Woche 19 – Posao, posao, posao

Work, work, work…

zanimanje – Beruf

učenik [utschenik] – Schüler

student – Student

profesor – Lehrer

novinar – Journalist

političar [polititschar] – Politiker

kriminalac – Krimineller

policajac – Polizist

odvjetnik – Anwalt

sudac – Richter

vatrogasac – Feuerwehrmann

liječnik [lijetschnik] – Arzt

inženjer [intschenier] – Ingenieur

automechaničar [automechanitscher] – Automechaniker

vodoinstalater – Klempner

kuhar – Koch

konobar – Kellner

pekar – Bäcker

ribar – Fischer

mesar – Metzger

seljak – Bauer

prodavač [prodawatsch] – Verkäufer

menadžer [menatscher] – Manager

radnik/tajnik – Arbeiter

cistačice [sistatschize] – Putzfrau

frizer – Friseur

vosač [wosatsch] – Fahrer

pilot – Pilot

stujard – Steward

svečenik [swetschenik] – Priester

pjesnik – Dichter

glumac – Schauspieler

plesač [plesatsch] – Tänzer

pjevač [pijewatsch] – Sänger

glazbenik – Musiker

slikar – Maler

sportaš [sportatsch] – Sportler

vojnik – Soldat

astronaut – Astronaut

Woche 17 – Slana hrana

Zeit für ein Grundbedürfnis: Essen! Beginnen wir mit den deftigen „sastojici“ (Zutaten)…

hranu – Lebensmittel

meso – Fleisch

kobasica – Wurst

sunka – Schinken

ribu – Fisch

morski plodovi – Meeresfrüchte

sir – Käse

maslac – Butter

(kiselo) vrhnje – (saure) Sahne

kruh – Brot

tjestenina – Nudeln

riža [rischa] – Reis

ulje – Öl

ocat – Essig

brašno [braschno] – Mehl

šećer [schetcher] – Zucker

začin [satschin] – Gewürz

sol – Salz

papar – Pfeffer

cimet – Zimt

orah – Walnuss

lješnjak [lietschniak] – Haselnuss

kikeriki – Erdnuss

đunbir [tschunbir] – Ingwer

 

jelo – Gericht

juha – Suppe

umak – Soße

 

doručak [dorutschak] –  Frühstück

ružak [rutschak] – Mittagessen

većera [wetschera] – Abendessen

Tag 115 – Rederei

Wie lange ich diesen Titel schon verwenden wollte! Aber das Warten hat sich gelohnt, denn heute passt er sogar im doppelten Sinne:

Erstens, weil ich heute Vormittag meine mündliche Kroatisch-Prüfung hatte! Und das heißt: Check! Insgesamt 99 Punkte von 100 möglichen – ihr dürft mich jetzt offiziell mit Kroatisch-Sprecherin A1 anreden (aber am besten langsam, deutlich und mit englischen Untertiteln 😉 ).

Und zweitens, weil der Nachmittag ganz einer Juroren-Schulung für den Wettbewerb „Jugend debattiert“ gewidmet war. Nach ein bisschen Theorie zum Warmwerden ging es dabei schnell an’s Eingemachte: „Sollten Privilegien für Geimpfte (präventiv) verboten werden?“ lautete die Frage unserer Probedebatte. Und top-motiviert wie ich war, meldete ich mich freiwillig als Tribut. Natürlich habe ich die Contra-Position zugewießen bekommen – also genau die Meinung, die meiner persönlichen Überzeugung entgegenläuft. Aber irgendwie ist das ja auch der Sinn einer Debatte, sich mit der anderen Position auseinanderzusetzen. Spaß gemacht hat es auf jeden Fall. Nicht zuletzt auch deshalb, weil man so mit anderen Lehrer*innen und Schüler*innen aus verschiedenen Ländern ins Gespräch kam.

Aber jetzt genug der Worte. Sport, Hunger, Schlafen!

Tag 113 – Seepferdchen

Es ist soweit: Heute ist der Tag meiner Kroatisch-Prüfung. Also der schriftlichen. Und wie es  so ist mit Prüfungen – ich hätte mehr lernen sollen. Gestern habe ich mir noch einmal die Zusammenfassung angeschaut, die Sandra (unsere wundervolle Kroatischlehrerin) extra für uns aufgenommen hat. In der Nacht lagen meine Aufschriebe unter meinem Kissen und heute Morgen neben dem Teller am Frühstückstisch. Ob das reicht? Wir werden sehen. Zumindest lief es eigentlich ganz gut.

Am Donnerstag kommt dann Teil zwei der Misere – die mündliche Prüfung. Und vor der habe ich mit Abstand am meisten Respekt. In dem Sinne: Volle Kraft voraus!

Woche 15 – Wind und Vjetar

Auch wenn ich zur Zeit viel im Home Office festsitze, wenigstens mein Blick wandert – wenn auch nur zum Fenster. Und was ich da sehe? Das alles – und noch viel mehr:

vrijeme – Wetter (und Zeit btw 😉 )

sunce – Sonne

oblak – Wolke

kiša [kischa] – Regen

vjetar – Wind (hihi witzig)

oluja – Sturm

munja – Blitz

grmljavina – Donner

snijeg – Schnee

tuča [tutscha] – Hagel

magla – Nebel

mjesec – Mond (und Monat btw 2.0 😉 )

zvijezda – Stern

post

Tag 106 – Untergehen

Es gibt Tage, da passiert nichts und dann gibt es Tage, da passiert alles auf einmal. Heute war so ein alles-auf-einmal-Tag: Seminar (immerhin: heute bin ich 15 Minuten vorher aufgewacht) bis um 12 Uhr, in der Mittagspause Sprachkurs, dann wieder Seminar und gleich muss ich weiter für den Sprachkurs lernen. Jetzt mag der ein oder andere vielleicht meinen: Aha, das sind doch nur zwei Dinge, die sich einfach abwechseln. Aber glaubt mir, zwei Dinge reichen vollkommen aus, wenn sie einen von 9 bis 18 Uhr auf Trapp halten. Oder zumindest an den Bildschirm fesseln.

Beginnen wir also mit dem Seminar. Was mir von heute im Gedächtnis bleibt, ist vor allem ein Zitat:

„A ship is always safe at the shore – but that’s not what it is built for.“ – A. Einstein

Natürlich ging es dabei um die eigene Komfortzone. Aber ich fand es einfach passend. Keinerlei Hintergedanken. Ansonsten haben wir viel geredet. Und da ich nicht einfach nur zuhören kann, sondern meine Hände gerne beschäftigt halte, habe ich endlich meinen Fotokalender fertiggemacht. Wirklich alles daran ist selbtgemacht – wenn auch nicht aus Liebe zum Detail, sondern schlichtweg aus dem Grund, dass es in ganz Kroatien scheinbar keine Fotokalender zum „Selbstbefüllen“ zu kaufen gibt.

Im Sprachkurs hatten wir unsere letzte reguläre Stunde vor den Prüfungen nächste Woche. Und die haben wir nochmal genutzt, um den Instrumental kennenzulernen. Jetzt weiß ich, dass ich mit Leonom, Isabellom und Annom-Kathrinom zur Schule gegangen bin. Zumindest das werde ich wohl so schnell nicht wieder vergessen. Und für die Monate habe ich jetzt ja auch etwas, um sie mir besser einzuprägen. In dem Sinne: Back to work…

Woche 14 – Kako vrijeme leti

Wie die Zeit vergeht! Über drei Monate bin ich schon in Kroatien – Zeit also, endlich deren Namen zu lernen. Aber gerade die fallen im Kroatischen ein wenig aus der Reihe:

siječanj [sijetschani] – Januar

veljača [veljatscha] – Februar

ožujak [otschujak] – März

travanj – April

svibanj – Mai –

lapanj – Juni

srpanj – Juli

kolovoz – August

rujan – September

listopad – Oktober

studeni – November

prosinac -Dezember

Die meisten davon haben sogar eine Bedeutung:

Quelle: https://www.kroatischlernen.eu/blog/kroatische-monatsnamen

Aber wem das dann doch zu kompliziert ist – man kann die Monate auch einfach durchnummerieren: Prvi, drugi…

Woche 13 – Dome slatki dome

Irgendwie auch schön wieder Zuhause zu sein…

kuća [kutscha] – Haus

stan – Wohnung

soba – Zimmer

vrata – Tür

prozor – Fenster

strop – Decke

zid – Wand

pod – Boden

tavan – Dachboden

podrum – Keller

dvor – Hof

vrt – Garten

dnevna soba – Wohnzimmer

spavaća soba [spawatscha] – Schlafzimmer

radna soba – Arbeitszimmer

kupaonice [kupaonize] – Bad

kuhinja – Küche

spremište [spremischte] – Abstellkammer

hodnik – Flur

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Tag 92 – Innerer Kompass

Schlechte Nachrichten von Zuhause und „ping!“ springt die innere Kompass-Nadel gen Nordwest. Doch obwohl meine Gedanken gerade so gar nicht in Rijeka sind, geht das Leben hier weiter. Und das ist vielleicht ganz gut so. Denn auch wenn mich die Aussicht auf meine Kroatisch-Präsi nicht gerade aufmuntert, zumindest treibt sie mich aus der angenehm-warmen Koje und an die Arbeit.

Da für die Präsentationen Video ausnahmesweise Pflicht ist, sehe ich meine Leidensgefährten heute das erste Mal – und lerne sie mit jedem Vortrag besser kennen. Meine Präsi ist dann die letzte des Tages und ich bin froh, als sie vorbei ist. Jetzt nur noch die mündliche und schriftliche Prüfung. Obwohl: Ein bisschen hin- und hergerissen bin ich schon, ob ich nicht doch noch den A2-Kurs dranhängen soll? Auch wenn ich ihn leider selbst zahlen müsste…

Što drugo? Chemnitz wurde als Kulturhauptstadt 2025 bestätigt. Alle Gedankengänge führen nach Hause..

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Tag 91 – Blau machen

Nemam volje! Immerhin etwas Kroatisch habe ich heute gelernt… Wenn auch lange nicht das, was ich hätte lernen sollen. Denn morgen steht meine erste Kroatisch-Prüfung an, eine Präsentation. Und ich fauler Hund konnte mich einfach nicht aufraffen irgendetwas dafür zu tun. Ok, die Präsi steht. Aber die Vokabeln und die Grammatik? Fehlanzeige.

Allerdings hat sich der Tag heute gerade dazu angeboten „blau“ zu machen! Die Sonne strahlte und es war auch nur ein bisschen kalt. Ok, ein bisschen sehr. Aber dafür ja die Sonne (ist die Argumentation schlüssig oder dreht sie sich im Kreis – wer weiß, wer weiß 😉 ). Auf jeden Fall machte ich mich gegen Mittag auf, ein wenig mehr von der Stadt zu sehen. Für das gute Gewissen packte ich natürlich auch meine Lernsachen ein. Nur blöd, dass man beim Laufen so schlecht draufschauen kann. Und an dem Lernort meiner Wahl, der Torpedo-Rampe, war es dann leider leider ein wenig zu windig.

Allerdings auch zu windig, um lange in der Sonne sitzen zu bleiben. So ging es also weiter: Erst hoch zur Werft „3. Mai“ (dem Tag der Befreiung Rijekas von der nationalsozialistischen Besetzung im 2. Weltkrieg) wo mir ein Schwung an Arbeitern entgegenkam (und das um 15 Uhr! Ob die wohl extra früh anfangen um extra früh Feierabend zu haben?), dann am Kantrida-Stadion runter Richtung Strand. Und obwohl Fußball meiner Meinung nach die am meisten überbewertete Sportart unserer Zeit ist – das Stadion ist ein echter Hingucker! Wie es sich in die Felswand schmiegt – der helle Wahnsinn! Da würde sogar ich mir ein Fußballspiel anschauen (bzw. das Meer im Hintergrund) nur wird dort seit 2015 nicht mehr gespielt. Stattdessen soll an der gleichen Stelle ein neues, größeres Stadion für den Heimatverein gebaut werden. Halt mit Betonung auf „soll“…

In der Zwischenzeit kann man sich das Meer allerdings auch ganz gut vom gleichnamigen Strand anschauen. Plus: Im Sommer lässt es sich hier super baden (sagt zumindest Branka). Die Rutsche fand ich auf jeden Fall schonmal der Hit. Hoffentlich ist es im März wieder warm genug, um ins Wasser zu gehen… oder zumindest, um länger draußen zu sein, ohne dass einem sämtliche Finger und Zehen abfrieren! Um genau das zu verhindern (und um doch noch ein klitzekleines bisschen Kroatisch zu lernen) ging es für mich schließlich zurück ins Warme. Nicht, dass es morgen so endet:

PS: Für alle, die wehmütig nach Kroatien schauen – auch hier wurden die Corona-Maßnahmen bis zum 31. Januar verlängert. Wie ich die Cafés vermisse!