100 Days of Summer

20 03 2010

warens dann doch nicht ganz. 30 Tage (fast) ununterbrochener Sonnenschein, begleitet von den schönsten, tollsten und besten Praktikanten der Welt, die zusätzlich noch Sonne in unsere vorher so tristen Leben brachten, waren durchaus eine willkommene Abwechslung, denn heute ist ganz klar wieder einer dieser Tage, von denen es in Bariloche zuviele gibt. Pünktlich zum Frühlingsanfang teilt der Herbst allen mit, dass er hier bald die Herrschaft übernehmen wird. Es ist grau, regnet und regnet und ja, regnen tuts auch.

Wie dem auch sei, ich hab wieder was zu erzählen, und zwar eigentlich viel zu viel. Deshalb lasse ich für den ersten Teil der Geschichte großzügig unsere Praktikanten zu Wort kommen. Deshalb zitiere ich jetzt hier aus ihrem sehr empfehlenswerten Chaosblog mit selbstverständlich vorausgesetzter Genehmigung die Geschichte von Schwarzpfote und Bert:

Wir waren um halb zwei mit Timon verabredet um eine kleine Wanderung zu einen Fluss mit Wasserfall zu unternehmen und je nach Wetterlage darin zu schwimmen. Da uns bis dahin noch ein bisschen Zeit zur Verfügung stand, beschlossen wir wieder einmal unsere Wohnung zu säubern und diese auf Hochglanz zu bringen…Ab Punkt halb 2 warteten wir also auf Timon an der verabredeten Bushaltestelle, doch Timon kam, so wie sich das für einen echten Argentinier gehört, um 2. Da aber eh kein Busfahrplan existiert und man einfach an der Bushaltestelle wartet bis bzw. ob überhaupt ein Bus kommt war dies auch ziemlich egal. Um viertel 3 kam dann schließlich ein Bus mit der Nummer 20 der zumindest laut Anzeige in die richtige Richtung fahren sollte, wobei man sich darauf nicht unbedingt verlassen kann. Timon versuchte während der Busfahrt, dem Fahrer zu erklären wo er uns rauslassen sollte, doch der war gerade mit telefonieren und rauchen beschäftigt und scherte sich somit nicht viel um den Deutschen hinter ihm. Da Timon auch nur vom Hörensagen wusste wo wir ungefähr hinmussten, betätigte er irgendwann auf Verdacht den roten Bus-Stop-Knopf, was in deutschen Bussen soviel bedeutet wie, dass der Bus an der nächsten Bushaltestelle anhält. In argentinischen Bussen wiederum wird das Stop eher wörtlich interpretiert, was ein sofortiges stoppen der Fahrt als Konsequenz hat. Bushaltestellen als solche sind ja generell völlig überbewertet. Also ließen wir uns nichts anmerken und taten so, als ob wir tatsächlich an dieser Stelle, an der sich weit und breit kein Haus oder sonstige als Ziel unserer Reise auszumachende Sehenswürdigkeiten befanden, aussteigen wollten und machten uns in

Auf der Suche nach dem richtigen Weg.

Busrichtung auf den Weg in der Hoffnung irgendwann in der nächsten Stunde auf einem Feldweg zu treffen, der dann nach 2 Kilometern tatsächlich auch am Horizont erschien. Wir glauben es ist an dieser Stelle überflüssig zu erwähnen, dass wir uns diesen Weg hätten ersparen können, da der Bus genau diese Strecke gefahren ist. Doch wie das so oft im Leben ist, hatte der vermeintliche Nachteil, dann doch einen sehr positiven Nebeneffekt. Und nein, dieser lag nicht darin, dass es Marc im Kampf gegen die überflüssigen Kilos nur gut getan hat ein paar Schritte mehr zu tun als nötig, sondern darin, dass wir unseren treuen Weggefährten des heutigen Tags kennen lernten: Schwarzpfote. Wir liefen also entlang der endlosen Straße, als plötzlich ein schwarzer Hund neben uns erschien und der, da es ihm gerade wohl etwas langweilig war, sich entschied uns zu folgen, was an sich nichts besonderes in Bariloche ist, da Bariloche mehr Hunde als Einwohner hat und man ständig und überall von Hunden umgeben ist. Meistens ist auch nicht klar ob die Hunde einen Besitzer haben oder nicht, aber das kümmert hier eigentlich niemanden. Jedenfalls wanderten wir an die 5 Kilometer auf einer der vielen Schotterstraßen entlang immer auf der Suchte nach dem Fluss. Schwarzpfote, den Marc in einem Anfall seines grenzenlosen Einfallsreichtums so getauft hatte, folgte uns den kompletten Weg beziehungsweise kundschaftete den Weg für uns aus. Wie kreativ dieser Einfall den Hund Schwarzpfote zu nennen tatsächlich war, stellt man erst bei genauerer Betrachtung von Schwarzpfote fest. Es handelte sich nämlich um einen  komplett schwarzen Hund. Nachdem wir einen Pick Up-Fahrer nach dem Weg gefragt hatten und dieser uns anbot mitzufahren da der Fluss genau in seiner Richtung lag, stiegen wir natürlich ohne zu zögern auf die Ladefläche. Wen wir dabei allerdings nicht bedachten war Schwarzpfote. Dieser war natürlich völlig entsetzt von unserem Vorhaben und rannte dem Auto deshalb so schnell er konnte hinterher. Da wir mit dem Auto jedoch fast 2 Kilometer zurücklegten verloren wir den süßen Kerl leider irgendwann aus den Augen. Es sollte vielleicht noch erwähnt werden, dass es sich bei Schwarzpfote um einen sehr sonderbaren Zeitgenossen handelte, er konnte weder bellen, fiepen, knurren oder überhaupt irgendeinen Laut von sich geben, wir hatten auch nicht wirklich das Gefühl als ob er auf irgendein rufen oder pfeifen unsererseits reagiert. Von daher lautete die Diagnose der Hundexperten Buchstor und von Kirchbach eindeutig: Schwarzpfote war taub-stumm, anders

Wildlebendes Schulmaskottchen: muticia

konnten wir uns das merkwürdige Verhalten des sonst so liebenswürdigen Begleiter nicht erklären. Am Fluss angekommen, begannen wir uns immer trauriger und schlechter zu fühlen, da wir unseren treuen Freund einfach so zurückgelassen hatten. Als sich gerade ein paar Tränen in unseren Augen sammelten, tauchte am Horizont plötzlich ein schwarzer Punkt auf und um die letzte Kurve kam ein schwarzes Etwas gerannt und wedelte mit dem Schwanz, Schwarzpfote das alte Kämpferherz hatte nicht aufgegeben und war zurück! Wir fielen uns in die Arme bzw. Beine und ließen erst nach geraumer Zeit wieder von uns. An dieser Stelle sollte man vielleicht noch erwähnen, dass wir Schwarzpfote nie die Aussicht auf etwas zu essen oder ähnlichem gestellt haben, wir rätseln bis heute was der Auslöser dafür war, derartige Strapazen auf sich zu nehmen nur um in unserer Nähe zu sein. Andererseits mussten wir uns auch eingestehen, dass es schon verdammt cool ist sich in unserer Gesellschaft zu befinden und mit uns gesehen zu werden, so dass wir dann doch wieder ein wenig Verständnis für diese bizarre Situation aufbringen konnten.

Flussbett mit Hund

Nachdem die Freude über das unverhoffte Wiedersehen abgeklungen war und Schwarzpfote seinen Durst im Fluss gestillt hatte machten wir uns auf die Suche nach einer Stelle im Fluss, die zum baden geeignet war. Es muss dazu gesagt werden, dass die Sonne an diesem Tag hinter dicken Wolken verborgen blieb und es auch sonst nicht gerade heiß war. Als wir schließlich eine gute Stelle zum Jumpen gefunden hatten, hatte uns aufgrund des Fingertests die Lust verlassen. Im Vergleich zu diesem Fluss fühlt man sich im Nahuel Huapi wie in den heißen Quellen von Hveravellir. Als wir schon frustriert den Heimweg antreten wollten, überlegten Marc und Timon es sich nochmals anders und fassten den selbstmörderischen Entschluss doch zu springen, lediglich der zu sehr von der Vernunft getriebene Niklas lehnte dankend ab und bot sich als Fotograf an. Da die beiden augrund ihres stark erhöhten Körperfettwertes (eine andere Erklärung dafür kann es nicht geben) den Sprung ins kühle Nass dann doch recht unbeschadet überstanden hatten, machten wir uns auf den Heimweg, waren wir doch abends zum Fußballspielen mit Alexis und seinen Kumpels verabredet. Also packten wir unsere Sachen zusammen und marschierten los. Kaum zu glauben aber wahr, den Rückweg traten wir zu fünft an, Schwarzpfote hatte am Fluss einen zweiten scheinbar herrenlosen Hund aufgetrieben der sich unserer Pilgergruppe anschloss. Beim Versuch Marcs Namenwahl für unseren neuen Gefährten zu toppen scheiterte Timon leider kläglich, trotz allem setzte sich mangels besserer Vorschläge schließlich der Name „Bert“ durch. Bert war im Vergleich zu Schwarzpfote jedoch eine Nervensäge der übelsten Sorte, da er ständig durch Bellen oder dumm im Weg rumstehen unseren Unmut auf sich zog. Auch die Attacken auf Schwarzpfote trugen nicht unbedingt dazu bei, dass wir den zu allem übel noch recht unattraktiven Hund nicht wirklich in unser Herz schlossen. Trotz allem begleitete uns Bert den kompletten Weg zurück zur Bushaltestelle. Hier war jedoch allen klar das eine Trennung stattfinden musste. Schwarzpfote kuschelte sich noch einmal mit aller Liebe an uns und sagte so auf Wiedersehen. Am liebsten hätten wir Schwarzpfote natürlich mitgenommen, doch wir wussten nicht genau über die Bestimmung im Flugzeug bescheid und Herr Buchstor Senior hätte Marc wohl einen Kopf kürzer gemacht, wenn er mit einem Hund als Mitbringsel zu Hause erschienen wäre. So kam es wie es kommen musste, wir betraten den Bus und trauten uns kaum aus dem Fenster zu sehen, ahnten wir doch was uns für ein Anblick erwarten sollte: Schwarzpfote rannte, so weit ihn seine Füße tragen konnten, dem Bus hinterher. Wir waren zu Tränen gerührt… Schwarzpfote, you stay in our heart, we love you!

Praktikanten und Rudel

Aber das ist natürlich nicht alles.

Berichtenswert ist ansonsten auch noch unsere große Zufriedenheit mit unserer Arbeit und Einsatzstelle, denn im Moment gibt es kaum etwas, über das wir uns beschweren könnten – von selbst verursachten Luxusproblemen (die tiefgekühlte Pizza passt nicht in meinen Ofen) und der immer noch offenen Studien- bzw. Berufswahl. Wir bleiben auch ganz geschäftig indem wir zum Beispiel am Donnerstag die zweiten Klassen auf Wandertag begleitet haben. Mit dem Bus ging es raus in die Wildnis und dann wurde ein Spaziergang von etwa einem Kilometer eingelegt. Dass dies für Zweitklässler eine abstrakt weite Entfernung ist, dürfte jedem klar sein. Jeder der Begleitpersonen kriegte nun seinen persönlichen Sack Flöhe zugewiesen und so hatte ich für die nächsten fünf Stunden darauf zu achten, dass sich die zwölf Schüler der orangen Gruppe nicht an Disteln, Steinen, liegengelassenem Abfall, sich selbst und Ameisen oder anderen gefährlichen Tieren verletzten. Was sich leichter anhört als es ist:

„Hey, was ist da vorne los? Auseinander!“ – „Es ist ja nicht meine Schuld, dass ich ihn geschlagen habe!“

Wer so bestechend argumentiert hat natürlich auch kein Problem schnurstracks aufgrund meiner vorangegangenen Warnung in ein pieksiges Klettenfeld zu marschieren oder die Pinkelpause ausgerechnet an dem Busch einzulegen, unter dessen Blätterdach grade ein Mitschüler Zuflucht vorm Regen sucht. Hachja. Good Times.

Was andere Neuigkeiten angeht kann ich vermelden, dass ich nun endlich von mir behaupten kann mal eine unserer Diskos hier aufgesucht zu haben. Eigentlich wollten wir nun mit unseren Praktikanten bechern gehen, die dann irgendwie Fußballkumpels wiedertrafen, die wiederum andere Jungs kannten und so landeten wir dann zuerst in insgesamt drei Bars mit anschließendem Besuch der Dusk, besagter Disko halt. Ich ziehe drei Lehren aus dieser Nacht:

  1. Wenn ich blond und weiblich wäre, würde ich mir entweder a) ein Dutzend wohlüberlegte Alibis zurechtlegen, mit der ich beim mit Sicherheit auftretenden Bedarf unerwünschte Casanovas abfertigen kann b) ein richtig dickes Fell zulegen um alles eiskalt abblitzen zu lassen (präferierte Methode der Latinas) c) mir die Haare färben.
  2. Die Musik in den Diskotheken ist so laut, damit die Leute alle schnell taub werden und dann, wenn sie die Musik nicht mehr hören, ihren Aufenthalt genießen können.
  3. Am Mittwoch gibts asado, also Gegrilltes! Marc und Niklas haben solange mit ihren persönlichen Fußballkünsten angegeben bis der Fehdehandschuh hingeworfen wurde: Gewinnen wir die Partie am Mittwoch, kriegen wir eine Kuh von ihnen gebraten, verlieren wir hingegen, kommen wir für die Kost auf. Da meine Stärken eher in nicht-fußballerischen Gegenden liegen, frage ich mich zum Einen wie in aller Welt ich da reingeraten bin und zum Anderen, wo ich eine Kuh herkriege. Wir werden sehen.

Soweit von mir, viva Perón und so.

Am Ende grüßt der Pelikan noch alle, die ihn kennen.





Kinder wie die Zeit vergeht

19 02 2010

Jaja ich weiß, Überschrift ist bei Thomas geklaut und so. Na und? Wo der Mann Recht hat, wächst schließlich auch kein Gras mehr.
Es kommt mir manchmal wie gestern vor, als ich noch im Hotel wohnte (weil Wohnung noch nicht frei) und an der Rezeption verzweifelt in gebrochenem Spanisch nach dem Passwort für mein Zimmer fragte (merke: clave ≠ llave). Das gebrochene Spanisch ist zwar inzwischen noch längst nichts geworden, mit dem man Leute beeindrucken könnte, aber ich stottere zumindest seltener vor mich hin und bin zu meiner eigenen Überraschung auch recht problemlos dazu in der Lage, dem Arzt zu schildern, wo es piekst/drückt/juckt – siehe unten. In den vergangenen Monaten ist derart viel passiert, dass ich es kaum glauben kann. Aber zumindest in kulturweitler-kreisen bin ich mit dem Gefühl ja nicht ganz alleine.

Also, ich hiermit erkläre ich meinen Sommerschlaf ganz offiziell und unspektakulär für beendet. Da bin ich wieder. Hallo.

Im Moment ist hier alles ziemlich tranqui, wir räumen die Bücherei auf, finden merkwürdige Sachen (Helmut Lottis „Greatest Hits“ auf VHS neben den Kinderbüchern? Ein schlechter Scherz!) und freuen uns auf die neuen Praktikanten, die am 25. kommen. Ich mach mich jetzt erstmal auf die Suche nach einem Fussballverein, der eine hat nämlich danach gefragt. Und wer mich kennt, der weiß, wie sehr ich mich selbst dafür interessiere. Außerdem kommen meine Eltern hoffentlich noch heute hier an; Papa hat vor einigen Stunden aus Buenos Aires angerufen und erzählt, dass keiner wüsste, wann und ob der Flieger nach Bariloche startet. Bueno. Bienvenido a Argentina, wie man hier so schön sagt. Ne, Ernst beiseite: Für Buenos Aires ist zumindest im Clarín eine Unwetterwarnung angekündigt. Man darf also gespannt bleiben. Update: Es stürmt wohl tatsächlich wie bescheuert. Nichts genaues weiß man nicht, aber immerhin haben meine Eltern von LAN Argentina jetzt erstmal zwei Pizzagutscheine als Entschädigung für die Wartezeit gekriegt.

Ansonsten hab ich hier zur Zeit mit einem Kleintierzoo zu kämpfen: Aufgrund des wechselhaften Wetters scheinen sich insbesondere die Ohrenkneifer Argentiniens gedacht zu haben, mein Domizil böte Schutz vor der Witterung. Aber nachdem einer von ihnen in die Muschel meines Kopfhörers geklettert war und ich mich während des Musikhörens gewundert hab, warum mich der Bass auf einmal so im Ohr kitzelt, ist Schluss mit lustig. Zum Glück sind die Flöhe, die ich mir während der Reise eingefangen hatte, alle wieder weg und auch die Bisse heilen langsam ab. Also juckts mich nicht mehr die ganze Zeit; das ist ein Fortschritt. Ein Rückschritt dagegen ist allerdings die Kleintierpopulation in mir – Onkel Doktor hat mir heute morgen erst einmal eine strenge Diät verschrieben, um die Magenbeschwerden loszuwerden. Bueno. Was uns nicht umbringt macht uns nur härter.

Multimedia gibts beim nächsten Mal wieder, dazu bin ich grad zu faul.





Frühling

22 11 2009

So siehts halt hier aus.

So siehts halt hier aus.

Wie für einander gemacht:

Wie für einander gemacht:

Hannah und der kleine Hund

Hannah und der kleine Hund

Ich gebs ja zu: Der Alltag hat mich eingeholt. Hat zwar länger gedauert als bei den meisten anderen, aber jetzt ist es halt auch bei mir so. Kann man jetzt doof finden (so als Daheimgebliebener vor dem Monitor sitzend und auf Nachrichten wartend), muss man aber nicht. Denn immerhin bedeutet das, dass zumindest mir nicht langweilig wird 😛

Genau wie Lotte in ihrem letzten Eintrag (siehe Blogroll rechts) werde ich diesmal hauptsächlich mit Fotos dokumentieren, was hier so passiert ist. Bei der Auswahl war ich ziemlich großzügig, nun ja, man muss sich ja auch nicht alle Fotos angucken 😉

Der Reihe nach nun also: Am Wochenende vor zwei Wochen kam Hannah aus Santiago de Chile zu Besuch. Kennen gelernt hatten wir uns, wie der geneigte Leser sich zu erinnern meint, beim gemeinsamen Vorbereitungsseminar in Berlin. Wie es der Zufall so wollte, ist Hannah eine fanatische Tote-Hosen-Anhängerin,

Ich gebs zu: War schon ziemlich süß, dieses Welpendingsbums.

Ich gebs zu: War schon ziemlich süß, dieses Welpendingsbums.

die just am 7. November in Bariloche Station machten (ich berichtete). Hierzu wird nochmal ein gesonderter Eintrag erfolgen, aber wers gar nicht mehr aushält kann ruhig „kulturweit tote hosen“ googeln und wird mit allerlei virtuellem Fallout der Hosentournee durch Lateinamerika bombardiert. So lässt sich beispielsweise der Eintrag meines kulturweit-Kollegen Lukas finden oder auch die Berichterstattung der Deutschen Botschaft(!). Naja. Hannah und ich sind also dann total verrockt und mit kaum mehr vorhandener Stimme für eine kurze Nacht in unsere jeweiligen Betten gesunken. Am nächsten Tag ging es dann auf zum Reiten – ich bin dem ja seit ich hier bin sowieso sehr zugeneigt und Hannah ist halt eins von diesen Mädchen, die in der Grundschule schon Pferde immer toll fanden. Daher war klar: Wir statten unserer Lieblingsestancia (ich berichtete bereits mehrmals 😉 ) einen Besuch ab. Verlief auch diesmal äußerst geschmeidig 🙂

Und endlich ein Beweisfoto: Ich + Pferd, das kann sogar gutgehen!

Und endlich ein Beweisfoto: Ich + Pferd, das kann sogar gutgehen!

Am Montag half uns Hannah dann noch mit unseren Aufgaben in der Schule, bevor wir zu einem langen Spaziergang rund um Llao Llao und den nahegelegenen riesigen Golfplatz aufbrachen. Die Gute war übrigens recht überrascht, was Argentinien (und speziell Bariloche) angeht – erstens sehen die Leute hier aus wie Europäer und zweitens sei das Deutschniveau unserer Schüler sehr viel höher als das an ihrer Schule. Letzteres hängt vor allem mit der starken deutschen Tradition hier zusammen, Ersteres zum Teil auch. Läuft man hier an einem beliebigen Tag durch die Stadt kommt man sich eigentlich kaum als Ausländer oder Fremder vor. Klar, es gibt mehr dunkelhäutige Menschen als jetzt beispielsweise in Mügeln, aber alles in allem fällt hier keiner groß aus der Rolle, der einen helleren Hautton besitzt oder gar blondes/rotes/braunes Haar – was natürlich an den großen europäischstämmigen Einwanderergemeinden sowie der fast völligen Ausrottung der Indios durch argentinische Pioniere liegt. Anders, so Hannah, sei es in Santiago, wo es einfach niemanden

Man beachte die beachtliche Modelleistung des Pferdes. So anmutig, so elegant....

Man beachte die beachtliche Modelleistung des Pferdes. So anmutig, so elegant....

gibt, der natürlich blonde Haare hat. Es ist hier in Bariloche eben doch sehr europäisch.

Nachdem Hannah uns dann am Dienstagvormittag verlassen hatte, verabredeten Lotte und ich uns mit unserer neuen Praktikantin Lene beim Mexikaner um die Ecke fürs gemeinsame Mittagessen. Als Lene reichlich verspätet erschien, hatte sie einen Gast mitgebracht – Theresa ist grade auf Weltreise und hatte furchtbar Hunger. So sehr, dass Lene sie von der Straße weg adoptiert hat und bei sich zu Hause für eine Woche aufnahm. Ja, so läuft das hier: Kaum geht wer, kommt schon direkt der/die Nächste angetanzt.

Unser Straßenfund Theresa

Unser Straßenfund Theresa

Die Woche verlief so, wie die Schule eben läuft: Hallo Kinder, bitte nicht so laut, bitte nicht so schnell, ich kann doch kaum Spanisch, huch, ist denn schon Mittwoch, oweia und so fort. Am Donnerstag war der Dia del estudiante für die secundaria, auf den ich so Begleitperson mitgefahren bin, aber dazu später mehr.

Der Riesenvorteil war natürlich, dass wir am drauffolgenden Wochenende ganz problemlos ein Auto mieten konnten (kostet zu viert einfach weniger als zu zweit oder zu dritt). Netterweise bekamen wir statt des reservierten Gol(f) für denselben Preis einen Renault Clio angedreht. Bevor ich auf dem Zwischenseminar lauter Fragen zu „Hä? Wie hast du das denn gemacht?“ beantworten muss, folgt hier die Erklärung:

  • Große Autovermietungen sind oft an firmeninterne Satzungen gebunden, kleinere nicht.
  • Ich habe genau zwei Anläufe gebraucht, um meinen Wunschladen zu finden: Vernünftiges Angebot, vernünftige und transparente
    Unser kleiner Clio mitten in der Wildnis.

    Unser kleiner Clio mitten in der Wildnis.

    Preise und einen Besitzer, den es nicht interessiert, dass ich weder 21 bin noch einen internationalen Führerschein besitze… „Quería alquilar un auto pero por ahí tengo un problema…“ – „Ah?“ – „No tengo 21 anos y tampoco tengo licencia internacional“ – „Cheeeee, tranquiiiilooo, noo hay problemaaa…“

  • Gemietet habe ich einen Gol (Dreitürer, aus dem dann nachher mysteriöserweise der Clio wurde) mit 300km für einen Tag (Samstag 9 Uhr morgens bis Sonntag halb 11 morgens) für insg. 180$
  • Plus Tankfüllung macht das dann für jeden 12€. Kann man machen, würd ich sagen.
Ohne Witz: Dieser See heißt Steffen. Hallo Steffen!

Ohne Witz: Dieser See heißt Steffen. Hallo Steffen!

Mit besagtem Auto sind wir dann also zu viert nach El Bolsón gefahren, ein kleines Kaff mitten im Nichts, das vor allem für seinen Hippiemarkt berühmt ist. Klar, dass ich mich dort wohlfühle. Außerdem hab ich dort derbst geniales Mate-Eis gegessen. Mate-Eis hat einen ungefähr doppelt so hohen Ungewöhnlichkeits- bzw. Ekelfaktor wie Lakritzeis. Nichtsdestotrotz ein Traum!

Der Vorteil eines eigenen Autos ist vor allem die Flexibilität: So war es uns möglich, einfach unterwegs mal so zu Lago Steffen abzubiegen und die grandiose Aussicht in Augenschein zu nehmen.

Nachdem wir uns also auf dem feria hippie gut eingedeckt hatten, fuhren wir kurzerhand noch zum 20km entfernten Lago Puelo. Im Sommer ist die Gegend dort bestimmt ein Paradies, jetzt war es noch ein wenig kalt. Was solls. Schön wars trotzdem!

Lene probiert modische Hüte auf dem Hippiemarkt El Bolsóns aus.

Lene probiert modische Hüte auf dem Hippiemarkt El Bolsóns aus.

Besonderen Wert erhielt der ganze Exkurs aber eigentlich erst dadurch, dass wir rein zufällig an einem Reitwettbewerb Halt machten. Die dabei entstandenen Fotos will ich natürlich nicht vorenthalten, sind aber aus platztechnischen Gründen am Ende des Artikels zu finden.

Nach dem Wochenende begann also eine neue Woche, ich war viel in der Schule, habe vielen Kindern Englisch beigebracht, Poster be- und aufgeklebt, Wände dekoriert und mich allgemein wie so ein Freiwilliger eben verhalten. Am Donnerstag war dann dia del estudiante Teil Zwei: Die primaria.

Oh, was ist DAS denn da unten?

Oh, was ist DAS denn da unten?

dia del estudiante bedeutet etwa „Schülertag“ und ist einfach ein Wandertag. Gewandert wird nach Stufe getrennt: Die secundaria, also alles ab siebte Klasse aufwärts, war letzten Donnerstag im Grünen gewesen, die primaria eben diese Woche. Es wird viel gespielt, getanzt, gerannt und so. Das ist auch gut und wichtig so, denn innerhalb der Stadt selber gibt es leider nur wenig Grün und im Schulalltag kommt Bewegung und Natur leider viel zu kurz. Ich fuhr diesmal ausschließlich zum Fotografieren mit, da ich mir langsam einen Ruf als Schulfotograf erworben habe 🙂

Die Auswirkungen dieser meiner neuen Aufgabe seht ihr also jetzt hier.

Generell hatten sich die Sportlehrer um das Programm gekümmert, sodass eben massenweise Bewegung auf dem Plan stand: Die Schüler wurden klassen- und stufenübergreifend in Teams aufgeteilt, die (wir sind ja nicht umsonst an einer deutschen Schule) Hamburg, Berlin, Köln und München hießen. Die Teams versuchten nun in verschiedenen Kategorien (Staffellauf, Volleyball, Tanzchoreografien, Fußball etc) mehr Punkte als die anderen einzuheimsen. War definitiv ne coole Angelegenheit, das Ganze.

Wo Argentinier sind, darf natürlich die parilla (der Grill) nicht fehlen.

Wo Argentinier sind, darf natürlich die parilla (der Grill) nicht fehlen.

Den restlichen Donnerstag hab ich dann gebraucht, um meinen liegengebliebenen Papierkram aufzuholen: kulturweit-Formalitäten, Sprachkurskostenerstattung, Visumsverlängerungsmodalitäten erfragen und so weiter und so fort. Am Freitag gabs großen Hausputz und gestern am Samstag Pizza und Bier mit der Band hier bei mir in der viel zu vollen Bude.

Das mal eben so ganz knapp 🙂

Bevor sich jetzt jemand fragt, warum denn der Titel dieses Eintrags so aus der Reihe fällt: Das tut er gar nicht, sondern ist wie fast alle anderen eine Anspielung auf ein Lied, das ich gerne höre – in diesem Fall von den Sportis.

Da läuft er wieder weg.

Da läuft er wieder weg.

Die Kiste da oben ist nicht reinkopiert, sondern der Ball dieser merkwürdigen Volleyballabwandlung.

Die Kiste da oben ist nicht reinkopiert, sondern der Ball dieser merkwürdigen Volleyballabwandlung.

Ein anständiger Staffellauf darf natürlich nicht fehlen.

Ein anständiger Staffellauf darf natürlich nicht fehlen.

Das Tier steckt eben doch im Manne.

Das Tier steckt eben doch im Manne.

... uuund manchmal nicht nur dort. Foto (c) Lotte

... uuund manchmal nicht nur dort. Foto (c) Lotte

Ich hab mich die ganze Zeit schon gefragt, wo denn die Cheerleader bleiben.

Ich hab mich die ganze Zeit schon gefragt, wo denn die Cheerleader bleiben.

Kennt einer noch diese Suchbilder aus Kinderbüchern? Wo einfach so viel drauf ist, dass man stundelang dort Dinge entdecken kann?

Kennt einer noch diese Suchbilder aus Kinderbüchern? Wo einfach so viel drauf ist, dass man stundelang dort Dinge entdecken kann?

Jetzt wird sich erstmal kräftig gefreut.

Jetzt wird sich erstmal kräftig gefreut.

Zeitgleich, in der Schule…

Quinto Año (also die zwölfte und damit die Abschlussklasse) feiert...

Quinto Año (also die zwölfte und damit die Abschlussklasse) feiert...

... ziemlich geräuschvoll und lautstark seinen Ausstand.

... ziemlich geräuschvoll und lautstark seinen Ausstand.

Kollateralschäden bleiben dabei nicht aus.

Kollateralschäden bleiben dabei nicht aus.

Auch an mir ist quinto nicht spurlos vorbeigegangen. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Auch an mir ist quinto nicht spurlos vorbeigegangen. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Tomando el mate - das gehört sich einfach so.

Tomando el mate - das gehört sich einfach so.

Mein Spezialgebiet: Kinder auf dem Arm halten. Kann man übrigens in Buxtehude studieren.

Mein Spezialgebiet: Kinder auf dem Arm halten. Kann man übrigens in Buxtehude studieren.

Ein Teil meines Fanclubs ;)

Ein Teil meines Fanclubs 😉

Cori ist augenscheinlich eine Deutschlehrerin mit unverkennbarem Hang zur Coolness.

Cori ist augenscheinlich eine Deutschlehrerin mit unverkennbarem Hang zur Coolness.

Nacho (in der Mitte) ist ganz klar erkennbar einer der coolsten Argentinier überhaupt

Nacho (in der Mitte) ist ganz klar erkennbar einer der coolsten Argentinier überhaupt

Bäume sind Freunde und sowieso viel besser als Unterricht

Bäume sind Freunde und sowieso viel besser als Unterricht

Und das gute Stück nochmal genau da, wo wir besser nicht geparkt hätten: Am Hang.

Und das gute Stück nochmal genau da, wo wir besser nicht geparkt hätten: Am Hang.

Bariloche a noche

Bariloche a noche

Der Anblick war dann doch recht bilderbuchig.

Der Anblick war dann doch recht bilderbuchig.

Der vom Aussterben bedrohte patagonisch-andinische Eiergeier.

Der vom Aussterben bedrohte patagonisch-andinische Eiergeier.

Ich guck so doof, weils dahinten was umsonst gibt, ok?

Ich guck so doof, weils dahinten was umsonst gibt, ok?

Soy Timon, conquistador de las piedras!

Soy Timon, conquistador de las piedras!

So sieht Argentinien in meinem Reiseführer immer aus!

So sieht Argentinien in meinem Reiseführer immer aus!

Am mittleren Balken wird ein winzigkleiner Ring befestigt...

Am mittleren Balken wird ein winzigkleiner Ring befestigt...

... den es im gestreckten Galopp ...

... denn es im gestreckten Galopp ...

... den es wie hier mit einem Zahnstocher zu treffen gilt.

... wie hier mit einem Zahnstocher zu treffen gilt.

Bitburger wird auch in Argentinien getrunken.

Bitburger wird auch in Argentinien getrunken.

Hauptsache, der Hut sitzt.

Hauptsache, der Hut sitzt.

Wären unsere Volks- und Schützenfeste auch so cool, ich wär definitiv dabei.

Wären unsere Volks- und Schützenfeste auch so cool, ich wär definitiv dabei.

Unser Häusle (also ja, Calle Piedras 666)...

Unser Häusle (also ja, Calle Piedras 666)...

... und auf der rechten Seite unten wohne ich, oben gehts zu Lotte hin.

... und auf der rechten Seite unten wohne ich, oben gehts zu Lotte hin.

Ich bin ja sehr für mehr Offenheit und Ehrlichkeit in der Gesellschaft, aber sich dann selbst derart entwaffnend als nur "fast cool" darzustellen... dazu gehört dann doch ein wenig Mut. So gesehen in der Postfiliale.

Ich bin ja sehr für mehr Offenheit und Ehrlichkeit in der Gesellschaft, aber sich dann selbst derart entwaffnend als nur "fast cool" darzustellen... dazu gehört dann doch ein wenig Mut. So gesehen in der Postfiliale.





Total blogwürdig

30 10 2009

… ist es zwar nicht, aber schließlich will ich euch auch auf dem Laufenden halten, was meine nebenschulischen Tätigkeiten angeht. Hannes, der kleine Bruder vom verstorbenen Erwin, hat mir mein erstes eigenes richtiges Sauerteigbrot beschert. War gar nicht so einfach, denn das Backen mit Sauerteig stellt sich als etwas schwieriger heraus als das mit Hefe. Ich finde dennoch, dass sich das Ergebnis für einen ersten Versuch sehen lassen kann. Leider war ich ein wenig großzügig mit der Zugabe von Sauerteig, sodass das Brot an sich jetzt wirklich sehr kräftich geworden ist. Naja, macht nichts, ich hab ja noch ne ganze Weile hier in Argentinien vor mir, um Ketex‚ Rezepte durchzuprobieren und zu perfektionieren. Wenn Hannah mir nächste Woche ein oder zwei leckere Köstritzer mitbringt (weil hier nicht geben tut), gibt es als nächstes das Schwarzbierbrot.

Die dunkle Farbe ist nicht etwa durch die Zugabe von Schoki entstanden ...

Die dunkle Farbe ist nicht etwa durch die Zugabe von Schoki entstanden ...

... sondern durch die fast ausschließliche Verwendung von VK-Roggenmehl.

... sondern durch die fast ausschließliche Verwendung von VK-Roggenmehl.

Und damit jetzt hier keiner denkt, ich würde meine Tage ausschließlich mit dem Backen von Brot verbringen: Ich muss gleich unbedingt noch einmal Hausputz machen, denn hier sieht es wieder aus wie Sau (weil ich soviel mit Backen beschäftigt war :D). Abgesehen davon sammeln Lotte und ich unsere ersten Erfahrungen darin, was es bedeutet vor einer Klasse zu stehen. Manche Klassen sind trotz ihrer Größe sehr angenehm und man kann dann problemlos mit den Kindern arbeiten, andere Klassen sind halb so groß und doch hat man das Gefühl, jeder zweite sei ein Rabauke. So lernen wir beständig dazu. Auch hat unser Sprachkurs angefangen, sodass wir langsam aber sicher auch erklären können, was wir grade auf Deutsch von uns gegeben haben. Das Geilste überhaupt ist nämlich diese merkwürdig Kopfnick-Dynamik, die in zumindest im Deutschunterricht zu herrschen scheint:

„… also zuerst werden wir diese Geschichte hier lesen, jeder liest dabei einen Satz. Dann basteln wir noch etwas und wenn dann noch Zeit ist, spielen wir ein Spiel. Habt ihr das alles verstanden?“

Allgemeines Kopfnicken zeigt Bestätigung an.

Auf einmal brüllt einer derjenigen, die sehr gut Deutsch können, die komplette Übersetzung dessen, was ich grade erzählt habe, in einem atemberaubenden Tempo durch den Klassenraum und als er bei „… vamos a jugar!“ ankommt, erhellen sich die Mienen und Jubelrufe brechen aus. Manchmal frag ich mich ja schon, ob das Absicht ist 😀

In other news: Die Regenzeit hat (scheinbar) aufgehört! Seit unserem Aufbruch nach Chile vor 8 acht Tagen hat es unaufhörlich „Elefanten geregnet“, wie der lokale Euphemismus ist. Mir hat das nicht sooo arg viel ausgemacht, ich habs viel den Pflanzen nachgetan und mich dran gefreut. Dass heute morgen dann doch mal wieder die Sonne schien, war aber auch schön. Die Temperaturen für die nächsten Tage bewegen sich zwar immer noch in äußerst überschaubaren Grenzen, aber was solls. Hauptsache, ich kann meine Sonnenbrille wieder auspacken 😀

So. Am Sonntag findet das Jubiläum zu 10 Jahren gotitas de esfuerzo statt, also der KiTa-Einrichtung im Armenviertel. Dort werden wir natürlich erscheinen und möglichst eine Spende hinterlassen. Nächstes Wochenende dann kommt Hannah, wir gehen zusammen aufs Hosen-Konzert (wobei mir einfällt, dass ich mir noch dringend sowas wie ne Best-Of besorgen muss, damit ich auch standesgemäß mitgrölen kann) und dann am Sonntag wieder mal reiten (wenn alles nach Plan läuft).





In Gedenken an Erwin

20 10 2009

Erwin, der allseits beliebte Kuschelsauerteig aus heimischer Haltung ist leider einer heimtückischen Tropenkrankheit auf der doch etwas zu heiß eingestellten Heizung zum Opfer gefallen. Seine erste und letzte große Tat soll damit das Roggenvollkornbrot bleiben, dass er sehr schmackhaft versäuert hat.

Ich habe übrigens rausgefunden, wie sich das mit dem Brot hierzulande so verhält: Es gibt einfach keinen Sauerteig hier. Alles wird mit Hefe gebacken, was (wie schon erläutert) dazu führt, dass es hier zwar nachgerade schlaraffige Teilchen zu kaufen gibt, die Brotvielfalt sich jedoch arg in Grenzen hält. Ich werde also meine Sauerteigversuche mit Hannes, Erwins kleinem Bruder, fortführen. Hannes entsteht dann aus einer Trockensicherung des Sauerteigs, die ich klugerweise vor ein paar Tagen gemacht habe. Mal sehen, wie das so wird.

In anderen Neuigkeiten: Am Donnerstag fahren wir wie geplant zum Rockbandwettbewerb deutscher Schulen nach Osorno in Chile. Nachdem gestern um 18.40 Uhr zum ersten Mal die gesamte Band zusammen geprobt hat und wir heute erneut vollzählig versammelt waren kann ich behaupten, dass es zumindest keine volle Blamage werden und es voraussichtlich unglaublich viel Spaß machen wird. Ich melde mich dann wieder aus Rockland Chile 😉





Of Dust And Nations

4 10 2009

Weißte Bescheid. Kommt aber erst später im Text dran.

Weißte Bescheid. Kommt aber erst später im Text dran.

Heute ist einer dieser Tage zum Im-Bett-bleiben. Zum ersten Mal, seit wir hier sind, regnet es. Man kann das ganze positiv betrachten – immerhin ist es nicht mehr so kalt, dass es schneit – ich allerdings habe nach stundenlangem Dauerregen die Nase voll, aber das hat auch noch andere Gründe:

Grasgeflüster

Grasgeflüster

Heute morgen nach dem Aufstehen (ganz der Hausmann, der ich bin) hab ich erstmal von Hand Wäsche gewaschen. Und zwar im Bidet. Zu irgendwas muss das doch gut sein. Erstes Malheur an diesem Tage war dann übrigens das Wasser ins Becken zu lassen. Den Abfluss hatte ich schön sorgfältig mit einem kleinen Döschen Lip Balm (Werbegeschenk von meiner Fluggesellschaft) verstopft und musste nun noch herausfinden, wie man Wasser in dieses Bidet bekam. Es gab einen Hahn für Kalt und einen für Warum (deren Anschlüsse übrigens vertauscht sind…) und einen in der Mitte. Ich drehte also mal auf Verdacht beide Wasserhähne ein wenig auf, was zur Folge hatte, dass mir eine nasskalte Fontäne ins Gesicht explodierte. Wer sein Hinterteil freiwillig solchem Druck aussetzt, frisst wahrscheinlich auch kleine Kinder. Jedenfalls schaffte ich es mithilfe des dritten Hahns in der Mitte das Wasser in geregeltere Bahnen zu lenken, sodass es jetzt wie bei manchen Klos vom Rand herabfloss. Bemüht nicht daran zu denken, was wohl andere Leute denken könnten, wenn sie mich so sähen: wusch ich dann also meine stinkigen Socken und die weißen T-Shirts, die ich nicht zu den bunten Sachen in die Maschine bei Lotte dazugeben wollte.

Man könnt meinen, man wär in Neuseeland.

Man könnt meinen, man wär in Neuseeland.

Mit meinem tollen Erfindergeist habe ich die schön saubere Wäsche dann draußen an allerhand kreativen Aufhängungen zum Trocknen gelassen. Sah aus, als hätte irgendein durchgeknallter Aktionskünstler beschlossen, dass Bäume von heute an statt Blättern Kleider tragen sollten. Dann allerdings fielen mir meine frisch gewaschenen und gut riechenden Socken in den Staub, sodass ich mich erneut über die Kloschüssel das Bidet beugte. Nachdem endlich alles aufgehängt war, fing es wie aufs Stichwort an zu nieseln. Na gut, dachte ich, trinkste erstmal nen Tee. Als der Tee dann fertig war und ich erneut rausschaute, regnete es bereits stärker, sodass ich mich gezwungen sah, meine (immer noch/schon wieder?) nassen Sachen hereinzuholen. Leider musste ich innen noch kreativer werden, was die Aufhängung der Klamotten anging und hielt es für eine gute Idee, wenigstens die Socken zwecks schnellerer Trocknung auf den Lüftungsschacht der Gasheizung zu legen…. Ja. Spätestens als ich aufgrund der unangenehmen Geruchsentwicklung mal nachschaute, was denn meine Socken so für Partys mit der Heizung feierten, stellte sich heraus, dass ich wieder mal eine meiner nicht ganz so nobelpreistauglichen Ideen gehabt hatte. Was solls. Andere Leute bezahlen für braun-schwarz gepunktete Strümpfe.

Schau mir doch endlich mal ins Auge, Baby!

Schau mir doch endlich mal ins Auge, Baby!

Nach diesem Fiasko hatte ich allerdings nicht mehr so den nötigen Elan um mich noch um viele andere Dinge zu kümmern und beschloss, heute mal komplett freizunehmen. So lief ich also im Regen zur Hotellobby, wo ich warm und trocken im Netz surfen kann und sehe hier seit Stunden dem Regen beim regnen zu. Es tut eigentlich ganz gut, zur Abwechslung mal an nichts zu denken. Ich weiß gar nicht, wann ich das zum letzten Mal getan habe. Dann und wann meldet sich mein viel zu pflichtbewusstes Gehirn mit einer dringenden Aufgabe („Schreib doch mal einen Brief an deine Familie und Freunde! Ruf doch die Band an um noch eine Probe zu organisieren!“ etc) die ich dann ganz gekonnt ignoriere. Heute ist offiziell Wäsche-Blog-und-sonst-nichts-Tag. Den Deal musste ich dann doch mit dem kleinen Mann in meinem Kopf eingehen.

Ansonsten liefere ich heute die versprochenen Pferdefotos nach (deswegen passen die Fotos heute nun wirklich überhaupt nicht zum Text) und erzähle kurz noch etwas zum Schulleben.

Durch die Täler reiten wir...

Durch die Täler reiten wir...

Ich bin nicht Deutschland. Aber bei diesem Baum könnte ich schwach werden.

Ich bin nicht Deutschland. Aber bei diesem Baum könnte ich schwach werden.

Zum einen wäre da der grade vergangene Samstag zu nennen, am dem wir den Tag der deutschen Einheit gefeiert haben als gäbe es tatsächlich etwas zu feiern… jedenfalls war es eine ganz nette Veranstaltung. Den ersten Teil, der ausserhalb der Schule stattfand, nämlich das gemeinsame Singen des Deutschlandlieds, habe ich absichtlich verpasst. Bei aller Liebe, dabei käme ich mir einfach nur ganz merkwürdig vor. Wie ich eigentlich generell ganz merkwürdig dabei vorkam, den Tag der deutschen Einheit zu feiern (und zwar ganz unabhängig davon, dass ich lieber den Geburtstag des Florian K. gefeiert hätte, der gestern wieder einmal ein Jahr älter geworden ist). Während meiner Schulzeit war es einfach ein Feiertag, an dem eventuell im Fernsehen merkwürdige Dokus und Filme liefen und denn man dann feierte, wenn er auf einen Werktag fiel. Klar ist es ein historisch bedeutsamer Tag, aber deswegen wie die Amerikaner am 4th of July in einen kollektiven Freudentaumel (inkl. Megafeuerwerk) verfallen? Mmmmh ne.

Im Sommer macht der Yeti hier Urlaub auf dem Bauernhof

Im Sommer macht der Yeti hier Urlaub auf dem Bauernhof

Der Autopilot steuert auf das nächstgelegene Pferd zu, während ich vor mich hin knipse

Der Autopilot steuert auf das nächstgelegene Pferd zu, während ich vor mich hin knipse

Ungeachtet dieser Betrachtungen beschloss ich, einfach mal mitzufeiern und guckte mir die von Schülern erstellten Exponate über die Verhüllung des Reichstags sowie die uns von der Deutschen Botschaft in Buenos Aires zugesandten Poster über die Wiedervereinigung an. Zu deren Inhalt kann ich nicht so arg viel sagen (da auf castellano), aber die Fotos waren toll. Doch die nächste Überraschung ließ nicht lange auf sich warten: Es gab Büffett! Weiß- und Rotwein sowie Cola und Wasser nebst Appetithäppchen und einer gebratenen halben Kuh am Spieß (Susana sagt, es wäre ein Schwein; Lotte glaubt, es wäre ein Lamm), die unter Zuhilfenahme eines Dönerspießes fachgerecht in die bereitgelegten Brote verteilt wurde. Mit ein bisschen mentaler Anstrengung konnte ich mir tatsächlich vorstellen es handelte sich um Lamm und wähnte mich in einer Dönerbude. Diese Gelegenheit zur heimatlichen Gefühlsduselei wollte nicht ungenutzt verstreichen und so stellte ich mich an, um meinen Döner zu erhalten. War sehr lecker.

... getrieben von der Aussicht auf kühles Bier - aber Wasser tuts auch.

... getrieben von der Aussicht auf kühles Bier - aber Wasser tuts auch.

Und so verstrich der Tag der deutschen Einheit 😉

In den vorangegangenen Werktagen habe ich v.a. Lotte nach Kräften unterstützt, was bedeutete, diejenigen Sechstklässler, die demnächst ihre Deutschprüfung auf A2-Niveau ablegen werden, auf diese Prüfung vorzubereiten. Je nach Thema, das vorbereitet werden muss, holen wir eine unterschiedliche Anzahl Schüler_innen aus dem Unterricht und teilen diese dann noch einmal zwischen uns auf. In der Unterrichtssituation habe ich dabei dann natürlich die angenehmste Position, die man überhaupt in einer Schule haben kann (es sei denn, man ist einer der beiden Enriques, aber dazu irgendwann einmal mehr): Ich bin jung und männlich und damit eine Abwechslung vom Schulalltag – die Schule hat nach meinem Wissensstand zwei männliche Lehrkräfte. Und trotz allen Engagements und aller Liebenswürdigkeit, die die wirklich guten Deutschlehrerinnen hier an den Tag legen: Mit grade eben 20 bin ich doch ein paar Jahre näher an den Schülern dran. Aufgrund dieser beiden Unterschiede bin ich per se schon einmal interessant. Dazu kommt, dass ich natürlich auch nicht derjenige bin, der Noten verteilt und mir somit die Arschloch-Rolle, jemandem eine schlechte Note geben zu müssen, erspart bleibt.

Blick ins Tal

Blick ins Tal

Zwei neugierige Ohren winden sich in Richtung Freiheit.

Zwei neugierige Ohren winden sich in Richtung Freiheit.

Man könnt meinen, man wär in Neuseeland.

Man könnt meinen, man wär in Neuseeland.

Dennoch war die erste Stunde eher ernüchternd: Ich blickte in eine Runde aus skeptisch dreinschauenden Kindsköpfen und musste manche Fragen fünfmal wiederholen, bis sich jemand vorsichtig zu melden begann… und das lag nicht an Verständnisproblemen. Klar, ich bin auch irgendwo eine große Unbekannte und man muss sich dann doch ein wenig beschnuppern. Die Stunde war dann doch ganz erfolgreich, ich bildete (soweit es ging) mit den Schülern zusammen Beispielsätze, die sie dann abschrieben und erklärte noch einmal die umgekehrte Satzstellung bei Hauptsatz-Nebensatz-Konstruktionen… und das aus dem Kopf!

Grade eben war die Pfütze noch da?!

Grade eben war die Pfütze noch da?!

Die nächste Stunde (mit anderen Schülern) war dann wirklich richtig schön: Es begann zwar sehr schleppend und ich musste bei den ersten Fragen, die ich stellte („Hast du ein Hobby? Machst du Sport? Was machst du, wenn es regnet?“ etc) immer jemanden „zwingen“ zu antworten. Allerdings setzte ich meine Geheimwaffe ein: Lob.

Mal Ernst beiseite: es gibt nichts besseres, um diese Kids zu motivieren. Ich bin mir nicht genau sicher, woran das liegt, aber Fakt ist doch: Mit dem Wissensstand eines Sechstklässlers freie Sätze zu bilden und diese dann vor Mitschülern und einem original Deutschen zum besten zu geben – da wäre ich auch eingeschüchtert.

Eine etwas kahlere Stelle der Steppe.

Eine etwas kahlere Stelle der Steppe.

Also bekam jeder, der etwas sagte, von mir zunächst ein „Sehr gut“, gefolgt von einem breiten Grinsen und einer eventuellen Hilfestellung bei Fehlern. Die Leute, die von vornherein richtige Sätze bildeten, wurden zudem noch mit einem „Bäm! Genau so geht’s!“, „Perfekt!“ oder ähnlichem bedacht. Schon bald zeigte sich, dass die Methode sich gelohnt hatte: Die ersten Kinder begannen sich freiwillig auf meine Fragen hin zu melden bis am Ende der Stunde sich fast darum geprügelt wurde, wer denn etwas sagen durfte 😀

Muh?

Muh?

Unsere Gaucha, deren Sohn ich im Unterricht habe.

Unsere Gaucha, deren Sohn ich im Unterricht habe.

Ein Erfolgserlebnis also für mich genauso wie für die Kids: Schließlich hatte ich ein Klima geschaffen, in wir alle Spaß hatten und trotzdem lernen konnten. Die Bestätigung dafür bekam ich gleich zweimal: Erstens, als ich, um für Ruhe zu sorgen, die an die Tafel geschriebenen Sätze abschreiben ließ und während der dann tatsächlich entstandenen Stille ein Schüler erzählte, ich sei sein Lieblingslehrer. Etwas überraschend, aber nichtsdestotrotz musste ich wohl irgendetwas richtig gemacht haben 😉

Des weiteren begab sich kurz vor Ende eine denkwürdige Situation: Ein Junge wollte mir verklickern, dass er in seiner Freizeit Tae Kwon Do betreibt. Das habe ich auch nach vielen Wiederholungen nicht verstanden, da es hierzulande ganz anders betont wird als in Deutschland. Um mir zu verdeutlichen, was er meint, erzählte er mir dann auf recht rapidem Spanisch etwas, dass ich noch weniger verstand. Ich muss wohl ziemlich hilflos ausgesehen haben, denn auf einmal rannte ein anderer kleiner Junge auf mich zu, deutete auf meinen Gürtel und rief: „Cinturón!“ Da machte es „Klick“ und ich wusste, worüber wir redeten. Ich schrieb also „el cinturón = der Gürtel“ an die Tafel und erfuhr auf diese Weise, dass der Junge für den roten Gürtel übt.

Bariloche von gegenüber

Bariloche von gegenüber

Meine Unwissenheit löste natürlich einiges Gekichere aus, das ich eine Zeit lang mitmachte (war aber auch ne knuffige Situation gewesen) und dann mutierte ich wieder zum Lehrer, indem ich sagte: „Schreibt euch das mit dem Gürtel ab!“ So lernen wir also voneinander. Ich jedenfalls werde jetzt noch mit 120 Jahren wissen, was Gürtel auf Spanisch heißt.

Eine andere süße Begebenheit fand statt, als ich gefragt wurde: „Du und Charlotte… sie ist dein Schwester?“  Ich verneinte natürlich breit grinsend und wartete die nächste Frage ab: „Aaaah, dann sie ist dein …“ (an dieser Stelle macht der Fragesteller mit den Händen ein kleines Herz). Wieder einmal muss ich grinsen und beschließe, dem Gerücht hier und jetzt ein Ende zu setzen. Dazu male ich eine behelfsmäßige Deutschlandkarte an die Tafel und zeichne die beiden Punkte Leverkusen und Celle soweit

voneinander entfernt ein, wie mein geographisches Gewissen es tolerieren kann. Außerdem erzähle ich, dass ich Lotte vor dem Vorbereitungsseminar überhaupt nicht kannte. Besonders überzeugt wirken die Kinder nicht, weshalb ich zu drastischeren Maßnahmen greife: „… aber wenn du willst, dann kann ich dir eventuell ein Date mit ihr arrangieren…?“

Daraufhin bricht lautes Kindergelächter begleitet von „Felipe ist verliebt“-Schreien aus und ich stehe im selbstausgelösten Chaos und frage mich, ob ich „Verliebt sein“ auch mal so derart urkomisch fand 🙂

Da hilft auch keine Enthaarungskur mehr. Armes Pferd!

Da hilft auch keine Enthaarungskur mehr. Armes Pferd!





Ich bin entweder auf Drogen

25 09 2009

… oder es schneit tatsächlich grade. Waaah! Es ist Frühling, verdammt noch mal!

Aber irgendwie ist es auch lustig 😀

Zum Glück sitz ich grad in der warmen Hotellobby um den Unterricht für nächste Woche vorzubereiten. Wer auch immer gesagt hat, Lehrer hätten vormittags Schule und nachmittags frei, der gehört erschossen gevierteilt ins Gefängnis umerzogen.

Es schneit noch immer. Und zwar richtig dicke Flocken. Wenn es sich ergibt, bau ich nachher mal mit Lotte und Anja einen Schneemann…





L’era in fiore

24 09 2009

blueten

Aufgrund des Umfangs dieses Eintrags verwende ich heute das erste Mal eine schöne tolle Gliederung:

  1. Letztes Wochenende in El Bolsón
  2. Der Ausritt am Montag
  3. Bariloche
  4. Schüler und Schule

Es gibt viel zu erzählen, ran an den Speck

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Me llaman calle

17 09 2009

[youtube 76kQSQtv3rA]

Den Titel hab ich übrigens nur gewählt, um die Leute, die Spanisch (ehpañol) sprechen, zum Grinsen zu bringen. Hier wird das nämlich anders ausgesprochen, und zwar konsequent. Außerdem mag ich Manu Chao.

Es gibt viel Neues und dabei doch so wenig.

Ich weiß nicht genau ob man sich das so fern ab des Geschehens hier so plastisch im Kopfe vorstellen kann, aber ich sitze grade bei Lotte (weil ich hier im Warmen und mittlerweilen auch Hellen surfen kann) und kriege eine ausgewachsene Schreibblockade beim Versuch, die Tage seit dem letzten Blogeintrag zu rekapitulieren.

Wasserfall

Wasserfall

Dazu etwas zur momentanen Allgemeinsituation: Die Heizung funktioniert wieder und da ich aus Fehlern klug geworden bin, lass ich sie jetzt 24/7 auf voller Leistung laufen. Leider ändert das wenig daran, dass ich mich morgens beim Aufstehen fühle wie beim Zelten im Polareis – das Haus ist nämlich äußerst empfänglich für kalten Wind, der durch sämtliche Ritzen kriecht. Also besteht meine erste Aktion morgens darin, mich nicht so anzustellen (was mir meistens aufgrund des mollig warmen Betts und des bitterkalten Hauses nicht recht gelingt) und dann runter in die Küche zu gehen, Lese den Rest dieses Eintrags »








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