16.-19.9. – Die erste Woche | Schule

– Ich trenne diesen Bericht mal in Schule und Freizeit… Zu unterschiedlich um es alles zusammenzufassen 🙂 –

Meine Arbeit in der Schule in der ersten Woche lässt sich ganz gut zusammenfassen:    Ich habe einmal quer Beet bei allen Klassen und Deutschlehrerinnen hospitiert. Selten durfte ich mit der Aussprache helfen, die meiste Zeit habe ich mich vorgestellt und saß dann hinten. Jede dieser Stunden habe ich ausführlich protokolliert, sonst hätte ich mich wohl vollständig nutzlos gefühlt…

Eine kleine Sammlung von trotzdem bemerkenswerten Ereignissen

Essen mit einem Bienenschwarm

Am Mittwoch musste ich früher Essen, weil wir später noch zum Imigration Office mussten, für mein Multiple-Entry-Visum. Dieses stellte sich als eine äußerst faszinierende Angelegenheit heraus, da die Kinder, die zu dieser Zeit aßen, alle in die 1. – 3. Klasse gingen und mir teilweise kaum bis zum Knie reichten.

Die Schule hier hat eine Art Schuluniform; die Schüler können zwischen verschiedensten Kleidungsstücken in den Farben der Schule wählen. Alle Kleinen haben aber gelbe Kurzarmshirts an. Diese Farbgebung verwandelte einen Raum voll mit gefühlt 50 kleinen Kindern in einen Bienenschwarm. Dieser Bienenschwarm sauste erstaunlich geordnet durch die Gegend, aß seinen Pudding, stellte sich mit der Essenskarte an, holte sich ein Essenstablett ab und aß dieses auf. Zwischendurch wurde sich Zeit genommen, mir zu winken, rum zu hüpfen, sich vorzudrängeln, ein bischen zu kabbeln. Geordnetes Chaos vom feinsten. Während also der Wirbelsturm aus Kniehohen Bienchen um mich herum immer mehr zunahm, konnte ich nicht anders als Grinsen.

Erstes Tutorgespräch

Am Mittwoch habe ich mein erstes Tutorgespräch mit Erdenetsetseg Narmanandakh (genannt Erka), meiner Mentorin hier, gehabt. Ich habe mich ausführlich für das herzliche Willkommen bedankt, dann haben wir meine Aufgaben für die nächsten Wochen besprochen. Ich hatte befürchtet, die ganze Zeit nur hospitieren zu dürfen, aber ich habe mich getäuscht. Ich soll pro Woche bei jeder Klasse, die Deutsch hat eine Stunde übernehmen, Zwei mal die Woche eine Einstündige Vorbereitung auf das Deutsche Sprachdiplom mit ausgewählten Leuten machen und eine AG anbieten. Das klingt um einiges vielversprechender. Ich freue mich wirklich sehr auf die Arbeit, das was ich bisher von den Kindern mitgekriegt habe, war nur positive Resonanz.

Außerdem habe ich diese Möglichkeit genutzt, um Erka zu fragen, ob ich mich Max und Vero auf ihre Reise an den Khuvsgul-See anschließen darf, für die sie Freitag, Montag und Dienstag frei genommen hatten. Ich hätte nicht gedacht, dass ich weg darf, so kaum das die erste Woche vorbei ist, aber Fragen kostet ja nichts… Na ja, sagen wir es mal so… Der Bericht meiner Reise an den Khuvsgul-See ist schon in Arbeit ^^

Multiple-Entry-Visum

Weil ich für mein Zwischenseminar die Mongolei verlassen und wieder einreisen muss, brauche ich ein Multiple-Entry-Visum. Als ich die Liste an Dingen gesehen habe, die ich dafür brauche, dachte ich, dass das noch schlimmer als in Deutschland wird. Pustekuchen. Munkhshur Damdinbaatar (genannt Shure), eine Deutschlehrerin hat diese ganzen Dokumente innerhalb eines Tages aus dem Ärmel geschüttelt. Unglaublich diese Frau. Ich konnte nur zusehen, wie sich meine Probleme in Luft auflösten.

Die Fahrt zum Imigration Office war eine Achterbahn in einem überfüllten Bus. Ich bestritt diese Reise mit einem Lehrer von den Phillipinen, der das selbe Problem hatte wie ich und Shure. So anstrengend die Fahrt war, sie ging vorbei und alles in allem war es doch recht einfach. Nächste Woche muss noch jemand meinen Pass abholen. Das muss aber nicht ich sein. Shure hat gesagt, sie übernimmt das. Ich weiß noch nicht, ob ich sie das alleine machen lassen kann.

Aushänge für meine AG

In Absprache mit Erka habe ich dann außerdem schon mal Werbung für meine AG gemacht. Sie heißt „Fremde Welten – Kreatives Schreiben AG“ und ich freue mich sehr, mit den Jugendlichen die Techniken zu wiederholen, die ich von Frau Leonhard, Frau Falzoi und Frau Meister gelernt habe. Und auch die Techniken, die ich vom Vorbereitungsseminar mitbekommen habe. Meine Aushänge hängen jetzt (auf Erkas Anweisung) an drei Schwarzen Brettern. Unter anderem dem offiziellen, direkt gegenüber der Rezeption.

 

 

 

Ein Gedanke zu „16.-19.9. – Die erste Woche | Schule

  1. Bienchen bis zum Knie. Ich will da auch mal essen gehen und meinen Pudding bekommen!!!!!! Frau Leonhard, Frau Falzoi und Frau Meister , ich hoffe, Sie lesen hier mal rein…. ESBZ goes Mongolei… Cooooool.

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