impresiones, impresiones

Aufwachen in Mexiko!  Eigentlich hatte ich geplant nach dem langen Flug MINDESTENS bis 12 Uhr zu schlafen , aber mein Schlafrhythmus und meine Aufregung haben dafür gesorgt, dass ich schon um 9 Uhr senkrecht im Bett stand.

Nachdem ich die Herausforderung zu duschen ohne dabei das nicht trinkbare Wasser zu schlucken bewältigt hatte, gab es erstmal Kellogs und Chocko Krispies mit leche – ist ja klar ! Da Lizeth so nett war und morgens zur Arbeit gegangen ist ohne mich zu wecken, damit ich noch einen Tag zum Ausruhen hab, befand ich mich das erste mal ganz alleine in einer casa mexicana. Mein Trinkwasser neigte sich gegen 11 Uhr dem Ende. Lizeth hatte jedoch netterweise Tee bereit gestellt, da man das gekochte Wasser gut trinken kann! Wasser kochen jaja.. das geht mit dem Wasserkocher und dem Herd.. komisch, der sieht ja ganz anders aus, dachte ich mir mit Blick auf den Gasherd. Nach dem Dialog in meinem Kopf bezüglich der Frage wie oft es wohl vorkommt, dass Häuser aufgrund fälschlichen Umgangs mit dem offenen Feuer vom Gasherd abbrennen, entschied ich mich auf den Tee zu verzichten. Diese Frage zu googeln oder den Telefonjoker zu benutzen erwies sich als unmöglich, da ich weder Handynetz noch Internet hatte.- Allein, irgendwo in Mexiko. Als sich endlich die strahlende Sonne zeigte, öffnete ich vorsichtig die Haustür und blickte in die aufgeregten Augen des Nachbarhundes. Nach einem Starrwettkampf mit dem mexikanischen perro, der seinen Kollegen namens „Panda“ im Schlepptau hatte, machte ich die Tür eingeschüchtert wieder zu.

„Oh mann, Hannah, wie unfähig bist du eigentlich? Traust dich nicht mit dem Gasherd zu hantieren und an mexikanischen Hunden vorbei .. Du musst echt noch viel lernen“, warf ich mir selbst vor und musste ein bisschen drüber lachen. Also, die Stimmung war jedenfalls gut !

Ganz so allein blieb ich auch nicht lange. Eine Frau names Perla, die mich durchs Fenster gesehen hatte, kam an die Tür mit etwas, das nach Kuchen aussah. Ich stellte mich vor in freudiger Erwartung auf das Gebäck zu sprechen zu kommen. Perla pries mir ihren- ich habs nicht ganz verstanden- irgendwas mit Birnenkuchen an und ich reagierte stets mit „Oh!“ oder „Sí!“ . Als ich dann nach der Tüte griff und mich bedankte, merkte ich irgendwas falsch gemacht zu haben. Irritiert wiederholte die Frau Zahlen und ich realisierte, dass der Kuchen wohl kein Geschenk ist, sondern die gute Perla Straßenverkäuferin ist. Wie war das noch mit Essen von der Straße? Das soll man doch nicht essen !! Egal, ich fühlte mich so blamiert, dass ich schnell einen Dollar holte und ein Stück erstand.. Die Ohrringe, die Perla plötzlich aus dem Nichts herzauberte, lehnte ich dankend ab und verschwand, nachdem ich ihr mehrmals präsentieren musste, wie gerne ich den leckeren Birnenkuchen esse wieder im Haus.

Qué raro! , dachte ich mir und beschloss doch endlich mal die Gegend zu erkunden. Meine zuständige Lehrerin wohnt in einer sicheren, sehr ruhigen (bis auf Panda und Jack nachts-.-) und abgelegenen Wohngegend, in der jedoch fast alle Häuser gleich aussehen und man sich also in den verschiedenen Straßen leicht verlaufen kann.

Entschieden ging ich die Straße runter bis zur ersten Abzweigung. Rechts? Straßen und die gleichen Häuser..okay… Links? Straßen und die gleichen Häuser..und oh, ist das ein Geschäft? Leicht verunsichert bog ich links ab und erschreckte mich umso mehr als ein hupender Pick-up mit 3 Mexikanern auf der Ladefläche vorbeifuhr, die mich allesamt anstarrten. Ich entschied, meinen 200 meter Ausflug aus Angst das Haus nicht wiederzufinden abzubrechen und lieber auf meine Verabredung am Mittag zu warten, Irving, der mir die Stadt zeigen wollte.

—> mehr dazu, über die Wohnungssuche und Fotos (!!) gibts im nächsten Artikel, jetzt heißt’s erstmal Mahlzeit, Freunde! 🙂

1 Comment

  1. Tete

    Hahaha Starrwettkampf, den hättest du locker gewonnen mit deinem stahlharten Eisenblick 😉
    Und das du erst um 9 wach warst – Glückwunsch! Quasi neuer Rekord :D!
    Ansonsten hört sich ja alles prima an! 🙂
    Hoffentlich skypen wir bald wieder, muchísimos abrazos :-*

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