hasserfüllter Knecht

in der Stellung eines Schächters

sind meine blitzenden Augen

Ausgangspunkte

ewig peitschender Arme

eines hasserfüllten Knechts

einer gesehenen

einsamen

Peinigung

vorwärtsschreitend, im Duell

schlag ich auf mein Gegenüber ein

atmen, sagt sie,

atmen

und den Kiefer entspannen

ehe Runde zwei beginnt

Schlag um Schlag verängstigter

vom Rausch meines Hasses

plötzlich schneller als der Rhythmus

das blinde Pendeln meines Schlagstocks

und unter pochendem Herzen

lasse ich ihn sinken

Die Kraft der Angst

Die Kraft der Angst

Wenn ich keine Angst (vorm Tod) mehr hätte,
Würd ich sterben (paradoxerweise)
Ja, ich würd mit meinem Surfboard auf die raue See rauspaddeln, hyperventilierend und berauscht vom Anblick der Brandung, der Wassermasse, würde erregt weiter paddeln, bis mir bei einem Tauchgang irgendwann die Luft ausginge, ich unter Normalnull um Atem ringe, und stürbe.

Wenn ich keine Angst mehr hätte, hätt ich dann noch Adrenalin?
Würd ich dann überhaupt noch in die Wellen ziehn? Oder wär mir das alles viel zu schöde? Viel zu lahm?

Und Mut? Hätt ich dann noch Mut?
~ Mut heißt nicht keine Angst zu haben, singt Sarah Lesch, sim, sim, Mut heißt nur trotzdem zu springen. ~
Ohne Angst gäb es kein Trotzdem mehr.
Stolz wohldenn, den gäb es trotzdem noch. Auch ohne Trotzdem.

Ohne Verlustangst, wüsst ich da noch um den Wert der Dinge? Der Liebe?