MAMMA MIA

Hallo Leuts,

ich könnte in dem nun folgenden Post wieder mit dem Satz: „in den letzten Tagen ist sooo viel passiert“ einsteigen aber ich lasse es einfach. Stattdessen könnt ihr euch eine Blaskapelle vor dem Hilton Hotel Sofia vorstellen, welche die deutsche Nationlhymne spielt. Außerdem ganz viele, bestimmt sündhaft teure Autos, (ich habe von sowas ja keine Ahnung) aus denen Leute aussteigen, die bestimmt wichtig sind aber auch solche, die nur so tun als wären sie es. Zu der letzteren Kategorie gehörte ich am Tag der Deutschen Einheit. Denn wir als „Kulturmittler“ wurden von dem deutschen Botschafter zu eben dieser Feierlichkeit im Hilton eingeladen. Das einzige was ich euch darüber berichten kann ist, dass wir mit Abstand die jüngsten waren, es wirklich vorzügliches Essen gab und der Kellner, der den Wein ausschenkte am Ende des Abends auch nicht mehr fragen musste, ob wir roten oder weißen Wein trinken wollen. Wir hatten natürlich auch Spaß mit der Fotobox, die dort im Weg rum stand und ebenfalls ein paar nette Gespräche mit unseren Ansprechpartnern. Am Wochenende hatte ich full House und die Schlafkapazitäten in Marias Wohnung wurden voll ausgeschöpft. Am Freitag kam Nele zu mir und als riesiger ABBA und Mamma Mia Fan ist für mich die bulgarische Version des Musicals natürlich Pflicht gewesen. Ich hatte für uns noch super Karten ergattern können, so dass wir in der zweiten Reihe saßen und mitfiebern konnten. Das ich alle Texte auswendig konnte, kam mir sehr zu Gute, denn das gesamte Stück war, wer hätte es gedacht, auf bulgarisch. Am Samstag kamen dann Malte und Malik, die gerade eine Fahrradtour durch Osteuropa machen und mich in Saufia besucht haben. Tja, so sahen dann auch meine nächsten Tage aus… Am Montag setzten die Jungs dann ihre Fahrradtour fort und für mich startete eine neue Schulwoche. Mit meinem Bulgarischkurs ist es ein ständiges auf und ab. Habe ich das letzte mal noch geschrieben, dass es besser läuft, gehe ich jetzt wirklich sehr ungern  dort hin weil ich mit Abstand die bin, die am meisten hinter her hängt. Ich beschäftige mich aber auch zugegebenermaßen außerhalb des Sprachkurses wenig mit der bulgarischen Sprache, was auch einfach dem Umstand geschuldet ist, dass ich es im Gegenteil zu den anderen Freiwilligen auch nicht brauche, da ich an einer deutschen Schule bin. Gestern hatte ich allerdings einen wirklich sehr wundervollen Abend und habe hier in einer Örtlichkeit eine Bulgarin kennengelernt, die Deutsch konnte und sich total gefreut hat, die Sprache mal wieder zu sprechen. Wir haben Nummern ausgetauscht und ich möchte mich so schnell wie möglich mit ihr treffen. Auch in der Hoffnung, dass sie mir ein wenig bei meiner Bulgarischbaustelle helfen kann und mir ein paar schöne Ecken in Sofia zeigt. Wobei ich nach einem Monat jetzt auch schon ein paar Ecken hier kenne und mich von Tag zu Tag mehr in die Stadt verliebe. Nachdem ich in der letzten Zeit aber ständig unter Leuten war (was mir auch unglaublich gefällt, keine Frage), sehnte ich mich jetzt danach auch mal wieder alleine zu sein. So werde ich heute allein auf ein Konzert gehen (wieder von Papu empfohlen und wieder im Mixtape 5, wo ich genau vor einer Woche schon war) und Morgen nach Pleven fahren. Ich werde nach Schulschluss zum Busbahnhof fahren und mir den nächstbesten Bus nehmen. In Pleven werde ich dann das erste mal in meinem Leben Couchsurfen, worüber ich auch ein kleines bisschen aufgeregt bin. Ich werde berichten…

Tschüssi

Greta

Die Freude steht uns in das Gesicht geschrieben

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Zur Werkzeugleiste springen