Wenn 40 Raben auf dem Sportplatz tanzen

So, hallöle,

inzwischen ist einige Zeit vergangen und ich habe mich einige Zeit nicht mehr gemeldet. Der Sommer ist einfach zu schön und warm.

Es ist wirklich krass, wie schnell dieses Jahr schon vergangen ist – die Hälfte ist schon vorbei. Noch vor vier Monaten sah alles ganz anders aus, Grundrechte wurden massiv eingeschränkt, man verließ die Wohnung nur noch, um einkaufen zu gehen oder um das Nötigste zu erledigen. In den Medien ratterten nervöse Reporter die Fallzahlen rauf und runter, das Virus war in alle unsere Lebensbereiche eingedrungen.

Inzwischen, Stand Juli, sieht die ganze Chose schon wieder ganz anders aus. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber von Corona spüre ich derzeit sehr wenig. Bis auf die Maskenpflicht und den Ausfall größerer Veranstaltungen und Reisen natürlich. Vieles hat sich normalisiert: Man sitzt mit Freunden abends im Café, schlendert durch die City, die Schulen und Betriebe sind vorsichtig an den Start gegangen.

Mittlerweile hoffe ich auf ein Studium ab November in Tübingen, auf ein WG-Zimmer und dass ich meine kleine Online-Sprachschule professionalisieren kann… Einige Umbrüche in meinem Leben finden gerade statt: Vorbereitung aufs Studium, auf den Wegzug, eine gefühlte neue Freiheit, die ich noch nicht gekannt habe. Ich kann jeden Tag Entscheidungen treffen und Sachen machen, die mir Spaß machen. Muss nicht lernen, bin keinem großen Druck ausgesetzt. Letztes Jahr, in der Schule, musste ich einen großen Teil meines Lebens Fächern widmen (Mathe, hust), die in mir keine große Begeisterung auslösten.

Und mir hat die Situation heute gezeigt, wie unbeschadet ich aus der Corona-Krise bisher bekommen bin – noch ist die Pandemie ja noch nicht vorbei. Aber mein Leben fühlt sich gut an, ich habe einen Job, der mir Spaß macht, treffe wieder Bekannte und Freunde und kann meine Lebenspläne etwas konkretisieren. Natürlich weiß ich, dass es andere Menschen schlimmer erwischt hat, andere Leute ihre Arbeitsplätze verloren haben oder „gerade so“ über die Runden kommen bei all den Kürzungen. Andere Teil der Welt sind von diesem kleinen Virus  fies erwischt worden und gerade die Ärmsten der Ärmsten hatten eben keine schicke Versicherung und eine gute medizinische Versorgung. Bei den Neuigkeiten, die ich aus meinem Heimatland Mexiko sowie aus Brasilien höre, bleibt mir zum Teil die Luft weg. Brasilien ist jetzt auf Platz zwei der Infektionszahlen, Mexiko auf Platz 10. Und natürlich wissen wir, dass es eine hohe Dunkelziffer gibt. Es ist einfach zum Schreien. Bis die Entwicklungs- und Schwellenländer sich erholt haben, wird es Jahre dauern. Kurzarbeitergeld und monströse Konjunkturpakete für die Wirtschaft sind dort Fehlanzeige. Wir in Deutschland müssen einfach zutiefst dankbar sein. Manche Debatten, die jetzt geführt werden, spiegeln die Verwöhntheit wider, in der viele leben.

Ich hoffe einfach, dass das Ganze bald rum ist. Nach dem Ausbruch im Kreis Gütersloh bin ich mir ehrlich gesagt nicht mehr so sicher.

Heute morgen habe ich auf einem Fußballfeld eine große Delegation an Raben gesehen, die es sich auf einem Sportplatz gemütlich gemacht haben. Fand ich irgendwie ein schönes Bild, daher der Titel. Hat also nichts mit dem Thema zu tun und bietet aus meiner Sicht keine Assoziation mit diesem Text 😉

 

Welche weiteren Themen wünscht ihr euch für diesen Blog? Mir fallen gerade so wenige ein… Daher belasse ich es bei diesem kleinen Blog-Post.

Hoffe, euch geht es gut – wo auch immer ihr seid!

Liebe Grüße

Mark

 

 

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