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Abschied in Montevideo und La Pedrera, ein Sehnsuchtsort

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Letztes Wochenende war hier in Uruguay ein langes Wochenende, denn Montag und Dienstag waren gesetzliche Karnevalsfeiertage und unser Büro blieb geschlossen.

Ich hatte mich mit den anderen Uruguay Freiwilligen in Montevideo verabredet , um sie zu verabschieden. Am Donnerstag Abend, als ich ankam, war die Parrilla bereits an und die Chorizos fast fertig, nachdem der Magen gut gefüllt war, verbrachten wir, bei gutem Wein und Bier, noch einen netten Abend auf der Dachterrasse unseres Hostels.

Am folgenden Tag brach dann auch schon der erste Freiwillige zum Flughafen auf, wir verabschiedeten ihn aus dem Bett und schliefen noch etwas weiter.

Gegen 11 Uhr stand ich dann auf, machte mich fertig und auf den Weg zur Deutschen Botschaft Montevideo, wo ich um 12:30 einen Termin hatte, um über ein geplantes Kooperationsprojekt zu sprechen. Das Treffen war sehr gut und ich bin bestärkt und ermuntert für das anstehende Projekt, bei dem uns die Botschaft unterstützen wird, aus dem Treffen herausgegangen.

Danach traf ich mich mit den anderen im Hostel wieder, wo wir noch ein kleines, spätes Frühstück einlegten. Am Nachmittag bummelten wir dann noch ein wenig durch die Ciudad Vieja und machten uns dann auf zu La Pulperia, dem, wie ich finde, besten Fleischrestaurant in Montevideo, gleichzeitig sahen wir auf dem Spaziergang dorthin wie die Wellen an die Rambla klatschten und verstanden nun auch, warum diese so hoch ist.

Außerdem sahen wir all die Orte nochmal, die wir mit Sophie und Philipp schon beim Sprachkurs im Oktober kennen und schätzen gelernt hatten. Gegen frühen Abend erreichten wir besagtes Restaurant und bekamen durch unser frühes Erscheinen direkt einen Tisch, den Kellner kannten wir noch vom letzten mal und da Philipp seinen Freund kannte und ihn von diesem grüßte wurden wir auf einen Wein eingeladen, der Abend war geglückt. Insgesamt war es ein sehr schöner Abend bei gutem Wein und sehr leckerem Fleisch. Nachdem wir noch in einer weiteren Bar einige Cocktails getrunken hatten, machten wir uns, zu Fuß, auf den Weg zurück ins Hostel.

Am nächsten morgen verabschiedeten wir uns und ich brach zum Busterminal Tres Cruces auf, die anderen würden kurze Zeit später zum Flughafen aufbrechen, um ihren Rückflug nach Deutschland anzutreten. Es war ein optimistischer Abschied würde ich sagen, wir waren uns relativ sicher, dass wir uns Deutschland nochmal wieder sehen würden, gleichzeitig blickten wir auf eine wunderbare gemeinsame Zeit in Montevideo, aber auch Brasilien zurück und ich stellte fest, wie viel Zeit wir doch miteinander verbracht hatten und wie sehr ich diese Menschen ins Herz geschlossen hatte.

Mit dem Bus machte ich mich dann um 10 Uhr auf den Weg nach La Pedrera, wo mein guter Freund Lars aus Hamburg mit seiner Familie in ihrem Ferienhaus waren und mich eingeladen hatten mit ihnen die Karnevalsfeiertage zu verbringen. Nach 5 langen Stunden Busfahrt, die durch zahlreiche Unfälle und Staus aus einer eigentlich 3 Stunden langen Reise eine 5-stündige machten erreichte ich endlich das schöne Örtchen La Pedrera. Ich wurde netterweise von Lars mit dem Auto vom Busterminal abgeholt.

Nachdem ich alle begrüßt hatte und meine Sachen abgelegt hatte machten wir uns auf den Weg , um noch schnell ins Meer zu springen, was sehr schön war. Am Abend machten wir dann mit Lars Vater und einigen Freunden Frühlingsrollen, was darin mündete, dass 10 Flaschen Bier leer waren und wir noch nicht mal gegessen hatten, zum Glück hatten wir eine gute Reserve, sodass wir die äußerst leckeren Frühlingsrollen mit ein wenig Bier genießen konnten. Es war ein sehr lustiger und schöner Abend.

In den folgenden Tagen waren wir viel am Strand, wo ich ein ganzes Buch (Homo Faber) las und einfach ein wenig entspannen konnte, abends sowie mittags haben wir immer ausgezeichnet gegessen, denn viele von den Freunden von Lars‘ Familie waren ausgezeichnete Köchinnen oder Köche, natürlich durfte auch der Asado nicht fehlen, der auch sehr lecker war!

Nicht nur das Essen war lecker, ich habe auch sehr viele nette Uruguayos und Uruguayas, Freunde von Lars und seiner Familie, kennengelernt, deren Kontakt sicher wertvoll sein kann. Auch in den folgenden Tagen genossen wir das immer besser werdende Wetter und vergnügten uns in den Wellen bevor wir am Strand lagen und lasen.

Insgesamt war es ein wunderbares langes Wochenende und ich freue mich schon auf die Rundreise mit Lars und seinem Vater nächste Woche.

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