mein Alltag :)

Mittwoch, 02.10.2013 + Fortsetzung am 07.10.2013

Meine dritte Areitswoche ist also tatsächlich schon angefangen. Und zwar voll gepackt mit spannenden Aufgaben ! Morgen liegt das Oktoberfest an der Prepa 1 (eine der beiden Schulen, an denen ich unterrichte) an. Ich bin für die Musik und die Wasserpumpe zuständig (nein, es gibt kein Bier, denn wir feiern ja an einer Schule! Und Corona ist außerdem kein Paulaner). Die Musik lädt sich gerade runter und die entsprechende Kleidung, die morgen Pflicht ist, hat mir die liebe Reyna heute im  Büro vorbeigebracht:) ! Danke nochmal! Da hier wohl die wenigsten ein Dirndl im Schrank hängen haben, erscheinen die Damen morgen mit einem langen Rock, MINDESTENS über die Knie ( wie gesagt, wir sind in einer Schule) und obenrum eine weiße Bluse!

Die Schüler haben verschiedene Spiele und Gerichte vorbereitet und sich wirklich Gedanken über die Umsetzung gemacht. So erhielt ich am Freitag nach dem lang ersehnten Feierabend plötzlich eine panische Whats app Nachricht von Edgar, dem Deutschlehrer an Prepa 1, dass er doch ganz dringend ein Rezept für Kartoffelsalat brauche!!…und das ganze natürlich auf Spanisch;) und bei meinen Kochkünsten !

Falls ihr euch fragt, was ich außer Kochanleitungen noch so zustande bringe bei der Arbeit; Ich springe ein, wenn die Hörtexte auf CD nicht funktionieren, checke die Hausaufgaben, erkläre Vokabeln, stelle mir selbst immer wieder die Frage, warum es DER Radiergummi und nicht DAS  heißt und stehe den Schülern mit Rat und Tat, z.B. in Form von Einzelnachhilfe zur Seite.

Außerdem bin ich im Büro tätig. Dort bereite ich meine eigene Klasse, den Deutsch 3 Kurs vor, helfe einem Kollegen bei der Gestaltung einer Internetseite, gestalte Präsentaionen über Deutschland und und und… so kommt schnell eine fast 40 Stunden Woche zusammen! Vor Allem weil ich ziemlich viel Zeit in den öffentlichen Verkehrmitten an sich verbringe – und die sind ein Artikel für sich wert !!

Eine Geschichte von meinem Weg zur Arbeit habe ich noch: Auf meinem morgendlichen Weg zur central de autobuses (um mit dem Bus ins Büro zu fahren ) wurde ich plötzlich nichtsahnend von hinten angetippt. Erschrocken drehte ich mich um und blickte auf einen braunen Umschlag der vor meiner Nase wedelte. “ Toma! Eso es para tí! “ („Nimm! Das ist für dich!“)

Das erste was ich dachte: Oh Nein,  ein Umschlag voller Drogen! – und zwar nicht, weil ich Vorurteile gegenüber Mexikanern habe – ganz im Gegenteil, bisher wurde ich immer Positiv überrascht, in Allem vor dem ich gewarnt wurde, Nein, ich habe Vorurteile gegenüber ominösen Umschlägen, die Freiwilligen im Ausland ausgehändigt werden.  Es gibt da so eine Geschichte, die zwei weltwärts-Freiwilligen passiert ist, wie uns beim Vorbereitungsseminar erzählt wurden: Die Zwei sitzen angeblich immernoch im Gefängnis in  Afrika.

Daher meine erste Reaktion: „noooo, no quiero tomar algo de que no sé que está dentro! “ (das sollte so viel heißen wie “ nooo, ich nehme nichts von dem ich nicht weiß, was drin ist!“) Daraufhin öffnete er den Umschlag mit den Worten: “ Sólo un regalo para tÍ!“ („Nur ein Geschenk für dich!“) Ich blickte auf Süßigkeiten (JACKPOT!) und einen Brief. Mit den Worten „Escribí una letra para tí, me gustas mucho, por eso quiero regalartelo, soy Enrique y trabajo aquí como mecánico!“ , verabschiedete sich der Enrique und ich setzte meinen Weg zur Arbeit verwirrt fort…

Im Bus traf ich bereits einen Bekannten vom Vortag und lernte zwei neue Jungs kennen, mit denen ich über meine Arbeit hier sprach. Die 2 ließen mich wissen, dass sie bereits eine Sprachassistentin kennen würden: Holly aus England – meine Mitbewohnerin, die heute, am Montag , zurückgekehrt ist:)

Wer wissen will, wie gut ich mich bereits mit meiner neuen Mitbewohnerin verstehe und was in dem Brief stand, muss sich bis zum nächsten Artikel gedulden 😉

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