Mit Selbstbewusstsein in die Zukunft Europas

Eigentlich dachte ich, dass durch die Begegnung mit unserem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier unser „Budget“ an bekannten Politikern völlig erschöpft wäre.
Doch der Besuch der Bundeskanzlerin Angela Merkel brachte das Fass zum Überlaufen. Im positiven Sinne natürlich.

Als uns, die Kulturweit-Freiwillige,  die Nachricht unserer Fachschaftsberaterin erreichte, dass Merkel am 11. Januar bei einer Podiumsdiskussion in der „Deutschen Schule Athen“ anwesend sein würde und wir ganz herzlich eingeladen seien, mussten wir natürlich nicht lange überlegen.
Leider wurde die Stimmung direkt zu Beginn der Veranstaltung gedämpft.
„Es wird keine Bilder geben. Für Niemand! Nicht einmal für mich“, sagte die Schulleiterin, bevor Merkel überhaupt ansatzweise im Raum war.

Irgendwann hatte das Warten endlich ein Ende. Umgeben von Sicherheitskräften in Anzügen und dem Rest des „Hofstaats“ von der Bundeskanzlerin, betrat Angela Merkel den Raum.
Es war ein echt eigenartiges Gefühl sie mal mit eigenen Augen sehen zu können.
Ich persönlich finde solche Momente unglaublich wichtig, da sie eine entmystifizierende Wirkung haben. Viel zu oft vergisst man, dass das ja auch „nur“ Menschen sind.

Falls ihr euch die Podiumsdiskussion anschauen wollt, hat die Deutsche Schule Athen ein Mitschnitt des Gesprächs hochgeladen.

Ich hatte jedenfalls das Gefühl, dass Angela Merkel die jungen griechischen Schülerinnen und Schüler ermutigen wollte, da diese vermehrt das Gefühl hätten, ihre Stimme zähle nicht. Die meisten der vorbereiteten Fragen waren gut kritisch gestellt, aber es gab auch die ein oder andere, welche etwas seltsam aufgezogen worden ist. Dementsprechend waren auch die Reaktionen der Kanzlerin.
Mir persönlich hat die Unterhaltung sehr gut gefallen, obwohl Angela Merkel bei einigen Antworten dazu neigte sehr weit auszuholen. Mit dem ein oder anderen Witz konnte sie sich jedoch die Aufmerksamkeit des Publikums größtenteils sichern.

Die Frage, ob eine solche Diskussion wirklich Veränderung bewirken kann oder einfach als Plattform für Rechtfertigungen dient, muss jeder für sich selbst beantworten.

Abschließend kann man sagen, dass solche Momente für mich sehr bereichernd sind und ich gespannt bin, welche Erlebnisse in der Zukunft noch kommen werden.

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