Abreise

Nach einem überwältigenden Vorbereitungsseminar am schönen Werbellinsee ging es für mich zum Flughafen Tegel, von wo ich nach Frankfurt flog. Irgendwie war es befremdlich, so viele Menschen mit teils sehr teuren Atemschutzmasken zu sehen. Reisen in Zeiten von Corona…

 

Aufgeregt auf das Abenteuer verabschiedete ich mich von Berlin und es ging weiter nach Frankfurt. Zu meiner großen Überraschung war der ganze Flughafen leer (Bild 1) und es gab eine überschaubare Anzahl an Flügen (Bild 2).

„English?“ – Ich schaue verdutzt. „Ach, der spricht bestimmt Italienisch“, sagt eine Flughafenmitarbeiterin. „Deutsch geht auch“, zwinkere ich zurück.

Bei genauerer Nachfrage nach der geringen Zahl an Flügen heißt von der Sicherheitsbeamtin: „It’s Corona time, baby“. Ich muss schmunzeln. Auch, als der sichtlich unterforderte Flughafenmitarbeiter meine Ledertasche aus dem Gepäckverkehr zieht und mich auf die hohe Anzahl an FlipFlops hinweist. Zudem geht eine dicke rote Kerze, die mir unsere Gruppentrainer vom Vorbereitungsseminar mitgegeben hat und die eine besondere Bedeutung für unsere Gruppe besitzt, als alkoholisches Getränk durch. Wir plaudern ein bisschen. Ich erzähle ihm von meinem FSJ, von meinem Abenteuer Brasilien. Er ist sichtlich begeistert und sagt mir, dass er noch nie außerhalb von Europa war. „Spannende Bücher haben Sie da mit, ich packe mir auch immer viele für lange Reise ein“, sagt mir seine Kollegin. Sie wünschen mir eine gute Reise. Lachend verlasse ich die Sicherheitskontrolle und gehe in Richtung Gate.

 

Schnell fiel ich in einen schönen Economy-Schlaf, ehe ich über den Wolken von Sao Paulo aufwachte …

Welcome, Sao Paulo!

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