6 Monate in Krupa – Halbzeit

Die Hälfte meines Freiwilligendienstes ist herum, vor mehr als sechs Monaten war ich in Berlin beim Vorbereitungsseminar und genau heute bin ich seit sechs Monaten in Bosanska Krupa. Es fühlt sich unwirklich an, einerseits als ob ich schon seit langer Zeit hier bin und dann wieder, als wären erst zwei Monate vergangen. Ich bin ehrlich, manchmal hatte ich mehr Zweifel, als ich mir vorher erhofft hatte und irgendwann auch Heimweh. Aber ich denke, das ist normal, wenn man das erste Mal so lange von zu Hause weg ist. In diesen sechs Monaten habe ich aber auch so viel über mich herausgefunden, coole Leute kennengelernt, musste meine Komfortzone verlassen, bin selbstständiger geworden, habe viele neue Orte gesehen und habe unglaublich viel gelernt. Auf dass die nächsten 5,5 Monate noch besser werden! 🙂

Seit Mai habe ich hier nichts geschrieben, seitdem ist einiges passiert. Ende Mai war ich beim Zwischenseminar in Mali Idjos in Serbien, wo ich mich mit den anderen Freiwilligen austauschen konnte, die in einer ähnlichen Situation waren wie ich. Wir haben viel über unsere Erlebnisse gesprochen und hatten Zeit uns selbst zu reflektieren. Außerdem hatte ich das Glück zwei Tage in Belgrad verbringen zu können. Auf jeden Fall hatte ich dann einen coolen Sommer, hier ein paar Fotos und Berichte:

  1. Donaujugendcamp in Ulm: Ich habe zwei Schüler nach Ulm zum Donaujugendcamp begleitet, wo sich 84 Jugendliche aus 13 Ländern aus dem Donauraum getroffen haben. Das Motto war: Europa sind wir. Das Ziel: Interaktion der Jugendlichen auf Deutsch und kultureller Austausch – denn wo miteinander geredet wird, entstehen nicht so viele Vorurteile. Begleitet wurden die Schüler natürlich von ihren Deutschlehrern. Es war unglaublich cool, den Jugendlichen dabei zuzusehen, wie sie in unterschiedlichen Workshops ein Theaterstück auf die Beine gestellt und sich mit dem Thema Europa und Zusammenhalt auseinandergesetzt haben. Außerdem war es schön, die Lehrer aus den anderen Ländern zu treffen und sich mehr als Lehrerin als Schülerin zu fühlen. 😀

Die Donau

Die Schüler bei der Eröffnung des Donaufestes

 

Die Eröffnungsfeier des Donaujugendcamps

 

Ich mit ein paar Deutschlehrern

 

Präsentation der Ergebnisse des Donau Online-Projekts von den Schülern und Lehrern

Abschlussprästentation auf der Bühne der Schüler – ein Theaterstück

2. Mein Vater, mein Onkel, meine zwei Brüder und zwei meiner Cousins haben mich für eine Woche in Krupa besucht. Es war cool ihnen „meine“ Stadt zu zeigen, zusammen das schöne Wetter und die Una zu genießen und lecker essen zu gehen. 😀 Hier ein paar Fotos:

Auf der Brücke über die Una im Stadtzentrum

Rafting auf der Una inklusive Schwimmen

Die Una und die Natur bestaunen

Die Una von der Altstadt aus

Ein entspannter Tag an der Una

3. Zwei Freundinnen kamen mich nacheinander für ein paar Tage besuchen, worüber ich mich sehr gefreut habe. Der Weg nach Krupa ist wie gesagt eher steinig. 😀 Aber wir haben es geschafft!

4. Ich habe mit Sophia, Ineke und Emma (die letzteren beiden waren als kulturweit Freiwillige in Bulgarien) eine kleine Ost-Europa-Tour mit dem Flixbus gemacht. Wir waren für drei volle Tage in Budapest, zwei volle Tage in Bratislava und drei volle Tage in Prag. Dazu folgt ein weiterer Blogpost, da ich diese Erinnerungen gerne ausführlicher festhalten würde.

Am 3. September war dann der erste Schultag für das neue Schuljahr, jetzt freue ich mich wieder unglaublich auf die nächsten Monate. Ich habe mit der verantwortlichen Lehrerin abgemacht, dass ich mich jetzt mehr um Projekte kümmern werde. Im November wird das PASCH-Projekt des Goethe-Instituts 10 Jahre alt. Dafür lädt das Goethe-Institut Leute von allen sieben PASCH-Schulen in Bosnien-Herzegowina nach Sarajevo ein, wo die verschiedenen Schulen vorgestellt werden. Außerdem hat das Goethe-Institut mich für Ende November nach Sarajevo für ein Freiwilligentreffen eingeladen. Ich bin schon echt gespannt auf die Hauptstadt! Mal sehen was sonst noch so ansteht, ich halte euch wieder auf dem Laufenden!

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