Goethe-Bilderrahmen

Zwischen hier und dort

Jetzt sind es nur noch acht Wochen, bis meine Zeit in Bulgarien zu Ende geht und ich zurück nach Deutschland fliege. Wie schnell die Zeit doch vergeht! Der erste Abschied liegt bereits hinter mir: Am Montag fand der bulgarische Volkstanzkurs zum letzten mal statt. Ich hätte nicht gedacht, dass mich das so traurig machen würde. Besonders nicht, weil die Ängste anfangs so stark waren und ich mich fast nicht wieder hin getraut hätte. Jetzt bin ich sehr froh, dass ich es doch gemacht habe! Besonders in den letzten Wochen hat es immer viel Spaß gemacht, weil ich mittlerweile von einigen Tänzen die Schritte kenne und auch bei neuen Tänzen schneller mitkomme. Der Tanzkurs kommt auf jeden Fall auf meine Liste mit den Dingen, die ich vermissen werde…

»Die letzten Wochen muss ich jetzt unbedingt genießen und nutzen, um noch viel zu erleben!«, ist ein Gedanke, der in meinem Kopf rumschwirrt und mehr Druck als Freude auslöst. Denn irgendwie fällt es mir sehr schwer, mich auf die restlichen Wochen einzulassen, wenn so viel Unsicherheit in mir ist, wie es danach weitergeht. Die Masterbewerbungen sind verschickt, aber mir würde es doch deutlich besser gehen, wenn ich jetzt schon wüsste, ob ich für meinen Wunschstudiengang genommen werde und in welcher Stadt ich dann ab Oktober wohnen werde. Da ich mich wohl noch einige Wochen lang gedulden muss, bis sich diese Unsicherheiten auflösen, wäre es aber auch schade, wenn mich das davon abhält, die restliche Zeit in Bulgarien zu genießen.

Und weil man sich genießen eh nicht vornehmen kann, werde ich die nächsten Wochen wohl einfach auf mich zukommen lassen und versuchen, die kleinen schönen Momente mit meinem Herzen zu spüren und in Erinnerungen aufzubewahren.

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