Vor Kurzem stellte ich fest, dass ich ein „Zwischen-Mensch“ bin. Was meine ich damit? Ich stellte fest, dass ich in so vielen Lebensbereichen zwischen zwei Dingen stehe. Ich bin durch meine komplexe Identität selten an einem Pol verortet, sondern sehe mich als Moderator zwischen teils widersprüchlichen Positionen. Ich fühle mich selten an einem Ort zuhause, sondern schwanke zwischen zwei Ideen, fühle mich mal dem einen, mal dem anderen zugehörig. Das hat Vor- wie Nachteile. Ein permanenter innerer Kampf, Zweifel, Nicht-Dazugehören inklusive. Aber auch eine Freiheit und Vermittlerrolle, dass man überall anschlussfähig sein kann.
Konkreter gefragt:
Bin ich ein Mensch
Zwischen Welten
Zwischen Deutschland und Mexiko
Zwischen Schule und Universität
Zwischen Sparen und Ausgeben
Zwischen Introversion und Extroversion
Zwischen Liebe und Enttäuschung
Zwischen Lockerheit und Anspannung
Zwischen allein und in Gesellschaft
Zwischen Linguistik und Literatur
Zwischen Klarsicht und weitschweifendem Blick
Zwischen Sprache und Politik
Zwischen Hedonismus und Anspruch
Zwischen gut und böse?
Zwischen Menschen?