ich bald wieder mehr davon sehen kann als Wohnung und Schule. Wenn alles normal läuft, endet der Lockdown am 1. Dezember und es geht weiter. Ob das wirklich so läuft wird sich zeigen.

 

Blick während des Laufens

Blick auf die Akropolis während des Laufens

γειά σας – Hallo aus Athen

Hallo oder wie man in Griechisch sagt: γειά σας (Jassas = Hallo). Zu mehr als Hallo, Ja, Nein, Guten Morgen, Guten Nachmittag und Danke hat es bisher noch nicht gereicht. Heute ist der dritte Tag in Athen, aber das kommt sicher noch.

Um mich hier noch mal richtig vorzustellen: Ich heiße Katharina und das hier ist mein erster Blogeintrag. Ich bin seit 3 Tagen hier und werde hoffentlich auch noch bis August bleiben. Ich bin 19 Jahre alt und komme aus Baden-Württemberg. Ich werde die nächste Zeit hier hoffentlich regelmäßig ein Update hochladen und euch etwas mitnehmen.

Hier ist noch richtig der Sommer, auch wenn es schon Mitte Oktober ist. Das war ein kleiner Schock als ich aus Deutschland kam, da die Temperaturunterschiede gewaltig sind. Hier sind 25 Grad im Oktober durch das Klima immer noch sehr warm, besonders mittags. Griechen selbst tragen kaum noch kurze Hosen und oftmals schon Jacken, weil der Herbst ja schon „da ist“. Für uns Deutsche ist es immer noch sehr warm.

Botanischer Garten Athen

Gestern war ich im Botanischen Garten mit einer anderen Freiwilligen. Wir sind hier sieben Freiwillige, die 6 oder 11 Monate in Athen bleiben und zusammen in drei WG`s wohnen. Auch wenn Athen selbst sehr laut ist, gibt es viele Plätze die sehr ruhig sind und der Stadtlärm verschwunden ist. Es gibt viel zu entdecken.

Tempel Athen

Ich war auch schon am Tempel Athens und hatte eine schöne Aussicht von einem Punkt etwas weiter oben auf Athen. Die Stadt ist so groß und bisher habe ich noch nicht viel davon gesehen. Das werde ich aber hoffentlich in den nächsten Wochen und Monaten. Erst von oben sieht man wie groß die Stadt und die Region Attika mit etwa 5 Millionen Einwohnern sind. Die Wege sind dadurch auch unglaublich lange.

Die letzten Tage waren auch sehr ereignisreich und es dauert auch, bis man alles gefunden hat. Es war am Anfang schwierig die personalisierte Metrokarte zu kaufen, da man sie nur an bestimmten Metrostationen kaufen kann. Wenn man noch keine hat, ist es schwer die richtige zu Fuß zu finden. Wenn es dann noch zwei Eingänge der Metro gibt, einer davon sehr versteckt, dann dauert es eine Weile. Auch den Supermarkt oder den frischen Wochenmarkt zu finden, war am Anfang nicht so leicht. Meistens geht es ohne Google Maps nicht, zumindest am Anfang.

Bis zum nächsten Mal 🙂

Ausblick auf Athen