Einer der für mich faszinierendsten Plätze in Belgrad ist Slavija. Man nehme 3-4 Autospuren (die genaue Zahl war für mich bisher noch nicht ersichtlich), füge drum herum eine Straßenbahnlinie hinzu, abschließend am äußersten Rand eine Spur für Busse und fertig ist das Verkehrschaos. 😉 Mit Sicherheit gibt es ein System, nach dem sich der aktive Verkehrsteilnehmer richten kann, und das durch häufig anzutreffende Polizisten an diesem Platz sichergestellt wird, dass für den passiven Verkehrsteilnehmer beziehungsweise Touristen jedoch nicht augenscheinlich ersichtlich wird. Ich bin zumindest jedes Mal von den Autofahrern beeindruckt, die es heil wieder aus diesem Kreisverkehr heraus schaffen, und froh darüber, dass nicht ich der aktive Verkehrsteilnehmer bin, wenn ich jeden Morgen und Abend auf meinem Arbeitsweg diesen Platz mit dem Bus passiere. Dieses Foto stammt leider nicht von mir. Aber ich habe es mir zum Projekt gemacht, höchstpersönlich Fotos von diesem Platz zu machen. Mal sehen wie sich die Möglichkeit ergibt eines der umstehenden Hochhäuser zu erklimmen. Ihr dürft auf jeden Fall gespannt sein. Sobald das Projekt zufriedenstellend abgeschlossen ist, werdet ihr es erfahren. 😉

Plac Slavija in Belgrad (Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/File:Slavija-Beograd-trg_Dimitrija_Tucovica.jpg)
Ansonsten mache ich kleine aber feine Fortschritte was meine Sprachkenntnisse betrifft. Mein erster großer Erfolg: Als ich heute wieder in einem kleinen Imbiss stand um mir etwas zum Mittagessen zu kaufen und mal wieder nur darauf zeigen konnte, merkte die Verkäuferin zwar, dass ich scheinbar kein Serbisch spreche und versuchte es auf Englisch. Das hinderte sie jedoch nicht daran wieder ins Serbische umzuschwenken und mich zu fragen: „Odakle ste?“ (Woher kommen Sie?). Glücklich darüber, dass ich diesen Satz heraushörte und verstand, konnte ich nur etwas stotternd antworten: „Ja sam iz Nemačke.“ (Ich bin aus Deutschland.), da wir diese Mini-Konversation gestern im Sprachkurs durchgenommen hatten. Ich konnte meine frisch erworbenen Kenntnisse also gleich am nächsten Tag erfolgreich einsetzen. 😉 Naja, das Ende der Geschichte war, dass die Verkäuferin dann dennoch wieder zum Englischen wechselte…
Und eine kleine Begebenheit zum Schluss: Ich fand es sehr witzig, als mir eine ältere Frau in einem Kiosk einen bunt eingepackten Kaugummi gab, weil sie keine 5 Dinare (5 cent) Wechselgeld mehr hatte, die ich zurückbekommen hätte. 😉