Endlich angekommen!

Szia!!!

Dies ist mein erster Blogeintrag, was genau euch auf meinem Blog erwarten wird,  weiß ich also selbst noch nicht genau. Seid einfach gespannt 😉

Zuerst einmal erzähle ich ein bisschen von unserem 10-tägigen Vorbereitungsseminar am Werbellinsee. Am 1. September ging es für uns alle (330 Freiwillige) nach Berlin. Dort wurden wir von Shuttlebussen abgeholt und fuhren gemeinsam zur EJB an den Werbellinsee. Zusammen mit einigen anderen Freiwilligen, die ich schon am Bahnhof getroffen hatte, stieg ich in den ersten Bus ein. In der Annahme dort auch als erstes anzukommen ging es gut gelaunt und voller Erwartungen in Richtung EJB. Zu früh gefreut!  Als erster Bus kamen wir nämlich direkt in einen unglaublich langen Stau und die anderen Busse konnten, gewarnt von unserem Busfahrer, in aller Ruhe den Stau umfahren. Und weil das noch nicht genug Zeit kostete, ließ sich unser Fahrer von seinem Navi falsch herum um den See leiten, sodass wir mit mehr als einer Stunde Verspätung ankamen. Begrüßt wurden wir dort von Anna Veigel der Leiterin des Freiwilligendienstes kulturweit. Nach der Begrüßung bezogen wir die uns zugeteilten Zimmer und trafen uns zum ersten Mal in unseren Homezones. Eine Homezone umfasst in der Regel um die 14 Leute und wird länder- oder regionenspezifisch eingeteilt. In meinem Fall also alle 15 Freiwilligen, die wie ich,  nach Ungarn gehen. Die Homezone war außerdem eine der wenigen Konstanten, die es auf dem Seminar gab und ich bin super dankbar, dass ich durch sie die anderen Freiwilligen in Ungarn so gut kennenlernen konnte. Ansonsten ist man nämlich in den 10 Tagen extrem bunt durchgemischt und auch noch am letzten Tag  begegnet man Gesichtern, die man davor noch nie gesehen hat. Bei den meisten Vorstellungen gehen die Gespräche auch nicht über die vier wichtigsten Fragen hinaus: Wie heißt du? Wohin gehst du? Bist du ein halbes oder ganzes Jahr weg? Und woher kommst du? (Ich heiße übrigens Paula, gehe für ein halbes Jahr nach Ungarn und komme aus München) 🙂 es ist einfach unmöglich sind mit allen zu unterhalten und nach ein paar Tagen hat man seine Leute in der Regel gefunden. Umso schwerer fiel uns deshalb auch der Abschied am 10. September.

Und jetzt bin ich hier. In Ungarn, genauer gesagt in Iklad. Iklad hat genauso viele Menschen, wie das Viertel in München in dem ich davor gewohnt habe. Ca. 2000 Einwohner leben hier und gefühlt habe ich schon ein Zehntel davon kennengelernt. Ihr sollet wissen, das ich hier in einer Gastfamilie wohne. Ich habe das Zimmer der Ältesten bekommen, da sie zurzeit in Paris lebt. Ansonsten lebe ich hier bei zwei super netten Gasteltern, drei Gastgeschwistern, sowie zwei Hunden, drei Katzen, zehn Hasen und sechs Schafen. Angekommen bin ich gestern mittag in Budapest, wo mich Anikó abgeholt hat. Sie ist mit mir direkt in die Schule gefahren, in der ich das nächste halbe Jahr verbringen werde. Ich wurde von einigen Schülerinnen schon gespannt erwartet und sofort gefragt, ob ich den süßen kleinen Hund mitgebracht hätte, der mit mir auf dem Foto ist, das in der Schule hängt 🙂 Ich musste sie leider enttäuschen. Nach einem kleinen Rundgang durchs Schulgebäude und einigen ersten Bekanntmachungen mit den Kollegen  und Kolleginnen (teilweise auf deutsch, teilweise auf ungarisch), ging es ab in die Gastfamilie, wo ich auch schon erwartet wurde. Und jetzt sitze ich hier an meinem zweiten Abend und nach einem Tag voller erster Eindrücke und freue mich auf das Weinlesefest, welches morgen stattfinden wird und auf meinen zweiten „ersten“ Schultag. Diesmal nicht als Schülerin, sondern als Freiwillige in Ungarn.

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