Tag 130 – Schiffssirene

Gestern auf dem Weg nach Hause dachte ich über das Hupen in Kroatien nach. Denn im Gegensatz zum aggressiven „Empörungshupen“ auf deutschen Straßen, gibt es in Kroatien grundsätzlich zwei verschiedene Hupgründe: Das übliche „Du Vollidiot“-Hupen und das „Hey, ich kenn dich! Hallo! Schön dich zu sehen!“-Hupen.

So ist zum Beispiel ganz normal einmal kräftig auf die Hupe zu drücken, wenn man an einem Auto vorbeifährt, dessen Besitzer*in man kennt. Und selbst in großen Städten wie Rijeka passiert das im Schnitt mindestens einmal am Tag. Aus Dosis Auto haben wir so schon ihren Schwager angehupt, ihre Schwester, ihren Nachbarn… Und in kleinen Dörfern (wie zum Beispiel auf unseren Spritztouren durch den Risnjak-Nationalpark) kommt man aus dem Hupen gar nicht mehr heraus. Alle paar Meter: Mööööp!

Falls ihr also eines schönen Tages wieder einmal durch Kroatien fahren solltet – entspannt euch! Wahrscheinlich werdet ihr angehupt. Und zwar weil ihr (nach kroatischen Verhältnissen) gerade totalen Mist zusammenfahrt. Aber wer weiß: Vielleicht möchte euch jemand auch nur „Hallo“ sagen? Im Zweifelsfall würde ich es also einfach mit den Pinguinen von Madagaskar halten:

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