Time flies.

Wo soll ich nur anfangen? Der Titel des Beitrags beschreibt die momentane Lage wahrscheinlich am besten… Es ist einfach verrückt, wie schnell die Zeit vergeht und kaum versieht man sich, haben wir 2021 (verspätetes Happy New Year an dieser Stelle ;)). Es ist noch ganz ungewohnt die neue Jahreszahl zu schreiben. Ich glaube daran werde ich mich jedes Jahr aufs Neue nicht gewöhnen.

Es ist nun schon über einen Monat her, dass ich nichts geschrieben habe. Das lag vor allem daran, dass ich das Gefühl hatte nichts berichten zu können. Und im Nachhinein ist das natürlich nicht ganz richtig. Ich hatte trotz erneutem Lockdown einen schönen Dezember in Riga. Ich hatte einige Unterrichtseinheiten zum Thema Weihnachten und Silvester mit meinen Schülern. Wir haben über die Unterschiede zwischen Lettland und Deutschland geredet und es war auch für mich interessant zu hören, wie hier in Lettland gefeiert wird.  Und es wurde langsam aber sicher kälter, was mich wirklich freute. Als ich eines Morgens nichtsahnend aufwachte und aus dem Fenster sah, konnte ich nicht anders, als mich wie ein kleines Kind zu freuen. Denn es hatte geschneit.

Leider war der Dezember auch vom Abschiednehmen geprägt, denn viele von den Studenten, die ich in der Zeit kennengelernt hatte, sind über Weihnachten in ihre Heimatländer geflogen und kamen dann auch nicht mehr wieder. Das war irgendwie eine komische Situation. Man hatte sich gerade erst kennengelernt, viele Abende miteinander verbracht und Erinnerungen geschaffen und dann gingen sie auf einmal.

Irgendwann Mitte Dezember kam Paula mich endlich besuchen. Zusammen verbrachten wir tolle letzte Dezembertage in Riga und feierten ihren Geburtstag, bevor wir zusammen am 17. Dezember nach Berlin flogen. Ich freute mich wirklich sehr auf zuhause. Schließlich hatte ich meine Familie und Freunde 2 1/2 Monate nicht gesehen. Zuhause angekommen musste ich mich erstmal in Quarantäne begeben und leider die ganzen 10 Tage aussitzen, weil es Probleme bei der Auswertung meines Coronatests gab. Ich verbrachte total entspannte Tage zuhause mit viel Essen, Weihnachtsfilmen und Familienzeit. Es war am Anfang total seltsam wieder in meinem alten Alltag mit all‘ dem Familiengewusel zu sein. Ich hatte mich mittlerweile schon so an das „Alleine leben“ gewöhnt. Doch schon nach einigen Tagen war alles wie immer, was ich wiederum auch komisch fand. In den Tagen nach Weihnachten traf ich mich mit einigen Freunden, fuhr durch meine Heimatstadt und genoss jede Sekunde zuhause. Am 10. Januar ging mein Flug wieder zurück nach Riga. Im Gepäck hatte ich einen großen Koffer mit meinen Sommersachen drin. Ich hatte bei meinem ersten Hinflug nur dicke Wintersachen eingepackt, die sich in den ersten Tagen zurück in Riga als sehr nützlich erwiesen. Der Abschied von zuhause fiel mir erneut sehr schwer. Ich war insgesamt fast 3 Wochen zuhause, was schon eine ziemlich lange Zeit war. Man hatte sich gerade an alles gewöhnt und dann musste man sich wieder auf unbestimmte Zeit verabschieden.

Nun bin ich schon 8 Tage wieder hier und in zwei Tagen endlich aus meiner Selbstisolation raus. Wobei das nicht viel ändern wird, denn außer Einkaufsläden, Apotheken und vereinzelter Geschäfte ist alles geschlossen. Es hat die letzten Tage wirklich viel geschneit und gestern waren hier -22 Grad. Solche Temperaturen hab ich noch nie erlebt, aber ist definitiv etwas, was ich so schnell nicht vergessen werde! :)

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