Grabrovos kurzschwänzige Räuber

Man ist auf den Strassen Gabrovos niemals allein. Am Tag sind die Strassen voller Menschen, welche eilig umherirren und irgendetwas zu erledigen haben. Nachts hingegen sind die Strassen menschenleer und man wird von kleinen, grün leuchtenden Augenpaaren aus dem Schatten der Blockhäuser beobachtet. Innnerhalb ihres Versteckes bewegen sie sich lautlos, treten aber auch nur selten aus diesem hervor. Wenn man auf sie zugeht verschwinden sie so schnell, wie sie gekommen sind.  Es ist wahrscheinlich leicht zu erraten das es sich bei diesen mysteriösen Kreaturen um Katzen handelt. Diese Strassenräuber teilen mit Gabrovo eine gemeinsame Geschichte. Da Gabrov nicht nur die Stadt des Humors, sondern auch der Sparsamkeit ist wurde den Katzen der Schwanz gekürtzt, um den Besitzern zu ermöglichen die Tür früher zu schliessen, wenn die Katze das Haus betritt. Wie viel wahres an dieser Geschichte hängt muss wohl jeder für sich entscheiden.

Mittlerweile fällt es einem schwer diese Tiere aus szenerie Grabrovos herauszudenken. In allen Grössen und Farben säumen sie die Strassen der Stadt. Sie suchen nach Essen, kümmern sich um ihre Kleinen oder liegen dösend in der Sonne. Anders als die wilden Hunde haben sie eine edle und souveräne Art, für welche man sie wirklich nur bewundern kann. Mit perfekt gesäubertem und glänzendem Fell stolzieren sie die Straßen auf und ab, während sie Ausschau nach etwas essbarem halten. Ist solches in Sicht wird die klare Hierarchie in ihren Reihen sichtbar. Hält sich ein Tier nicht an sie wird es mit Tatzen,Krallen und Fauchen in seine Grenzen gewiesen. Mittlerweile sieht man auch immer mehr der Jäger in Kellereingängen und anderen Gebäuden, wo sie sich auf den härtesten Kampf des Jahres vorbereiten, den Winter.Da dieser bald ansteht wird man sie wohl in nächster Zeit nur vereinzelt an der frischen Luft sehen.

 

     

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