Von Amateur Wanderungen

 

Hallo ihr Lieben,

(den Post habe ich schon vor einigen Tagen verfasst aber nie die Zeit gefunden, ihn zu veröffentlichen. Also wundert euch nicht über die komischen Zeitangaben. Mittlerweile habe ich wieder eine Bulgarischstunde besucht, in der es zum Glück deutlich besser funktioniert hat…!).

In meinen letzten Tagen hier ist super viel passiert, so dass ich überhaupt nicht dazu gekommen bin, euch auf dem Laufenden zu halten.

Vom 20. bis zum 25. Oktober hat mich Julius besucht und wir haben die Tage zusammen verbracht. In dieser Zeit bin ich das erste Mal bewusst los gezogen, um mir Sofia anzuschauen. Denn häufig bin ich unter der Woche so geplättet, dass ich mich nicht mehr motivieren kann, nochmal los zu ziehen. Jetzt, wo seit dem auch wieder einige Tage vergangen sind, kann ich sagen, dass ich Sofia sehr ins Herz geschlossen habe und froh bin, hier bis Ende Februar sein zu dürfen. Irgendwie hat die Stadt, wie vermutlich jede, ihren ganz eigenen Charme und ich habe eine Weile gebraucht, um das wertschätzen (oder wie ich auch so gerne sage appreciaten (grüße an Elodie gehen raus <3)) zu können. Ich war jetzt auch schon einige mal Abends draußen und auch am Freitag das erste mal feiern und genieße es total in einer Großstadt zu sein, in der ich mich gleichzeitig auch super sicher fühle (Naja ok: manchmal hoffe ich dann aber schon darauf, dass Paule und Finni mit mir Metro fahren ;D).

Aber nun wieder zurück zu den Tagen mit Julius. Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich das kaum mehr glauben aber noch vor ein paar Tagen haben wir die Free Walking Tour, eine kostenlose Stadtführung von Bulgaren, die ihre Stadt lieben und die besten Ecken zeigen wollen, bei strahlendem Sonnenschein gemacht. Nun ist schon der Herbst in Sofia eingebrochen und leider werden die Heizungen in den Schulwohnungen noch nicht eingestellt, so dass jetzt immer dicke Pullis angesagt sind. Außerdem haben wir noch mit drei jüngeren Lehrern von meiner Schule und Eileen einen zehnstündigen Ausflug in das Vitosha Gebirge unternommen. Auch, wenn Julius und ich als die einzigen in unserer kleinen Wandergruppe, wer hätte es gedacht, nur so semi- gut auf das bevorstehende Abenteuer vorbereitet waren (kein Essen, zu wenig Wasser und kein festes Schuhwerk), wurden wir mit einer grandiosen Aussicht über Sofia belohnt und sind auch am Ende des Tages zwar kaputt aber lebend wieder unten angekommen. Der Tag verging für mich vermutlich auch deshalb wie im Flug, weil ich die perfekten Gesprächsthemen mit Lutz hatte, da wir nämlich über den gleichen vorzüglichen Buch-,Film-, Musik sowie Kunstgeschmack verfügen und ich somit (ich glaube man kann sich das sehr gut vorstellen) meinen Redefluss kaum zu stoppen wusste. Übrigens gehen wir auch am Donnerstag gemeinsam auf ein Konzert von einer Band namens God is an Astronaut, die mir von Papu empfohlen wurde.

Mein Bulgarischkurs, den ich mit den anderen Freiwilligen mache, hat nun auch schon angefangen doch leider musste ich die zweite Stunde schon versäumen, da ich Julius vom Flughafen abgeholt habe, so dass ich in der gestrigen Stunde kaum durchgesehen habe. Alle konnten schon Dialoge verfassen und vorlesen und ich hatte keinen blassen Dunst. Ich habe mich ein wenig gefühlt als hätte mich jemand in den Chemie-Kurs, in dem ich noch vor einigen Monat saß, zurück katapultiert.

An der Schule gefällt es mir richtig Klasse und ich habe mich schon gut eingelebt (an die Anrede Frau Greta muss ich mich allerdings noch gewöhnen). Auch, wenn die Schule hier schon seit drei Wochen begonnen hat, gibt es ein wildes hin und her mit den Stundenpläne, so dass ich noch keinen festen Plan erhalten habe. Trotzdem habe ich mich, wie in einem anderen Blogpost schon erwähnt, für zwei Klassen entschieden. Auch, wenn ich mein ganzes Leben in B- Klassen war und das erfahrungsgemäß auch die cooleren Klassen sind, kann ich bestätigen, dass das in Bulgarien nicht der Fall ist. Und so werde ich also am meisten Zeit in der eins und zwei a verbringen (es fühlt sich wie ein kleiner Verrat an). Es ist irgendwie seltsam auf einmal auf der anderen Seite zu stehen und im Lehrerzimmer zu chillen, wo ich doch selber gerade noch Schüler war… Aber ich habe mich erstaunlich schnell daran gewöhnt. Am Mittwoch hatte ich dann noch einen Begrüßung- sowie Kennenlerntermin mit anschließendem Workshop in der deutschen Botschaft zu dem ich es ja zum Glück nicht weit hatte.

Ich melde mich bald wieder.

Habt einen schönen Tag

Eure Greta

Besuch in der Deutschen Botschaft

Impressionen von unserem Wanderausflug

Sofia

Mein Wochenende

 

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