Nun weiß auch ich endlich, was das bemalte Ei in unserer Wohnung zu suchen hatte, dass seit meiner Ankunft im September seinen Platz nicht gewechselt hat. Es gehört zu den serbischen Osterbräuchen. Jedes Jahr wird das erste Ei, dass bemalt wird, mit Zwiebelschalen rot gefärbt und verbleibt das gesamte Jahr als Haushüter zum Schutz von Hasu und Beohnern oder auch Glücksbringer im Haus. Meine Mitbewohnerin meinte, dass es nicht immer das erste Ei und auch nicht unbedingt ein rotes Ei sein muss, sondern einfach das schönste. Also haben wir seit letztem Wochenende ein lila Ei gut sichtbar im Küchenschrank. Auf dass es uns Glück bringt! 😉
Frohe Ostern! oder „Du bist katholisch???“ 9. April 2012
In Serbien ist zwar erst nächste Woche Ostern, wodurch ich ein verlängertes Wochenende haben werde, dass nur so zum Reisen einlädt, aber auch in Belgrad gibt es ein paar katholische Gemeinde, die an diesem Wochenende Ostern gefeiert haben. Also habe ich mir eine ausgesucht, die bei mir in der Nähe liegt und bin am Samstag Abend in die Osternacht gegangen. Dort angekommen fiel mir sofort der Übertragungswagen des hiesigen Fernsehens ins Auge. Und tatsächlich: den gesamten Gottesdienst über begleiteten 4 Kameras das Geschehen… vermutlich wurde das ganze direkt im Fernsehen übertragen. Na dann war ich jetzt also auch mal im serbischen Fernsehen zu sehn. 😉 Auf der Internetseite des Fernsehsenders hab ich zwar einen ganz kurzen Beitrag gefunden, aber ich bin leider nicht zu sehn, da ich in der letzten Reihe stand… 😉
Außer mir waren vielleicht knapp 200 andere Leute anwesend und so einige Plätze blieben frei, so ganz anders als bei uns, wo an Ostern die Kirche meist ziemlich voll ist. Zu den Anwesenden gehörten auch der serbische Erzbischof, der die Messe hielt, und das serbische Prinzenpaar aus der Königsfamilie der Karadjordjevic, die bis 1945 an der Macht war. Blaublüter mal aus nächster Nähe! 😉 Aber am meisten freute ich mich über zwei bekannte Gesichter, die ich dort nicht vermutet hatte. Kurz vor Beginn der Messe kamen Andrijana und Mirko und waren über meine Anwesenheit ebenso überrascht wie ich über ihre. 😉 Ich sei doch aus Leipzig, wie käme es dann, dass ich katholisch bin… Mirko ließ diese Frage den ganzen Gottesdienst über nicht los und er gestand mir danach, dass er schon Zweifel an seinem Wissen über die deutsche Geschichte hatte. Ich konnte ihn dann aber beruhigen, dass Sachsen tatsächlich nicht besonders katholisch geprägt ist.
Um Ostern für mich komplett zu machen, erklang, für mich völlig unerwartet, das Halleluja aus dem Messias von Georg Friedrich Händel, dass auch in meiner Gemeinde in Leipzig jedes Jahr in der Osternacht gesungen wird. Gestern bekam ich dann von Freunden noch ein Überraschungsei geschenkt und fühlte mich nun doch tatsächlich wie Ostern… 😉
Weihnachtsmann bzw. Osterhase :-) 5. April 2012
Das würde ich am liebsten jeden Tag machen: Weihnachtsmann bzw. besser zur Jahreszeit passend Osterhase spielen. 😉
Heute haben wir im Informationszentrum des DAAD Zusagen für Stipendien verschickt, also einfach Leute glücklich gemacht, die nun die Möglichkeit haben den Sommer für 4 bis 8 Wochen bei einem Sprachkurs in Deutschland zu verbringen. Da hat sich die ganze Arbeit der letzten Monate doch gelohnt. 🙂
So, das musste raus in die Welt und ich freu mich jetzt einfach noch ne Runde bei schönstem Sonnenschein. 🙂
Sooooooo schöööön!!! ;-) 2. April 2012
… waren die Worte, die man in den letzten beiden Tagen von Marie (Freiwillige in Bukarest) und mir wohl ziemlich häufig hören konnte.
Eigentlich sollte der nächste Artikel ja „Vom Eise befreit…“ heißen oder so. Allerdings ist der Schnee jetzt auch schon wieder eine Weile länger weg. Es war schon richtig sommerlich warm, aber gestern sind die Temperaturen dann doch nochmal stark gesunken, und alle meine dicken Sachen sind nun schon wieder in Deutschland…
Das Wochenende haben wir allerdings bei Sonnenschein in Timisoara genossen. Wir sind stundenlang mit offenen Augen und Staunen durch die schöne Altstadt mit so vielen hübschen alten Häusern spaziert, konnten im Freisitz Mittagessen, haben Bücher- und Second-Hand-Läden durchstöbert und dabei die ganze Zeit durchgequatscht… War das schön! 😉
Ein Muss in Timisoara ist übrigens eine Nacht im Hostel Costel. Das Gebäude ist nicht nur von außen eine Augenweide, sondern auch innen schön eingerichtet. Die Leute, die das Hostel betreiben, wohnen selbst in dem Haus. Am Freitag Abend wurden wir mit hausgemachtem Wein in der Küche begrüßt und am nächsten Morgen gab es Kaffee und selbstgemachte Heidelbeermarmelade.
- Das Hostel von außen…
- …und ein witziges Detail innen
- Der Hostel-Computer – ich will auch so eine Tastatur!!! 😉
- Recht haben sie
- Romulus und Remus dürfen in keiner rumänischen Stadt fehlen
- schöner Platz
- schönes Haus
- sehr schöner Blick
- schöne Wand
- und noch ne schöne Wand 😉 – alles schön! 😉










