das war’s dann wohl

Gedanken am 26.8., 23 Uhr (8 Stunden bevor mein Wecker fürs NB klingelte):

„Morgen ist es so weit: der letzte Abschnitt meines FSJ, das Nachbereitungsseminar, beginnt. Einerseits bin ich darauf nicht wirklich vorbereitet, schließlich bin ich nun schon fast einen Monat zurück in Deutschland, andererseits heißt das, dass ich (endlich, endlich) einige der Menschen wiedersehen werde, die mir seit dem 1. September 2017, seit zehn Tagen Frieren am Werbellinsee, so unglaublich wichtig geworden sind. Kaum zu glauben, dass das nun schon ein Jahr her sein soll.

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viele Punkte und ein Komma

Ich bin schon lange angekommen. Die dunkle Jahreszeit ist lange vorbei. Während das bedeutet, dass die Stadt immer mehr wieder zu der wird, die sie war, als wir das erste Mal herkamen – voller Springbrunnen, Menschen vor den Restaurants, Eisdielen und Musik – heißt das auch, dass mein Freiwilligendienst ebenfalls fast vorbei ist. Es ist nicht mehr so ein atemloses Auf-und-Ab wie am Anfang, um ehrlich zu sein geht es weder auf noch ab und atemlos ist es auch nicht. Das soll jetzt auf gar keinen Fall negativ klingen – nein, ich glaube, ich bin nun da, wo hinter meinen Sätzen eher ein Punkt steht als ein Fragezeichen und gelegentlich sogar ein Ausrufezeichen.

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Wir streiten nicht, wir debattieren

Ich weiß, ich bin spät dran mit dem Halbzeit-Post, und so ist aus dem Halbzeit-Post nun eher ein Dreiviertelendzeit-Post geworden. Vor 217 Tagen habe ich das erste Mal ungarischen Boden betreten, das erste Mal in die Sonne geblinzelt, bin das erste Mal in Nyiregyhaza aus dem IC gestiegen. Jetzt, 217 Tage später, kommt es mir denkbar uninspiriert vor, über meinen Alltag zu schreiben. Weiterlesen

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Ungarisch lernen. Ungarisch lernen?!

Liebes Ungarischbuch,

Als du in mein Leben kamst, an einem verregneten Nachmittag Ende Juni, da nahm ich leider nicht die Zeit, dich so zu würdigen, wie du es verdient gehabt hättest. Nein, ich stolperte direkt in mein Bett, denn leider war es der Tag des Abistreiches und ich war *ein bisschen* müde. Auf diesen holprigen Anfang folgten ein paar Wochen, in denen wir uns kaum sahen, und wenn, dann war mein Lachen bald eher einem Schluchzen nah. Die Schuldgefühle, die mich hin und wieder heimsuchten, hielten sich jedoch in Grenzen, denn auf dem Seminar merkte ich, dass ich nicht die einzige mit einem Wortschatz war, der sich auf hallo, danke, eins beschränkte.

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Ein Huhn auf Reisen & mehr Kurioses

Ich mag meine Schule. Dauernd ist was los hier, in der Eingangshalle wird fleißig fürs Szalagavató geprobt, es gibt eine Morgenandacht, Schüler dekorieren für den Tag der offenen Tür, da werden Adventsgedichte vorgetragen und Vorstellungen von der Dramaklasse gehalten. Ich mag meine Schule so sehr, dass ich versuche, Sofía davon zu überzeugen, an meine Schule zu wechseln. Sofía will nicht. Weiterlesen

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Gedanken aus einem (hoffentlich) vorübergehenden Zustand

Liebe Freunde, liebe Familie, liebe Freiwillige. Ich muss es jetzt mal sagen, ganz direkt und ohne Umschweife: ich bin verdammt verwirrt.

Heute kam mein Adventspaket an. Völlig unerwartet. Hatte man ja vergessen bei der verrückten Woche, die hinter einem lag. Und obwohl es bereits seit ein paar Wochen Glühwein gibt in jeder erwähnenswerten Bar meines Zufallszuhauses und es durchaus akzeptiert ist inzwischen, von dünnen Handschuhen auf Fäustlinge umzusteigen, hat mich das doch etwas kalt erwischt. Weiterlesen

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Pragmatisch unterwegs

Montagmorgen vor einer Woche. Ich wache auf, weil Helena plötzlich vor meinem Bett steht in unserem etwas ranzigen Prager Hostel. Eigentlich wollten wir ja zusammen am Sonntagnachmittag via Fernbus fahren, aber ihr kennt uns, war natürlich klar, dass wir das nicht schaffen würden. Weiterlesen

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Eine Woche pures Glück

Entschuldigung für den – mal wieder – viel zu langen Text.

Die letzte Woche war verrückt. Wenn ich daran zurückdenke, dass ich am Wochenende noch riesige Angst davor hatte, wie ich diese Tage füllen und vor allem, wie ich meinen Geburtstag verbringen sollte, könnte ich lachen. Okay, ihr habt mich ertappt, ich habe wahrscheinlich sogar wirklich gelacht. Denn seit ich hier angekommen bin, hatte ich keine so beschäftigte Woche wie die letzte – nicht einmal, als wir für den Tag der Deutschen Einheit nach Budapest gefahren sind. Weiterlesen

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Tag 32

Ein Monat (quasi). Vier Wochen (ein bisschen mehr). Einunddreißig Tage, elf Stunden, siebenundfünfzig Minuten (ja, ich habe einen Countdown auf meinem Handy). Zeit für eine Bestandsaufnahme. Weiterlesen

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Geh‘ doch in die Puszta

Ich habe das Gefühl, so langsam wird es wirklich, wahrhaftig Herbst – wenn ich morgens meine 2 Minuten von der Wohnung zum Schuleingang laufe, fliegen mir tonnenweise Blätter entgegen (wo auch immer die herkommen, die Bäume sehen nämlich alle noch recht fit aus). Meine Wetterapp zeigt mir gelegentlich Nagykàllò – 2° Celsius an (warte, was?!). Die Wollsockensaison hat definitiv angefangen (oder hat sie einfach nie aufgehört?). Ich würde auch „es wird abends so schnell dunkel“ als Argument in den Mix packen, aber das ist hier schon die ganze Zeit so – warum genau habe ich noch nicht komplett verstanden, aber ich meine, jemand hätte mir gesagt, dass wir direkt an der Grenze zur nächsten Zeitzone liegen würden. Weiterlesen

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