Weitere kleine Ausflüge

Es kam schon lange nichts mehr von mir, aber ich war auch ziemlich viel unterwegs in letzter Zeit. Das heißt jetzt nicht, dass ich nur super spektakuläre Sachen erlebt habe, oft habe ich unter der Woche einfach nur Freunde getroffen und dann blieb leider keine Zeit mehr, etwas zu schreiben. Heute ist der erste Abend seit langem, an dem ich mal wieder zuhause bin. Mein Gepäck für meinen nächsten Ausflug von Freitag (15.11.) bis Montag (18.11.) ist auch schon gepackt und wohin es geht erfährst du dann danach, aber ich glaube, es wird phänomenal! 🙂

Nun erstmal darüber, was ich so Größeres unternommen habe. Ich habe die letzten beiden Wochenenden für Ausflüge innerhalb Chiles genutzt. Ich wollte z.B. das lange Wochenende – hier waren sogar der 31.10. und der 1.11. frei – nutzen, um noch ein wenig mehr von Chile zu sehen. So bin ich mit Inken und Mona und einer großen internationalen Studentengruppe nach Pucón gefahren. Pucón ist eine Stadt im Süden Chiles mit ca. 14.000 Einwohnern, also mal eine große kleine Abwechslung zur Millionenstadt Santiago. Donnerstag Abend ging es los und nach einer ca. 12 Stunden dauernden Busfahrt mit Pausen und nicht allzu viel Schlaf kamen wir endlich an. Das Wetter war ziemlich bescheiden mit ca. 12 Grad, Nebel und Regen und vor allem stand für den Tag noch das Raften an. So saß ich ca. 2 Stunden später im Neoprenanzug und Sicherheitsweste in einem Boot. War das kalt! Aber unerwarteterweise hat es trotzdem super viel Spaß gemacht! Wie einige Leute wissen, bin ich nicht unbedingt so die, die Outdoor-Sport liebt. Aber auch damals in Indien fand ich Rafting doch super gut! Als wir danach noch einen Wasserfall angeschaut haben, hat es auch noch gehagelt. Gehagelt! Das hab ich schon in Deutschland ewig nicht mehr erlebt! Abends haben wir noch gegrillt und trotz der Kälte war es ein super toller Tag!

Am zweiten Tag war das Wetter so viel besser! Die Sonne hat geschienen und es war auch wärmer. Laut Fotos, die ich vorher von Pucón gesehen habe, sollte es dort einen großen Vulkan geben, den ich aber am Freitag nicht gesehen habe. Sobald wir das Hostel verließen, dachte ich nur „Woooow!“ Der Ausblick war so wunderbar und der Vulkan so groß und überall auf ihm Schnee. Wir stiegen in den Bus, denn es stand dann ein Ausflug in die Therme an und auch da war es super super schön! Es gab verschieden heiße Bäder und zur Abkühlung konnte man auch in den Fluß gehen. Da sind aber nur meine Füße drin gelandet, das Wasser war eisigkalt und sonst wäre wohl meiner ganzer Körper erfroren. Danach gab es noch eine Überraschung – und die war ein Ausflug nach Villarrica. Eine andere Kleinstadt in der Nähe von Pucón, auf der anderen Seite des Sees, an dem auch Pucón liegt. Hier hab ich eines der leckersten Eis gegessen, die ich je gehabt habe! War zwar nicht ganz billig, aber für den Preis riiiiiesig! Sofia und Jon, andere Freiwillige in Chile, waren auch nach Pucón gereist und abends sind wir noch mit den beiden feiern gegangen. Ich war schon ewig nicht mehr feiern gewesen und es war richtig, richtig gut! Ich habe das Tanzen vermisst.

Die Heimfahrt war für Sonntag geplant, den ganzen lieben langen Tag im Bus rumhängen. Da ich aber durch die Party in der Nacht sehr wenig geschlafen hatte, konnte ich die Fahrt noch ein wenig nutzen, um Schlaf nachzuholen. Allerdings stand auch hier noch eine weitere Überraschung an – der Salto del Laja bei Los Angeles. Den Wasserfall fand ich richtig schön und auch super imposant! Man konnte ganz nah rangehen und ist dann auch nicht gerade wenig nass geworden.

Vergangenes Wochenende habe ich wieder mal mit Inken und Mona in Chillán verbracht. Dort verbringt eine andere Freiwillige, Sofia, ihren Freiwilligendienst und wir wollten das Wochenende nutzen, um sie zu besuchen. Auch eine andere Freiwillige, Keisha, kam dorthin. So machten wir uns Freitag Nachmittag auf den Weg und kamen nach sechs Stunden Busfahrt endlich an. Vom Bus ging es dann direkt rein in die Partyklamotten und in den Club. So gut es auch war, die Müdigkeit am nächsten Tag blieb leider nicht aus. Wir mussten früh aufstehen, da Sofias Gastmutter (sie ist 27) und Sofia einen Ausflug geplant hatten. Wir fuhren in die Natur, badeten und grillten an einem Fluss und letztendlich schliefen wir in einer Cabaña, einer Hütte mitten im Wald. Nach dem lauten Santiago hat dieser Tagesausflug richtig gut getan. Es war ruhig und man konnte richtig gut runterkommen. Ich war sogar auch im Fluss baden, eisigkalt war das, aber ich habe es überlebt. Übrigens, Chile hat ganz schön viele Wasserfälle 😀 Sonntags ging es dann auch leider schon wieder zurück, dieses Mal Gott sei Dank nur ca. 5 Stunden Fahrt. Es hat richtig gut getan, Keisha und Sofia nochmal wiederzusehen und ich habe das Wochenende wirklich sehr genossen ♥

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