2. 12. – Die Bedeutung des griechischen Weihnachtens

Wenn ich mich in diesem Adventskalender außschließlich auf griechische Weihnachtstraditionen beschränken müsste, dann würden meine Beiträge vielleicht für eine Woche reichen. Denn in Griechenland und der griechisch-orthodoxen Kirche spielt Weihnachten im Gegensatz zu Ostern keine große Rolle.

Natürlich wird auch hier an die Geburt des Gottessohnes gedacht. Aber im Vergleich zu katholisch/evangelisch geprägten Ländern wie Deutschland, Frankreich oder Italien wird in der orthodoxen Kirche Weihnachten sehr viel weniger gefeiert.
So gibt es keine Adventszeit, mit der das Warten auf die Ankunft Jesu Christi zelebriert wird. Stattdessen gibt es bei streng gläubigen orthodoxen Christen eine 40tägige Fastenzeit, die auch den Heiligen Abend mit einschließt. Sie beginnt am 15. Novemver und wird am 25.12. mit einem gemeinsamen Essen gebrochen. An diesem Tag wird dann das Weihnachtsfest gemeinsam mit Freunden und Familie gefeiert. Die Geschenke für die Kindern werden erst an Silvester vom Heiligen Basilius überreicht.
Die Weihnachtsdekoration, die hier in Athen so zahlreich aufgehängt wird, hat auch nur wenig mit eigener Tradition zu tun, sondern ist erst in den letzten Jahren in Mode gekommen.

Dennoch gibt es einige sehr schöne Bräuche, die ich in den nächsten Wochen vorstellen möchte. Und ich werde auch versuchen, Teile von deutschen Weihnachtstraditionen und -assoziationen in Griechenland wiederzufinden. Den Weihnachtsbaum am Syntagma zum Beispiel. Dessen Vorgänger kam nämlich erst mit dem bayrischen König Otto I. nach Griechenland.

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