Home

I was shown some wet eyes,
some little tears I was passed
to the back Until no one was left
To hug for good bye was I
waved to the trains
Arrival will be
Late was your
Hug made me
Loved was I
was called by my name
When I arrived in the night
I was greeted with much
laughter I was
remained silent with a
smile was talked to quite
a lot was helped with some
leaves and stones was listened to
Whatever story I was sharing
I was missed and asked
For I was speculated
Wherever place I could be
I was hugged very
Tight in the day
I was made a
Home In the time
I was absent
And I was let
through the door
When I was present
Again, In Romania

Neue Welt entdecken

Sonne scheint. Vorhergesagt war Regen. Richtig viel sogar. Wahrscheinlich werden die Wolken von den Bergen aufgehalten. Im Zug schwelt die dicke Luft. Rauschen. Heiße Gleise. Vorbei an Sträuchern, verschwommenes Blickfeld. Geschwindigkeit. Äste schrecken zurück. Dem Zug sein Windstoß? Felder. Verwilderte Natur. Unstrukturiert. Schön. Wie Dry Savanna? Relief Rainfall? Weißer, blasser Zitronenton steht über den Bergen. Wo ich hinschaue, Berge. Sonne ist im Winter. Bäume sind im Herbst. Es ist Ende Oktober. Schwarz. Tunnel. Plötzlich. Schreibpause. Braune Blätter. Grün gelb. Orange. Jetzt, Wald. Schräger Wald. Dunkelgrün. Braun. Gelb. See. Sehr klein. Aufeinander gestapeltes Holz. Das würde Papa freuen. Wieder Dunkelgrün. Ein anderes. Alle Farben in einer Waldlichtung, zu der es einen Abhang hinuntergeht.

Bremsen. Laut. Gekrächze. Stillstand.

Ein Mann mit schmalem Gesicht, dunklem Teint, schwarze Haare mit grauen Strähnen. Gläserne Augen. Er redet langsam und bedacht. Erzählt von seinen sieben Kindern in Sibiu, und seiner Arbeit in München. Dass er sie jeden Monat besuchen kommt. Erzählte von gesundheitlichen Problemen. Seine gläsernen Augen strahlen. Glück. Traurigkeit. Vermissen. Und Kraft. Schwer, sich abzuwenden. Der Zug kommt ins Rollen.

Rechts ein kleines mit Stacheldraht eingezäuntes Gehege. Zwei Ziegen grasen vor sich hin. Links in der Ferne stehen verstreut kleine Häusergruppen. Eine Frau auf der Sitzbank gegenüber ist damit beschäftigt, Julika abzuzeichnen. Julika liest. Die Frau zeichnet. Julika fühlt sich beobachtet. Einzelne, sekundenlange Blicke, die die Frau braucht, um sich Julikas Silhouette einzuprägen. Wie Zitate in der Grundschule.

Jetzt rechts komische weiße Stoppeln. Eine große, weite Herde? Kein Schäfer. Jetzt geschorene Felder. Ein kleiner, frisch renovierter Fußballplatz. Glänzende weiße Linien. Am Rand links drei gelbe Plastikstühle, rechts drei weiße Plastikstühle. Niedlich. Alles neue Welt.

Himmelblau

Freya schwärmte von dem schönen, blauen rumänischen Himmel und erzählte mir von den Himmel-Fotos, die sie schoss. Hier ihr Gastbeitrag.

Ich erinnere mich an eine Situation mit meinem früheren Mitbewohner Valli in unserer Berliner Altbauwohnung. Wir saßen in der Küche und blödelten wie so oft herum. Ich sorgte für Stille. Wartete kurz ab, bis ich auch wirklich seine volle Aufmerksamkeit hatte. Wartete. Und sagte langsam mit einer theatralischen Armbewegung „Der Himmel ist blau.“ Wir waren erleuchtet.

Ich erinnere mich auch an ein Bewerbungsgespräch. Mir wurde die Frage gestellt, welche deutsche Musik ich den Schüler*innen im Ausland zeigen würde, wenn sie mich danach fragten. Ich zählte wahllos deutsche Lieder auf. Dann fiel mir das Lied „Himmelblau“ von den Ärzten ein. Ich sang eine Zeile

„[…] der Himmel ist blau, und der Rest deines Lebens steht vor dir […]“

Sie lachten.

 

https://www.youtube.com/watch?v=v_KfKRkPWF8