Alltag in Lima

Heute ist mir aufgefallen, dass ich lange keinen Blogeintrag mehr geschrieben habe – seit Trujillo sind zwei Wochen vergangen und da nichts superspannendes passiert ist, habe ich es schlicht und einfach vergessen. Hier also mal wieder ein Update aus meinem Leben in Lima :)

Normalerweise stehe ich gegen halb acht auf, um zu Frühstücken und mein Essen für die Mittagspause vorzubereiten – trotz aller guten Vorsätze mache ich das nämlich nur selten am Abend zuvor. Manchmal telefoniere ich währenddessen mit meiner Familie oder mit Felix, oft vergesse ich die Zeit und bin dann doch ein bisschen in Eile. Ab kurz nach neun bin ich dann im Büro, und um eins ist dann auch schon wieder Mittagspause, dann esse ich mit Antonia entweder im Goethe oder beim Veganer (praktischerweise ist sie nämlich auch Vegetarierin, und hat wie ich überhaupt nichts gegen veganes Essen, im Gegenteil – vor allem, wenn ein ganzes Menü nur 10 Soles kostet). Gegen fünf ist dann auch schon wieder Schluss, und ich mache mich auf den Weg nach Hause. Ziemlich unspektakulär, aber nach acht Stunden Arbeit kommt es auch mal vor, dass ich noch was esse, ein bisschen lese und auch schon schlafen gehe :)

Natürlich verbringe ich so nicht jeden Tag, das wäre auf Dauer wirklich ein bisschen langweilig. Dienstags und Donnerstags gehe ich zu einem Aquarellkurs ins MALI; es macht wirklich Spaß, auch wenn ich mehr vom Spanischen gefordert werde als vom Künstlerischen. Außerdem fand letzte Woche eine Projektpräsentation zum Thema Migration am Goethe statt, es wurden Kurzfilme vorgestellt, der Botschafter kam, es gab Snacks, also waren Antonia und ich natürlich sofort dabei. Am nächsten Tag wurde am IPNM, einer der Schulen in Lima, eine Talentshow der Fachschaft Deutsch veranstaltet, zu der Sandra und ich netterweise eingeladen wurden. Zu diesem Anlass hat auch Sandras Tanzkurs seine Ergebnisse präsentiert, und es war ein total schöner Nachmittag!

Zur Zeit wird das Wetter hier deutlich besser, es ist so ziemlich jeden Tag sonnig, wenn auch manchmal nur für ein paar Stunden. Trotzdem eine deutliche Verbesserung zum Dauernebel.

Das letzte Wochenende war ziemlich unspektakulär: waschen, einkaufen, telefonieren, Essen gehen in Barranco. Da Antonia 2017 einen Schüleraustausch nach Lima gemacht hat, haben wir uns am Samstag mit Fabianna, ihrer Gastschwester, und deren besten Freundin getroffen. Die Unterhaltung fand im Endeffekt hauptsächlich auf Englisch statt, da für uns Spanisch und für die Peruanerinnen Deutsch eher anstrengend ist, das war aber auch mal lustig :)

Gestern habe ich außerdem mein erstes Erdbeben erlebt – Lima liegt in einer seismisch sehr aktiven Zone, weswegen es sogar unterschiedliche Bezeichnungen für die harmlosen, kleinen Erdbeben, die häufig vorkommen, und die wirklich starken gibt. Das Erdbeben gestern war definitiv eins der kleinen – die Fensterscheiben klirren, der Boden wackelt, das wars schon wieder. Für mich trotzdem spannend.

In der nächsten Woche bin ich drei Tage alleine im Büro, da Sandra Urlaub hat – Oh Gott – und ab Montag ist Kira, die in Ecuador eingesetzt ist, bei uns in Lima zu Besuch! Vorfreudee! Am Donnerstag und Freitag muss ich nicht arbeiten (danke an die absurd vielen peruanischen Feiertage) und natürlich nutzen wir die Chance, um übers Wochenende wegzufahren – ihr könnt ja mal raten, wohin :D

Fotos

Apropos, falls jemandem an Sonntagnachmittagen langweilig sein sollte, meldet euch gerne – ich telefoniere nämlich total gerne mit Leuten von zuhause :)

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