Ein Wochenende am Ohridsee

 

Wie genau ich nach Ohrid oder von Ohrid weggekommen bin, ist eine komplett andere Geschichte, die definitiv ihren eigenen Eintrag verdient hat.

Nur so viel als Spoiler, vor dem was mich erwartete, konnten mich auch meine knapp 5h Recherche nicht bewahren.

Aber back to topic: Ohrid. Dort hatte ich mich fürs Wochenende mit einer anderen kulturweit–Freiwilligen aus Skopje, der Hauptstadt Nordmazedoniens, verabredet.

Freitag

Ich war allerdings schon früher in Ohrid angekommen als sie. Also wechselte ich Euro zu mazedonischen Denar und setzte mich in ein Cafe um dort etwas zu essen und Internet zu schnorren. Ich bestellten einen Byrek für 50 Denar, das sind umgerechnet 100 Lek oder um die 80ct. Furchtbar teuer. In Tirana zahle ich für einen Byrek 30 Lek, das sind 25ct. Aber was solls, ich hatte Hunger und brauchte Internet. Der Byrek kam – mit Messer und Gabel. Sonderbar, aber andere Länder andere Sitten. Ich fing also an meinen Byrek zu schneiden und aufzugabeln.

„Do you want something to drink with that?“, fragte der Kellner.

„Oh no, I am fine“, sagte ich. Ich hatte noch Wasser dabei und keine Lust noch mehr Geld für Essen auszugeben.

„Are you sure? Not even water?“

„No no, I am fine“

Der Kellner verschwand – und tauchte prompt wieder mit einer Flasche Wasser und einem Glas auf. „No no, I don’t want water“ „It’s from me“ Oh nett, der Kellner schien mir Wasser zu schenken und welche andere Möglichkeit hatte ich, als das Glas anzunehmen, wenn es schonmal vor mir stand.

Ich aß und trank also weiter. Schließlich wollte ich bezahlen. Ich hatte beschlossen 80 Denar zu zahlen, also 30 als Trinkgeld für das Wasser. Ich holte mein Geld raus und sagte dem Kellner, dass ich gerne zahlen würde. „Oh no its okay. It’s okay“, meinte dieser. Ich verstand nicht ganz und sagte wieder, dass ich gerne zahlen würde. Der Kellner ging zurück und sprach mit seinem Kollegen und kam wieder raus. „No no its really okay“. Okaaay, dachte ich, anscheinend wurde ich gerade, warum auch immer, von meinem Kellner zu einem Byrek eingeladen. Ich bedankte mich herzlichst auf Englisch und Albanisch, da ich kein Mazedonisch kann und ich den Kellner vorher habe Albanisch reden hören. „Nett dieses Mazedonien“, dachte ich während ich satt und glücklich zu unserem AirBnB gelaufen bin.

Dort traf ich dann auch die andere Freiwillige und zusammen liefen wir daraufhin planlos durch Ohrid und am See entlang.

Und das war es eigentlich auch schon für Freitag. Es tat gut sich mit einer anderen deutschen Freiwilligen auszutauschen und zum ersten Mal seit einem Monat ein bekanntes Gesicht zu sehen.

Samstag

Am Samstagmorgen holten wir uns Byrek bei einem Bäcker und frühstückten dann mit dieser Aussicht:

Außerdem standen am Strand diese Jana Schirme:

Per Wassertaxi ging es dann an Kaneo vorbei zu einem Strand, dessen Namen ich gerade vergessen habe und der bei Google Maps einfach nur „Beach“ heißt.

Dort auf diesem relativ leerem Strand, sonnten wir uns und gingen baden.

Das Wasser im kompletten See war unglaublich klar. Unser Wassertaxifahrer meinte, dass es zu 90% Trinkwasserqualität hätte. Im See waren auch unglaublich viele Fische, die wie in diesen Spas angefangen haben unsere Hornhaut abzuputzen.

Zurück nach Ohrid ging es dann zu Fuß. Vorbei an wunderschönen Aussichten und Sv. Jonan Kaneo. Die Kirche ist nicht nur ein beliebtes Postkartenmotiv von Ohrid, sondern von auch von ganz Nordmazedonien. Wie ich finde zurecht.

 

Durch die engen Gassen Kaneos ging es zurück zur Altstadt

Dort schauten wir uns noch die Sophienkirche an.

Doch weil es so schön war, gingen wir danach mit Eis in der Hand wieder zurück zu Sv. Jonan Kaneo und schauten uns dort den Sonnenuntergang an oder das, was, davon noch übrig war, als wir angekommen waren.

Abends aßen wir im Restaurant Belverdere. Große Empfehlung! Für relativ wenig Geld bekommt ihr hier super Essen und Livemusik, zu der auch Gäste tanzten.

Musikausschnitte aus dem Restaurant:

Vorspeisenteller mit verschiedenen Pasten

Sonntag

Sonntag entschlossen wir eine Bootsfahrt zu dem Kloster Sv. Naum zu unternehmen. Vorbei ging es dann durch den Morgennebel noch bedeckten Berge hin zu dem Kloster.

(Sorry, für den Overkill an Bildern)

Angekommen in Sv. Naum, fanden wir relativ viele Ausflugstouristen und erstaunlich wenig Dinge, die man dafür tun konnte.

Danach musste die andere Freiwillige auch schon zurück nach Ohrid fahren, da die Busse nur alle 2h gefahren sind.

Ich machte danach noch einen kurzen Spaziergang an einer Quelle und einer kleineren Kapelle vorbei.

Schlussendlich wollte ich mich auch auf den Nachhauseweg machen. Doch o boy wusste ich nicht was mir bevorstand.

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