Und wieder eine Stadt mit B

(M)ein »kulturweit« Blog

Autogeschichten Teil I 18. November 2011

Filed under: Allgemein — Carola Dierich @ 18:28

Nicht, dass ich ein Auto-Freak wäre, aber dennoch begegnen einem immer mal wieder hübsche kleine Autos, oder solche Modelle, die man einfach witzig findet. Meine Vorliebe für kleine rote Autos dürfte den meisten ja bekannt sein. 😉

Autos begegnen einem hier überall… jeder Winkel scheint damit ausgefüllt. Zum Teil ist es bequemer, wenn auch nicht unbedingt sicherer, auf der Straße zu laufen, da die Fußwege ohnehin zugeparkt sind. Ich möchte hier nicht unbedingt einen Parkplatz suchen müssen. In der Innenstadt gibt es fast nur gebührenpflichtige Parkplätze, die dann per sms zu bezahlen sind und nicht beliebig verlängert werden können. Zudem sollte man sich bei einem Besuch in Serbien merken: in ein  Taxi nie hinten links einsteigen – die Kabel des beleuchteten Taxischildes auf dem Dach verlaufen meist durch diese Tür und könnten vom ständigen auf- und zumachen Schaden nehmen…

 

 

28h Zug für 38h Bukarest… 15. November 2011

Filed under: Allgemein — Carola Dierich @ 23:47

…und das hat sich mehr als gelohnt.

Seit Wochen stand es fest, die Vorfreude stieg mit jedem Tag und endlich ging es los – mit dem Nachtzug im bequemen Schlafwagen, den meine Mitfreiwillige Sarah und ich für uns alleine hatten, zu Marie, ebenfalls kulturweit-Freiwillige, nach Bukarest. Wir hatten ein wunderbar entspanntes Wochenende mit langen Sapziergängen durch die Stadt, leckerem Essen in kleinen Cafes und dem ein oder anderen Bummel über verschiedene Märkte, wobei wir die Stadt einfach auf uns wirken ließen. Ein Höhepunkt des Wochenendes war für mich ein Konzert im Athenäum, einem der schönsten und eindrucksvollsten Konzertsäle, die ich bisher gesehen habe. Wir lauschten gespannt unter anderem Werken von Dvorak im Rahmen eines Kammermusikfestivals in Bukarest. Mehr will ich garnicht schreiben und überlasse euch der Wirkung der Bilder.

 

 

Ein gelungener Abend 11. November 2011

Filed under: Allgemein — Carola Dierich @ 01:46

Nun ist es schon wieder ein paar Tage her, aber letzten Freitag habe ich meine Mitbewohner aus Anlass meines Namenstages zum Essen eingeladen. Sie führten mich in eine kleine, gemütlich-uhrige und natürlich verrauchte Kneipe. Der Kellner bediente uns, als wäre es sein Wohnzimmer und meine Mitbewohner bestellten einfach mal alles, was ich ihrer Meinung nach nach über 6 Wochen in Serbien  nun endlich mal probieren müsste. Auf unserem Speiseplan standen schließlich: eingelegter Weißkohl und Sülze mit Zwiebeln als Appetizer, eine Hühnersuppe als Vorspeise und zum Hauptgang schließlich Cevapi (auch als Cevapcici bekannt), Sarma (Krautrouladen), Prebranac (ein Gericht aus weißen Bohnen), sowie gebackener Paprika mit ganz viel Knoblauch.

Untermalt wurde das ganze von Gitarrenklängen aus dem Nebenzimmer. Dort saß eine Runde älterer Herrschaften bei dem ein oder anderen Schnaps und sang begleitet von der Gitarre serbische Volkslieder. Wie konnte es anders sein – wir wurden dazugebeten, meine Mitbewohner sangen mit und einen Schnaps durften wir natürlich nicht verweigern. Der Gitarrist war schließlich hocherfreut, als ihm ein deutsches Lied einfiel – vermutlich das einzige, dass er kennt. So durfte ich an einem Abend Anfang November in einer kleinen serbischen Kneipe in der Nähe meiner Wohnung „Stille Nacht“ zum besten geben. 😉 Am Ende wurden wir gebeten doch recht bald wiederzukommen – definitiv, beschlossen meine Mitbewohnerinnen und ich – ein wirklich sehr gelungener Abend.

 

Novembertage 8. November 2011

Filed under: Allgemein — Carola Dierich @ 22:46

Herbstnebel am Morgen in Belgrad auf dem Weg zur Arbeit

 

Wen wie mich bei diesem Herbstwetter, hier verstärkt durch ständigen Temperaturwechsel (von 5 auf 15 Grad und umgekehrt) und einen starken Wind, für den Belgrad bekannt ist, eine fiese Erkältung erwischt hat, dem sei dieses (vermutlich nicht nur) serbische Hausmittel gegen Husten und Halsschmerzen empfohlen:

Karamelmilch

Einfach Zucker im Topf karamelisieren lassen, Milch hinzugeben und so lange rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat – meiner Meinung nach nicht nur bei Erkältung ein Hochgenuss für alle Karamelfans. 😉

 

Ajvar 7. November 2011

Filed under: Allgemein — Carola Dierich @ 12:24

Einigen von euch vielleicht eher aus der Türkei bekannt, ist Ajvar auch in Serbien ein beliebter Brotaufstrich oder findet als Würzmittel häufige Anwendung. Da das meiste Obst und Gemüse auf dem Markt Saisonware ist und aus der Region kommt, wird es im Winter knapper mit dem Angebot und dann auch deutlich teurer. Also bereitet man sich auf den Winter vor. Dazu gehört Sauerkraut und andere Gemüse einlegen und eben auch Ajvar kochen. Da meine Mitbewohner in diesem Jahr sehr spät dran waren, war der Paprika nicht mehr ganz so günstig, weshalb es auch nicht zu einer Massenproduktion kam. Mir wurde die Ehre zuteil dem Prozess beiwohnen und ihn tatkräftig unterstützen zu dürfen. 😉

Man nehme einen Haufen Paprika (bei uns etwa 5kg) und röste ihn bis er schwarz wird, um ihn dann in einer Plastiktüte zu verstauen und dort noch eine Weile nachgaren zu lassen, damit sich die Haut später leichter entfernen lässt. Dies ist dann auch der nächste Schritt: das Häuten der Paprika. Danach lässt man ihn am besten über Nacht abtrocknen. Am nächsten Tag werden 4 kleine Auberginen ebenso behandelt. Nachdem der Paprika von Stil und Kernen befreit wurde, wird er zusammen mit den Auberginen durch den Fleischwolf gedreht. Schließlich gebe man ganz viel! Öl in einen Topf, füge die Masse hinzu und schmecke mit etwas Essig und Salz ab. Nach Geschmack kann ein klein wenig Chilli hinzugefügt werden. Nun kommt der schwerste Teil: rühren, rühren, rühren,… und das etwas eine Stunde lang. Der Ajvar ist fertig, wenn man mit dem Kochlöffel durchgeht und der Ajvar an den Seiten stehenbleibt ( ein Kommentar, ich weiß leider nicht mehr von wem: so wie als Moses das Rote Meer teilte 😉 ). Nun den Ajvar in zuvor mit kochendem Wasser sterilisierte Gläser füllen und offen für einige Minuten in den Ofen stellen. Am Ende den Ajvar mit etwas Öl bedecken, Deckel zu und fertig. So hält er sich über den Winter… naja, ich glaube so lange wird er bei uns nicht durchhalten…

 

die Früchte unserer Arbeit 😉

 

 
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