Lankaran

Nach etwa vier Wochen fahre ich mit dem Taxi nach Lankaran, an der Grenze zum Iran, 30 Euro für 3,5 Stunden Taxifahrt, wie ich später herausfinde viel zu viel.

Wir fahren durch die Wüste, dem Sonnenuntergang entgegen. Es läuft orientalische Musik, mein Fahrer raucht und telefoniert. Ich betrachte die Ölpumpen am Straßenrand und die felsigen Hügel im Hintergrund, es fühlt sich sehr nach nahem Osten an. 

Kurz vor dem Ziel sieht man die Lichter im Iran, ich fühle mich weit weg von zuhause und frei. 

Baku, Oktober 2022  

1 Woche in Baku

Der Flughafen ist fast leer als ich spät abends lande, die Straßen auf dem Weg zu meiner Wohnung sind es nicht. Bereits nach wenigen Minuten habe ich etwas Neues gelernt: Verkehrsregeln gibt es nicht, ruhig werden die Straßen auch nachts nie. 

Vierundzwanzig Stunden später sitze ich am Boulevard, der Geruch nach Erdöl und der Ausblick auf den Teil der Stadt, der wohl aussehen soll wie Dubai, lösen befremdliche Gefühle in mir aus. Es ist dort taghell beleuchtet, Energie gespart wird in Aserbaidschan nicht. 

Zwei Tage danach erkunde ich die Stadt, endlich fange ich an, sie schön zu finden. Die Kombination aus orientalischer Altstadt und neuer Ölarchitektur zwischen sowjetischen Plattenbauten fasziniert mich. Teestuben mit traditionellem Çay und türkischem Kaffee reihen sich an Cafés in europäischem Stil und russische Buchhandlungen, dazwischen streunen halbwilde Katzen. 

Baku, September 2022  

 

Hallo Zusammen!

Inzwischen bin ich schon fast 3 Monate in Baku, Aserbaidschan und habe meinen Blog bisher völlig vernachlässigt. An dieser Stelle werde ich ab jetzt (hoffentlich) regelmäßig von meinen Erfahrungen und Eindrücken berichten.  Ich habe bereits im September über meine ersten Tage geschrieben, viel Spaß beim Lesen!