Heimat.Hafen.Rijeka

Tag 75 – Alle Schotten dicht

Gerade einmal Nachmittag und schon wieder so viel passiert! Heute Morgen mussten wir uns schweren Herzens von Šibenik verabschieden. Allerdings nicht bevor wie die drei Hügel mit den dazugehörigen Kastells erklimmt hatten. Nachdem wir allerdings unseren Weg durch das Wirrwarr an Gassen erst einmal gefunden hatten, standen wir jedes Mal vor verschlossenen Toren. So ganz nehmen lassen haben wir uns die gute Aussicht jedoch nicht: Das eine Tor war ja auch eher als nett gemeinte Empfehlung zu verstehen – oder?

Via Landstraße ging es dann weiter nach Trogir. Und wie die letzten Tage bedeutete das vor allem eines: Kontrolle. Diesmal durften wir sogar einfach auf der Straße anhalten und unsere Pässe wollten sie schon gar nicht mehr sehen. Auch wenn die gesamte Strecke schön war, das beste waren dann doch die Serpentinen hinunter nach Trogir. Denn während ich langsam den Berg herunterkurvte, bot sich uns ein wahrhaft prächtiger Blick auf das Insel-Städtchen.

Doch noch bevor wir in die kleine aber feine Altstadt einauchen konnten, stolperten wir über eine handvoll Maktstände die tatsächlich offen hatten. Also deckten wir uns mit frischem Gemüse für’s Abendessen ein und kauften bei einer alten, verhunzelten Frau noch ein paar getrocknete Feigen.

Kaum durch das Tor hindurch wurden wir schließlich von den engen verwinkelten Gassen Trogirs aufgesogen. In einer kam uns sogar ein sehr verschmustes Kätzchen entgegen. Nach ein paar Schlenkern durch die Stadt liefen wir die palmengesäumte Promenade entlang; bis zu Kastell und dem daneben gelegenen Fußballplatz. Wie oft da wohl der Ball im Wasser landet? Zeit über diese Frage nachzudenken hatten wir allerdings nicht, denn es begann zu regnen und ein strategischer Rückzug war angesagt.

Also wieder rein ins Auto und ab Richtung Split! Wir kurvten ein paar Mal um den Block, dann hatten wir die richtige Adresse gefunden. „Apartment?“, wurden wir vom Parkwächter gefragt und in eine viel zu kleine Parklücke gewunken. Unsere Vermieterin führte uns in unser Domizil für die kommenden Tage und musterte uns dabei ein wenig fragend. Würde mich interessieren, mit welchem der beiden Jungs sie mich insgeheim verheiratet hat… Was sie garantiert nicht vermutet: Das größte Schlafzimmer hab‘ ich ganz für mich allein!

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