Allein in Helsinki

Das Reisefieber hat mich wieder gepackt, sodass ich mich auf den Weg ins Land des Weihnachtsmannes und der Moomins gemacht habe. Na? Wisst ihr wo es hinging?  l

F I N N L A N D

Mein multiples Visum ( also beliebige Ein-und Ausreisen) gilt nur noch bis Ende November und es ist eher unwahrscheinlich, dass ich ein zweites multiples Visum erhalten werde. Deshalb habe ich die Chance genutzt und bin ein Wochenende nach Finnland gefahren. Die Reise begann mit einem Nachtbus nach Helsinki. Ich konnte dieses Mal nur schlecht im Bus schlafen und der Grenzübergang war irgendwie auch anstrengender. Letztlich kam unser Bus dann 2h früher als geplant in Helsinki an, sodass ich um 4:30 Uhr am Busbahnhof stand und nicht wusste, was ich machen sollte. Ich habe mich dann hingesetzt und mir den ersten Schlaf seit Stunden gegönnt. Dann ging es los mit meiner Stadterkundung: Helsinki ist mit seinen 600.000 Einwohnern, im Vergleich zu Sankt Petersburg, eine relativ kleine Stadt.

Mein erster Eindruck: Weihnachten! Alles war schon weihnachtlich geschmückt und da es früh um sieben noch dunkel war, hat alles so schön geleuchtet. Ich bin dann durch die Stadt gelaufen, habe mir zwei Kirchen angeschaut und war am Hafen. Hier ein Geheimtipp: Am Hafen gibt es ein Freibad, was das ganze Jahr geöffnet hat und beheizt wird. 

Bad am Meer

Nach meiner Tour durch die Stadt bin ich in das *Museum über finnische Natur und Tiere* gegangen. Diese Museum kann ich jeden, der es vor hat nach Helsinki zu gehen, wärmstens empfehlen. Es hat mich ein wenig an das Naturkundemuseum in Berlin erinnert und informiert einen sehr genau über das Verhalten von Tieren und Pflanzen in den verschieden Jahreszeiten und aktuelle Probleme bezüglich des Klimawandels.

Nach meiner kurzen Besichtigung Helsinkis ging es zum Bahnhof, um nach Jakobstad zu fahren. Dort wohnt ein sehr guter Freund meiner Familie, den ich nur einmal in Finnland besucht habe, als ich drei war. Daran habe ich natürlich keine Erinnerung mehr und er hat mich eingeladen ihn zu besuchen. Nach der vierstündigen Fahrt durch die schöne finnische Landschaft mit tausenden Seen und Wäldern, kam ich endlich in Bennäs ( bei Jakobstad) an. 

Der Abend war einfach herrlich: erst haben wir einen Spaziergang durch die Stadt gemacht, dann gab es Injera (äthiopisches Essen (weil mein Bekannter in Äthiopien geboren wurde)) und ein kühles Wernesgrüner ( Bier aus meiner Heimat). 

Am nächsten Tag bin ich mit meinem Bekannten, Fikre, ans Meer gefahren. Ich glaube, die Bilder beschreiben alles. Mein absolutes Highlight war dann der Besuch der finnischen Sauna. 

An meinem letzten Tag haben wir eine Wanderung durch den tiefen, finnischen Wald gemacht. Ich bin absolut begeistert von der Natur, den Bäumen und den tausenden Wanderwegen. Es hat echt so viel Spaß gemacht und ich fühle mich nach diesem Wochenende so entspannt, glücklich und gesättigt. 

 

 

Ein paar Sachen, die mich in Finnland geflasht haben:

  • – mir wurde erzählt, dass viele Finnen ihr Auto nicht abschließen, weil es niemand klauen würde bzw., weil man einfach so viel Vertrauen hat, dass nichts passieren wird (finde ich klasse, wäre aber in Deutschland absolut unvorstellbar) 
  • – Finnisch ist eine verwirrende und schwere Sprache 
  • – Vieles ist unglaublich teuer – ein Beispiel: Der billigste Burger bei Mc‘Donalds kostet 5€ und ein Mc-Menü gibt es ab 8€ 

 

Noch ein paar Highlights der vergangenen Wochen aus St.Petersburg in Kurzform:

  • – Besuch der Insel Kronstadt
  • – spontane Fahrt ans Meer am Abend 
  • – Besuch des Musikmuseums in Spb 
  • – Ich war neulich mit ein paar Freunden am späten Abend nach einer Veranstaltung noch in einer Stolovaja etwas essen. Wir waren neben zwei Rosenverkäufern die einzigen Gäste des Salons. Irgendwie kam ich mit ihnen ins Gespräch und dann hat der eine Mann mir am Schluss eine Rose geschenkt, die sonst 300₽ kostet. Das fand ich irgendwie so krass – in Deutschland würde das niemand machen! Da wäre das Geld viel wichtiger. 

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