Café

Kleine Glücksgefühle

Letzten Sonntag habe ich mich mit einer anderen Freiwilligen getroffen und wir waren in einem kleinen, süßen Café in Oborishte. Es sah so schön dort aus. Wir haben beide einen мокачино (Moccacchino) getrunken und ich habe einen Himbeer-Macaron dazu gegessen.

Französisches Café

Ich im Café

Danach sind wir noch durch die Stadt gegangen und haben ein paar Kirchen besichtigt. Nachdem wir zum Kaffee trinken in einem französischen Café waren, musste es später natürlich auch noch etwas Bulgarisches geben, denn schließlich sind wir hier in Sofia. Es war keine klassische Banitsa, aber es bestand auch aus einer Art Blätterteig und war mit Käse gefüllt.

Da am Mittwoch der Tag der deutschen Einheit war und das Goethe-Institut ein deutsches Institut ist, hatten auch wir frei. Allerdings nur zum Teil, denn zum Sprachkurs sind wir vormittags trotzdem gegangen. Danach haben wir noch Karten fürs Ballett gekauft und ich habe eine der letzten Karten für »La Bayadere« bekommen, bei dem Svetlana Zakharova vom Bolshoi als Gast die Titelrolle tanzen wird. Darauf freue ich mich schon sehr! Auf dem Rückweg habe ich dann auch endlich zum ersten Mal hier Baklava gegessen.

Baklava

Am Abend waren wir anlässlich des Tages der Deutschen Einheit von der Botschaft zu einem Empfang eingeladen. Irgendwie habe ich mich sehr fehl am Platz gefühlt. Aber es war eine interessante Erfahrung, denn so häufig passiert es ja nicht, dass man von einer Botschaft eingeladen wird.

Allgemein war es irgendwie nicht meine beste Woche. Ich habe mich die ganze Zeit über sehr unwohl gefühlt und habe das starke Gefühl, nicht in die Freiwilligengruppe zu passen und auf der Arbeit auch nicht mit den anderen Freiwilligen mithalten zu können. Das waren keine schönen Gefühle und sie sind leider immer noch in mir. Da kam es gerade richtig, dass ich am Donnerstag all meinen Mut zusammengenommen habe und zum Tanzen gegangen bin.

Ich hatte vorher große Zweifel. Was ist, wenn die alle viel besser sind als ich? Was ist, wenn die nur Bulgarisch sprechen und ich nichts verstehe? Was ist, wenn ich mich blamiere und alle über mich lachen? Aber wie so oft waren all die Zweifel natürlich vollkommen umsonst. Wir waren sechs TeilnehmerInnen in dem Kurs und es hat einfach nur Spaß gemacht. Es war so ein schönes Gefühl wieder in einem Tanzraum zu sein. Bekannte Musik im Ohr. Auf dem Tanzteppich liegen und über den Boden rollen. Merken, wie man am nächsten Tag vor allem an den Schultern blaue Flecken haben wird. Ein altbekanntes »Mandy, you can make it bigger« und das Lächeln, dass man sich gegenseitig schenkt, wenn man Bewegungen ausführen soll, die scheinbar unmöglich umzusetzen sind. Es fühlte sich so vertraut an. So schön. Heimisch. Danach war ich einfach nur glücklich.

4 Gedanken zu „Kleine Glücksgefühle“

  1. Das klingt alles sehr interessant, aber schade dass du dich dabei nicht so wohl gefühlt hast. Ich habe dich ganz dolle lieb und bin immer für dich da.

  2. Toller blogpost 🙂 schade, dass deine Woche nicht die beste war und du dich nicht so gut gefühlt hast. Die nächste Woche wird bestimmt besser ❤️ dicke Umarmung für dich ❤️

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