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Was arbeitest du eigentlich in einer UNESCO-Weltkulturerbestätte?

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Diese Frage wird und wurde mir in der Vergangenheit sehr oft gestellt und ich nehme mich selbst davon nicht aus, auch ich habe mich das, bis zu meinem ersten Arbeitstag, gefragt. Dazu muss ich sagen: Ich bin selbst im kulturweit Kosmos mit meiner Einsatzstelle ein ziemlicher Exot, es ist das erste mal, dass jemand an diese UNESCO-Weltkulturerbestätte geht und insgesamt gibt es von dieser Art Einsatzstellen nur sehr sehr wenige bei kulturweit, in meinem Jahrgang bin ich der einzige. Also eine durchaus berechtigte Frage, was ich hier denn so arbeite.

Nun sind zwei Wochen vergangen, in denen ich schon etwas gearbeitet habe und eine bessere Idee davon habe was man in einer UNESCO-Weltkulturerbestätte macht. Eines ist sicher, eigentlich gibt es keinen Tag wie den anderen. Das liegt teilweise auch daran, dass diese Stätte erst seit 2015 UNESCO-Weltkulturerbe ist und dadurch immer noch viele Strukturen und Aufgaben in Umbruch sind und gleichzeitg neue entstehen, beispielsweise durch Auflagen der UNESCO.

Ich arbeite zwar viel im Büro, aber selbst hier immer an neuen Themen. Einen ersten Eindruck der Wichtigkeit der Arbeit in einer UNESCO Weltkulturerbestätte vermittelt folgendes Zitat:

„UNESCO-Welterbe, das bedeutendste, was Mensch und Natur hinterlassen haben“

Fangen wir vorne an, in meiner ersten Woche habe ich an einer Führung teilgenommen und vielleicht mache ich in Zukunft auch mal selbst eine, dazu muss ich aber erst noch ein bisschen mehr über die Geschichte lesen.. Am nächsten Tag habe ich einige Passagen aus verschiedenen alten Dokumenten vom Deutschen ins Spanische übersetzt. Im Laufe der Woche bekam ich aber auch schon eine neue Aufgabe. Unser frisch eröffnetes Besucherzentrum musste „abgenommen“ werden. Unser Kommunikator Jorge hatte bereits eine erste Abnahme gemacht. Trotzdem bat er mich nochmal mit einem frischen Blick durch die Ausstellung zu gehen und alle Fehler, die ich finde zu fotografieren und am Ende ein Dossier zu erstellen, welches er dann am Freitag den Verantwortlichen in Montevideo vorgelegt hat.

Darüber hinaus habe ich unserem Chemiker bei der Einrichtung des Labors des Museums geholfen, dies beinhaltete übersetzungen, aber auch Einrichtungsgegenstände aufstellen und positionieren. Das Labor wird diesen Freitag feierlich mit Repräsentanten des Landes und der Nation eingeweiht, darauf freue ich mich schon!

Das bringt mich auch zu einer weiteren Tätigkeit, die sicherlich in Zukunft noch zunehemen wird, die öffentlichkeitsarbeit und das Treffen mit verschiedensten Vertretern, so hatte ich letzte Woche bereits ein Treffen mit dem Ministerpräsidenten (Intendente) von Rio Negro, der mich willkommen heißen wollte.

Natürlich werden noch viele neue Aufgaben und Projekte hinzukommen, über die ich im Laufe des Jahres auch berichten werde. Die Chefin der Tourismusabteilung, Andrea hat auch schon angekündigt, dass sie Arbeit für mich hat, nur noch keine Zeit hatte mir diese genau vorzustellen, aber das wird sicherlich noch kommen, wenn mein Chef Mauro am nächsten Montag wieder da ist.

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