16.02.2020 – Das Mark aus den Knochen saugen

…gestaltet sich als schwieriger als gedacht, da sich die Stadt in absoluter Quarantäne befindet. Keine Etablissements dürfen länger als 24 Uhr offen haben und die meisten öffentlichen Orte sind geschlossen.

Das bedeutet, keine Museen und auch keine Möglichkeit, Sport zu treiben. Es sei denn, man trainiert beim UB-Pro-Boxing-Club, der im wahrsten Sinne des Wortes in einem Keller stattfindet. Also kann ich wenigstens Sport machen. Ein paar andere Sachen hab ich dann aber doch auch schon gemacht.

Zeug regeln
Ich hab in der Schule alles aufgeräumt und bereit für meine Abreise gemacht. Ich hab meinen Laptop zur Reparatur gebracht und so wie der Plan aktuell ist, stehen noch Touren zu einem Schneider und Schuster für Reparaturen an. Diese Dinge sind praktisch, denn man kann das angenehme (die Stadt weiter zu erkunden) mit dem nützlichen (seine Sachen repariert zu bekommen) verbinden…

Blue-Sky-Tower-Lounge (15.02.2020)
In der Mitte von Ulan Bator steht ein Gebäude, dass die Skyline nicht unerheblich bestimmt. Der Blue-Sky-Tower. Ganz oben hat er eine Lounge, von der man einen unglaublichen Blick auf die Stadt hat. Die Lounge ist so fancy eingerichtet, dass ich mich regelrecht unwohl gefühlt habe. Aber es ist einer der coolen Orte, die man in Ulan Bator besuchen kann. Und die Aussicht ist phänomenal. Also habe ich ein paar Menschen gefragt, die ich hier kennengelernt habe und wir haben eine sehr nette Runde dort oben verbracht. Es ging um Politik, Wirtschaft, kulturelle Unterschiede, wirklich ein illustrer Abend. Ein Abend der mir vor allem wieder gezeigt hat, wie mühelos Verständigung möglich sein kann. Wir waren zu viert und hatten jeder eine andere Staatsangehörigkeit. Mongolisch, Französisch, Amerikanisch und Deutsch.

Abschiedsfeiern
Weil viele Leute gleichzeitig mit mir abreisen, gibt es eine Menge Abschiedsfeiern zu feiern. Und ich muss sagen, es gibt durchaus schlechtere Arten und Weisen, seine Zeit zu verbringen, als in Gesellschaft von tollen Menschen. Besser als Zuhause rumsitzen (was allgemein empfohlen wird) allemal.

Und sonst?
Habe ich ein Jurtenviertel von innen gesehen und bin auf das Monument auf dem Zaisan Hügel gestiegen. Diesen Erlebnissen widme ich aber eigene Beiträge.

 

Und die ToDo-List vor der Abreise sieht so aus:

– Sport machen
– die Stadt erkunden
– wandern gehen

Alle konkreten Sachen erledigt, über bleiben mehr so generelle. Wenn ich morgen abfahren müsste, wäre das kein Problem. Die Sachen, die ich hier noch machen wollte (und die mir nicht durch die Quarantäne verwehrt wurden) habe ich gemacht.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.