Anschnallen und los!

Wenn ich schonmal in St.Petersburg bin, bietet es sich an, nach Lettland, Estland oder Litauen zu reisen. Wir Deutschen bezeichnen es immer recht nett als „Baltikum“ und wissen meistens nicht so richtig, wo denn jetzt nochmal welches der drei Länder ist. Aber das spielt ja sowieso keine Rolle, denn am Ende ist dort oben ja eh alles gleich. Wer so denkt, sollte auf jeden Fall nach Lettland, Estland oder Litauen reisen, denn die Länder unterscheiden sich in einigem. In Lettland spricht noch über 60% der Bevölkerung Russisch und die lettische Sprache hatte viele Affinitäten zum slavischen Wortstamm. In Estland hingegen wird die russische Sprache doch eher stärker abgelehnt und auch insgesamt hat Estland viel mehr sprachliche, sowie kulturelle Verbindungen zum finnischen. In beiden Ländern liegt das zum größten Teil an der Historie, die ich jetzt nicht weiter erläutern werde, weil ich sonst zu weit ausschweifen würde. Continue reading

Дикая жизнь – Wildes Leben.

Die letzten zwei Wochen waren mal wieder sehr ereignisreich, sodass ich gar nicht weiß, wo ich so genau anfange. Sagen wir es mal so: Ich habe in den letzten zwei Wochen meinen wärmsten und meinen bis jetzt kältesten Tag in St. Petersburg erlebt. Am 13.10 bin ich im T-Shirt und Strickjacke mit einem Kaffee in der Hand durch die Straßen von Spb gelaufen, habe neue Parks entdeckt, tausende gelbe Blätter gesehen und lächelnd in die Sonne geblickt. Heute: knapp zwei Wochen später, am 30.10, ging ich in meinem dicken Wintermantel, Mütze und Handschuhen durch die Stadt und versuchte nicht auf den gefrorenen Bürgersteigen auszurutschen. Continue reading

Selbst Versuchen

 

„Niemand weiß, was er kann, bevor er es ausprobiert hat“ (Publilius Syrus)

Wenn man jeden Tag etwas tut, was man vorher noch nie getan hat, dann wird man am Ende weiser oder? Ich denke schon, denn wenn ich versuche mit links zu schreiben oder ein Buch über Teilchenphysik zu lesen, dann tue ich das nicht, um ein glücklicherer Mensch zu werden, sondern um daran zu merken, dass es tausend verschiedene Möglichkeiten gibt und dass nie eine einzige die richtige ist. Continue reading

Time is your gun

Grüße und Hallo!

Nun ist die erste Woche schon vorbei und ich habe eine Menge erlebt. Am Montag war mein erster Arbeitstag im Kindergarten. Für alle, die es noch nicht wissen – ich arbeite im deutschen Kindergarten von St. Petersburg, der zur deutschen Schule, die gleich nebenan ist, dazugehört. Der Kindergarten hat drei Gruppen: Die Sonnen-, Sternen- und Mondgruppe. In jeder Gruppe sind circa 10-12 Kinder und zwei Betreuer. Ich war diese Woche in der Sonnengruppe – dort sind die kleinsten Kinder, also vorrangig die zwei- bis dreijährigen. Die ersten zwei Tage waren natürlich erstmal ein wenig schwierig, weil ich die Kinder alle noch nicht kannte und noch keine emotionale Bindung zu ihnen aufbauen konnte. Insgesamt waren der Montag und der Dienstag sehr anstrengende Tage für mich, weil ich mich erstmal wieder in den Arbeitsrhythmus einfinden musste. Ich arbeite jeden Tag von früh um acht bis nachmittags um vier – da ist man dann schonmal schnell schlapp. Aber das ist auch irgendwo verständlich und geht allen Betreuern so, weil man rund um die Uhr auf die Kinder aufpassen muss und nicht, wie in der Schule, Pausen zwischen den einzelnen Stunden hat. Continue reading

Das Abenteuer beginnt

Hallo ihr Lieben:)

Und plötzlich ist da dieser Tag, der die ganze Zeit in weiter Ferne schien. Er kommt einfach so – ohne sich anzukündigen. Und dann muss man sich plötzlich von allen verabschieden, gefühlt tausend Leute umarmen, ein paar Tränen verdrücken und dann ins Auto steigen. Ja, die Zeit des Abschieds ist gekommen, denn meine Reise nach Russland ist nun tatsächlich losgegangen. Continue reading