Von Reggea und Riesenschildkröten

'El “pura vida” refleja la forma de vida de Costa Rica y simboliza la simplicidad del buen vivir, el apego a la humildad, abundancia, exuberancia, bienestar, alegría, satisfacción, conformidad, felicidad y el optimismo, asociados al arte de apreciar la apostura en lo sencillo y natural, el arte del buen vivir.' según wiktionary

‚El “pura vida” refleja la forma de vida de Costa Rica y simboliza la simplicidad del buen vivir, el apego a la humildad, abundancia, exuberancia, bienestar, alegría, satisfacción, conformidad, felicidad y el optimismo, asociados al arte de apreciar la apostura en lo sencillo y natural, el arte del buen vivir.‘ según wiktionary

„Pura Vida“ – mehr als nur ein Motto, in Costa Rica ist es ein Lebensstil und zwar ein ansteckender! Laut Wikipedia-Definition reflektiert das Pura Vida-Gefühl das Leben in Costa Rica : Die Freude und Zufriedenheit, der Optimismus, Einfachheit des Lebens und die Unbeschwertheit. – unbeschwert, so würde ich die Einstellung in Tamarindo auf den Punkt bringen. Da hat man mal nicht genügend Geld um in einem der vielen Souvenirshops zu bezahlen und das Pura Vida Gefühl macht das Shoppen dennoch möglich. “ Ach gib mir einfach deine letzten 5 Dollar und 2 tausend Colones das kommt schon irgendwie hin -Pura Vida!“  Denn das Leben ist hier so „pur“ das man sich um die Einkünfte und Abrechnungen am Monatsende keine Sorgen zu machen scheint- solang man heute gut auskommt, ist man glücklich.

 

Mein Reisebericht – Costa Rica, Spanisch lernen zwischen Palmen

Boah ist das heiß! – Mit diesem Gedanken ließ ich mich erstmal auf mein Bett in dem kleinen aber netten Zimmer in Villareal, nahe Tamarindo fallen. Mein Gastbruder José und meine liebe Gastmutter hatten mich nach einer abenteuerlichen  sechsstündigen Busfahrt von San José nach Tamarindo an der Sprachschule entgegengenommen. Und die war zunächst schwer zu finden, was bei der Größe von Tamarindo ( 3 Straßen und ein langer Strand) sehr verwunderlich ist.

Frühstück ist fertig! Frühstücken in der Sonne bei bereits 25 Grad um 7 Uhr morgens vermisse ich selbst hier in Mexiko!

Frühstück ist fertig! Frühstücken in der Sonne bei bereits 25 Grad um 7 Uhr morgens vermisse ich selbst hier in Mexiko!

Unglücklicherweise hatte ich mir am Abend davor mit einem üblen gallo pinto den Magen und meine Geschmacksnerven verdorben, sodass ich immer noch nicht wieder ganz auf der Höhe war.. aber das machte gar nichts: José und meine Gastmutti begleiteten mich erstmal zur Apotheke.

Ich und mein Magen waren erstmal beruhigt und weiter ging es zum Fußballspiel in Villareal. Dieser Ort muss man dazu sagen ist ein Rodeo-Platz (das jährlich stattfindende Rodeo ist DAS Highlight für die Bewohner), eine Bar, daneben eine Kirche und ein Bolzplatz. – Da bleibt die Tür die ganze Nacht auf. Abschließen lohnt hier nicht, wenn eh jeder jeden kennt.

Diese Tatsache hat sich für mich an einigen Abenden bezahlt gemacht, wenn ich fröhlich im leichten Sommerkleid von den Reggea-Partys am Strand nach Hause spaziert bin und es um 4   immernoch heiß war! Ohne Ventilator geht hier nix! Ohne es zu wissen bin ich ja auch ausgerechnet im heißesten Monat des Jahres angereist.. und das in einem Land, wo im Winter bei 22° „Kälte“ herrscht.

Das einzig Negative, das ich auch nicht umgehen konnte, war das frühe Aufstehen…Um 7.20 stand das Taxi nach Tamarindo bereit. Ein super Service – direkt zur Sprachschule, und das heißt mit anderen Worten: Direkt zum Strand! Denn das „CSI“ hat nunmal die Toplage: Im Herzen Tamarindos mit Blick aufs Meer! Da schweift natürlich manchmal nicht nur der Blick ab, sondern auch die Gedanken ab! Aber das ist auch das einzige Manko am Costal Spanisch Institute. Die Lehrkräfte sind immer freundlich und gelassen und man hat jeden Tag eine nette Abwechslung aus zwei Stunden Grammatikunterricht und zwei Stunden Dialog. Jeden Dienstag in der Mittagspause gibt es außerdem ein Aktivitätenangebot, meistens wird zusammen gekocht oder es gibt einen Tanzkurs.

Der Blick vom Costal Spanish Institute, von mir liebevoll CSI genannt

Der Blick vom Costal Spanish Institute, von mir liebevoll CSI genannt

Nach der Schule (dass ich das so schnell wieder sagen würde, hätte ich nicht gedacht ! ) ging’s dann mit den „Klassenkameraden“ ab zum Strand. Und da waren einige coole und nette Leute dabei ( einen Gruß an Steffi und Tanja aus München). Außerdem hat man immer aufgeschlossene Einheimische kennengelernt, die entweder Surfer oder Surflehrer waren. So kam es, dass auch ich blutiger Anfänger mich am 3.Tag in Costa Rica auf einem Surfboard wiederfand… allerdings mehr liegend und fallend als stehend. Mein Surflehrer war so stolz, dass wir meinen Erfolg im Anschluss bis spät in die Nacht in der Reggeabar feierten.

Trockenübungen im Sand

Trockenübungen im Sand

 

ich stehe!!

ich stehe!!

 

Ein weiteres Highlight:

Ich habe  die so genannte „Schildkröten-Tour“ für einen Mittwochabend gebucht und bin froh auf dieses einmalige Erlebnis zurückblicken zu können. Bei dieser Tour fährt man ab Einbruch der Dunkelheit zu einem abgelegenen, ca 40 min. entfernten Strand. Der Tourguide verleiht Taschenlampen für alle und führt einen zunächst über steile Waldstücke zu einem noch versteckteren Strand, an dem die Schildkröten im Frühjahr ihre Eier legen. Man kann sogar frisch geschlüpfte Babyschildkröten beobachten, die sich das erste Mal den Weg ins Meer bahnen. Das ganze bei einer unvergleichbaren Atmosphäre, im Mondlicht, da künstliches Licht und viel Lärm die Tiere abschrecken. Für die Tour haben wir (eine neunköpfige Gruppe) 25 Dollar pro Person gezahlt und es hat sich wirklich gelohnt!

Ich vermisse die Cocktails im Sand, die absolute Unbeschwertheit, die in der Luft liegt, die ständige Beschallung durch Reggeamusik, die gepaart mit der durchgehenden Hitze wie eine Droge auf die Nerven wirkt, sodass man sich um nichts mehr Sorgen macht. Danke, Costa Rica für dieses tolle Gefühl !

1 Comment

  1. Johanna

    Neid, Neid, Neid, genieße die letzten Wochen Hannah! Grüße aus dem heißen Deutschland 🙂

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