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Tag 127 – Wellengang

Heute ging es hoch und runter. Zum einen wortwörtlich, denn heute war wieder Präsenzunterricht in der Schule angesagt. Und wie die Straßen hier in Rijeka eben verlaufen geht es auf dem Weg dorthin entweder bergauf oder bergab (die Kurven nicht zu vergessen). Aber auch für meine Stimmung war Achterbahn angesagt: Erst sonnig wie das Wetter, dann trübsinnig und etwas aufgewühlt. Ich glaube eines der schlimmsten Gefühle (nach Einsamkeit) ist es, wenn man mit sich selbst und seinen Leistungen nicht zufrieden ist. Und wenn man weiß, dass man es besser könnte. Falls ihr euch jetzt fragt, was zum Teufel ich mit diesen kryptischen Worten eigentlich meine: Ich hatte ein langersehntes Vorstellungsgespräch und habe es in den Sand gesetzt. Tja, wie es so ist im Leben – die besten Antworten fallen einem immer erst im Nachhinein ein.

Aber genug des Trübsals, lasst uns stattdessen über die heutigen „Hochs“ reden: Der Kaffee mit Dosi (ihr wisst, ein kroatisches Grundbedürfnis) erst vor der Stammkneipe neben der Schule und dann in der Mittagspause am Strand, der Small-Talk im Lehrerzimmer und die Nachhilfestunde mit Andrej.

Ja, vielleicht habe ich heute etwas verbockt. Aber immerhin weiß ich – und habe es mir an anderer Stelle bewießen – ein ganz hoffnungsloser Fall bin ich nicht.

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