Wie alles begann…

Meine Reise nach Argentinien dauerte ca. 24 Stunden und verlief entgegen meiner Erwartungen unkompliziert. Dennoch war sie natürlich sehr anstrengend. In Belgrano unternahm ich dann eine erste Tour durch die Stadt.

Die 24 Stunden kamen zusammen, weil ich keine gute Flugverbindung von Dresden aus gefunden hatte. Deshalb musste ich erst einmal nach München fahren, um mit Air Europa von dort nach Madrid und dann nach Córdoba fliegen zu können.

Es hat aber alles ohne große Zwischenfälle funktioniert, ich konnte sogar im Flugzeug nach Córdoba schlafen und „Fantastic Beasts 3“ gucken! Allerdings musste ich in Madrid um ca. 23:00 Uhr in der Schlange zum Boarding stehen. Wahrscheinlich sind mir deshalb im Flieger so leicht die Augen zugefallen.

An der Pass-Kontrolle in Córdoba stand ich relativ lange und habe vor lauter Aufregung einfache Fragen nicht gleich verstanden. Doch ich konnte mit meinem deutschen Pass und dem Kulturaustauschvisum dann unkompliziert passieren.

Als ich aus dem Ausgang herauskam, erkannten ich und meine Vermieterin uns gleich. Sie holte mich vom Flughafen ab und wir fuhren 80 km nach Villa General Belgrano. Da war ich ziemlich glücklich, denn eine Taxifahrt hätte ich mir mit meinen kaum vorhandenen Spanischkenntnissen kaum zugetraut. Auf der Fahrt lernten wir eine schöne Schotterstraße kennen, weil wir uns auf der Autobahn verquatschten und dann die Ausfahrt verpassten. Die Fahrt war toll, da konnte ich schon ein bisschen von diesem Teil Argentiniens kennenlernen.

Ich wohne für den Anfang bei der ehemaligen Bibliothekarin meiner Schule in einem Zimmer mit Bad und kann ihre Küche mitverwenden. Vielleicht suche ich mir später noch etwas anderes, wenn ich neue Menschen kennenlernen möchte.

Am Nachmittag lief ich noch ein wenig durch die Straßen Belgranos. Zum Glück hatte ich meine offline-Karten-App dabei. Denn sonst hätte ich mich mit meinem miserablen Orientierungssinn, wie in jeder anderen Stadt auch, garantiert verlaufen. Aber so konnte ich schon viele schöne Orte entdecken. Zum Beispiel fließen drei kleine Flüsse durch Belgrano. Der Arroyo El Sauce, der Arroyo La Toma und der Arroyo Los Molles. Die Bäche sind nicht zugebaut, sehr grün bewachsen mit vielen Steinen zum darüber laufen und Bänken zum Ausruhen.

 

 

grüne Flusslandschaft mit Bank

Eines der Flüsschen, welches quer durch Belgrano fließt.

 

Mir kommt es so vor, als sei VGB äußerlich tatsächlich sehr von deutschen Einwanderern geprägt. Es gibt hier bald das Oktoberfest. Viele Läden, Restaurants und andere Häuser haben deutsche Schilder. Ich habe zum Beispiel schon „Buxtehude“ gefunden und es gibt ein Restaurant, das heißt „der Uhu“. Aber natürlich ist auch vieles auf Spanisch.

Ein Holzschild vor Bäumen hinter einem Tor: "Buxtehude".

Year! Endlich Buxtehude gefunden!

grüne Flusslandschaft mit Bank

Eines von einigen Häusern mit deutschem Namen.

 

Großer Zwerg mit roter Zipfelmütze, langem Weißen Bart, Stock und Uhu.

Eine Holzfigur am Restaurant „Der Uhu“.

Abends machte mir dann der Jetlag zu schaffen, mein Biorhythmus hatte sich noch nicht synchronisiert. Doch ich freute mich schon auf Mittwoch, meinen ersten Arbeitstag!

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