Zuhause ankommen

Γεια σας,

Ich bin jetzt seit 5 Tagen wieder zuhause und bisher habe ich immer eine andere Ausrede gesucht, um den letzten Beitrag nicht zu schreiben. Ich wusste nicht so genau, was ich noch schreiben kann und soll. Es ist schwierig alles in Worte zu fassen. .

Dienstagabend bin ich zuhause angekommen. Es hat sich angefühlt, als wäre ich nie weggewesen. Es haben sich natürlich Dinge verändert, aber trotzdem ist alles gleich geblieben. Sowohl in der Umgebung als zuhause. Es ist nicht so, als würde ich zuhause ankommen und es wäre alles neu. Es ist nur in der Hinsicht neu, dass man sich wieder daran gewöhnen muss. Aber dem Gefühl nach hat sich rein gar nichts an zuhause verändert. Es ist genau wie damals, vor einem Jahr, als ich losgegangen bin. In dem Jahr ist so viel passiert, aber zu wissen, dass das nur so bei mir war, ist komisch.

Zurzeit bin ich froh, dass ich noch eine Aufgabe habe, da das Nachbereitungsseminar ansteht. Jeden Tag einen Job zu haben und sich mit anderen Freiwilligen zu unterhalten, ist zum Teil echt spannend. Andere die sich genau so fühlen und denen man nichts erklären muss. Es ist auch interessant, dass man sich über alles Mögliche unterhalten kann, obwohl man nichts über den anderen weiß. Auch unabhängig davon in welchem Land man war.

Aber nach dem Seminar glaube ich, dass ich mich schnell langweilen werde, da im Dorf nicht viel passiert. In Athen war das anders, es waren immer andere Freiwillige in der Nähe und man hatte ein Land zum entdecken. Zuhause regnet es nur und es ist kalt. Also kann man nicht mal Ausflüge machen. Deswegen bin ich froh, hier noch ein paar Wochen zu haben, bevor es dann aber in eine neue Stadt geht. Darauf freue ich mich total und bin schon sehr gespannt!

Ich hoffe, dass euch mein Blog gefallen hat, ich wollte einige Erinnerungen festhalten! Τα λέμε

 

Europareise!

Hallo zu einem kleinen Update zu meiner Heimreise, von Griechenland nach Deutschland mit dem Zug. Ich bin jetzt schon wieder 2 Tage zurück in Deutschland und möchte hier einige Eindrücke hinterlassen.

Am 8.8. sind wir aus dem verrauchten, nebligen Athen (durch die vielen Feuer) in Richtung Norden losgefahren.

8.8. Athen

durch …

9.8. Thessaloniki (Griechenland)

 

10.8/12.8. Sofia (Bulgarien)

11.8. Plowdiw (Bulgarien)

 

13.8. Bukarest (Rumänien)

14.8. Budapest (Ungarn)

18.8. Bratislava (Slowakei)

20/21.8. Wien (Österreich)

22.8/23.8. Prag (Tschechien)

und am 24.8. bin ich abends, trotz Zug-Streiks in Deutschland pünktlich angekommen. Das Wetter war sehr wechselhaft auf dem Weg nach Deutschland. Die erste Zeit hatte es über 35 Grad und am Ende hat es geregnet und gerade so 20 Grad. Es war eine unglaubliche Erfahrung mit dem Zug durch Europa zu fahren und über 3000 Kilometer zurückzulegen. Mit zwei Bussen und ansonsten nur Zügen war es eine einmalige Erfahrung. In nur wenigen Ländern gab es den Euro und auch das Verständigen war in einigen Ländern echt schwierig. Aber das ist so bei Reisen und das macht es erst spannend und man lernt Neues.

Γεια Αθήνα

Goodbye Athens!

Γεια Αθήνα

Am Sonntag, morgen geht es für mich los! Die Zeit in Griechenland endet und es geht auf die Reise zurück. Ich habe mich von Anfang an gegen einen Flug entschieden. Ich wollte auf keinen Fall alles so enden lassen, dass man ins Flugzeug steigt und in Deutschland ist. Das ist kein würdiger Abschied. Deswegen geht es für mich und drei andere Freiwillige am 8.8 los. Wir wollen durch 6 andere Länder neben Deutschland und Griechenland fahren. Durch unsere Impfung sollte das auch möglich sein. Das Interrail Ticket ist bereits gekauft und dann geht es mit Koffer und Rucksack los. Wir haben zum Glück nicht mehr so viele Dinge in Griechenland.

Es ist ein komisches Gefühl jetzt aufräumen zu müssen und alles so hinzumachen, wie es vor uns war. Als wären wir nie da gewesen. Unsere Schulen bekommen neue Freiwillige, in unsere Wohnung kommen unsere Nachfolger/innen. Es geht einfach so weiter, wie immer. Für uns heißt es jetzt Abschied nehmen!!

Konkret heißt das momentan nochmal in jedes Restaurant gehen, das letzte griechische Essen genießen (was bei dem Wetter momentan aber ein bisschen schwierig ist), Souvenirs kaufen und noch ein paar Plätze besuchen. Auf der Bucket List sind noch so viel mehr Dinge, die wir wohl nicht alle schaffen werden. Aber das wird sicher nicht unser letztes Mal in Griechenland und Athen sein.

Nach so langer Zeit zu gehen ist so schade. Man hat sich an die Stadt, die Sprache und die Kultur so gewöhnt. Man spricht automatisch Englisch oder Griechisch, man kennt die ganzen Wege in und auswendig. Es ist völlig normal Metro zu fahren, zum Markt zu gehen und unseren Lieblingsmarktverkäufer zu treffen. Jeden Abend griechisch essen zu gehen und nie ohne Sonnencreme aus dem Haus zu gehen. Nach 10 Monaten wirkt alles so vertraut und Deutschland so weit weg. In Deutschland wird alles wieder anders sein und alle Erfahrungen werden nur in Erinnerung bleiben.

Aber natürlich freue ich mich wieder nach Deutschland zu gehen. Ich kann mir zwar überhaupt nicht mehr vorstellen zuhause einzuziehen, aber zumindest ein paar Wochen zuhause zu verbringen. Auch nicht ein einziges Mal nach Hause geflogen zu sein, freut mich sehr. Deswegen freue ich mich auch jetzt auf Deutschland. Endlich wieder angenehmeres Wetter und ein bisschen Entspannung. Die letzte Woche war echt sehr anstrengend, am Dienstag hatte es 45 Grad. Das hat keinen Spaß gemacht!

Dann noch die ganzen Waldbrände sehr nahe an Athen und den schlimmen Geruch von Rauch in der ganzen Stadt. Die Brände breiten sich immer weiter Richtung Athen aus und wir müssen uns eine Alternative zum Zug suchen, denn der fährt wegen den Bränden nicht mehr. Die Zugstrecke (die einzige!) führt direkt durch den Norden von Athen, also dort wo sich das Feuer schnell ausbreitet.

Jetzt beginnt erstmal unsere kleine Europareise, für die wir etwa 2 1/2 Wochen Zeit haben. Wir werden so viele Städte und Länder bereisen, wie wir schaffen. Ich bin sehr gespannt und hoffe, dass es schnell ein bisschen kühler wird, sobald wir langsam aber sicher in den Norden gefahren sind.

Inselhopping

In den letzten 15 Tagen bin ich mit drei bis vier anderen Freiwilligen durch Griechenland gereist. Wir waren auf fünf Inseln.

Als erstes sind wir nach Paros gefahren. Die Insel ist von Athen aus nicht so weit, nur etwa 4 ½ Stunden mit der Fähre. Wir haben ein bisschen entspannt, sind abends in die nahegelegene Stadt Naousa gefahren. In der Stadt gibt es viele weiße Häuser und viele kleine Restaurants direkt am Wasser.

Als nächstes ging es mit der Fähre nach Naxos. Sie liegt östlich von Paros und ist um einiges größer als Paros. Unsere Unterkunft war etwas südlich und von da aus sind wir mit Roller um die Insel gefahren. Die ganzen griechischen Inseln sind sehr bergig. Aber auch Strände gibt es haufenweise, wie der Hawaii Beach auf Naxos. Der ist sehr schön. Besonders die Sonnenuntergänge auf Naxos bei Agia Anna waren traumhaft.

 

Die nächste Insel war Amorgos, das ist eine kleine unbekanntere Insel, südöstlich von Naxos. Die Insel war beeindruckend, weil sie echt unbekannt ist und wunderschön. Es gibt dort zwei Häfen und man braucht schon eine Weile von dem einen zum anderen. Besonders das weiße Kloster an der Felswand und die Stadt auf dem Berg Chora waren so schön. Dadurch, dass sie vergleichsweiße so leer war, war es viel angenehmer als auf Naxos oder Paros. Dort hat es angefangen jeden Tag stark zu winden und abends wurde es deutlich kühler.

Mit einigen Schwierigkeiten in Form vom Verpassen unserer Anschlussfähre, sind wir mit einem Tag Verspätung auf Ios angekommen. Es war sehr stürmisch und die Fähre ist langsamer gefahren und hat total gewackelt, was nicht so viel Spaß gemacht hat. Dem Ruf nach ist Ios eine Partyinsel für junge Menschen. Direkt beim Aussteigen aus der Fähre wurde das bestätigt. Ähnlich wie die Insel Mykonos, die gerade sehr hohe Corona-Zahlen verzeichnet und schon eine nächtliche Ausgangssperre hatte. Aber man kann die Menschenmassen ja auch meiden. Die Natur auf der Insel ist auch sehr schön, was wir durch eine erneute Rollerfahrt feststellen konnten. Das Grab von Homer soll auf einem Hügel im Norden von Ios sein, wir haben diese Stelle auch besucht. Die Natur ist relativ unberührt und es gibt nur sehr wenige Städte auf Ios im Gegensatz zu Naxos oder Paros.

Unser letzter Stopp war schlussendlich auf Santorini. Trotz des Beliebtheitsgrades der Insel wollten wir uns einen eigenen Eindruck schaffen. Das erste was mir aufgefallen ist, dass man am Hafen ankommt und erstmal die Felsen sieht, die sich nach oben türmen. Das erschlägt erstmal ein bisschen. Wenn man dann mit dem Bus den Berg hochfährt, sieht man die Insel von oben. Besonders von den Städten Fira und (O)ia hat man einen mega Ausblick auf das Meer und die umliegenden Inseln. Dennoch waren die Preise dort überteuert und die engen Straßen extrem voll. Das hat mich auf jeden Fall ein bisschen gestört. Die Insel ist einfach ein Touristenmagnet und dadurch nicht mehr so schön wie sie scheint. Unsere Unterkunft war in Perissa, da ist auf jeden Fall weniger los. Das liegt in der Nähe des schwarzen Strandes im Südosten. Das ist mal ein anderer Strand.  Wir waren auch noch beim roten Strand und dem weißen Strand. Da Santorini eine Vulkaninsel ist, gibt es verschiedene Sandarten. Das Wetter wurde auf Santorini von einem auf den anderen Schlag sehr heiß. Nicht mal am Meer gab es ein bisschen Abkühlung. Aber das war in ganz Griechenland so, denn es steht eine große Hitzewelle bis zu 45 Grad bevor.

Von Santorini aus ging es mit der Nachtfähre zurück nach Athen. Das war sehr entspannt. Die Fähre sehr leer und auf ihr war es kalt. Augen zu und schon sind wir am Hafen in Piräus angekommen. Die zwei Wochen waren sehr anstrengend, weil wir die ganze Zeit mit unseren schweren Rucksäcken unterwegs waren. Gegen Ende wurde es super heiß und dann machte es auch nicht mehr so viel Spaß viel zu machen. Die Inseln waren aber total schön und es hat viel Spaß gemacht die verschiedensten Inseln kennenzulernen.