Yo nací con memoria

Yo nací con memoria

Silvester in Buenos Aires. Das war die Idee. Bereits kurz nach dem Zwischenseminar hatten Rebecca, die Freiwillige aus Buenos Aires, und Josephine, meine Nachbarin aus Colonia del Sacramento, die jetzt nach Montevideo gewechselt ist, beschlossen, Silvester in Buenos Aires zu verbringen. Da sich die einstündige Fährfahrt für einen einzigen Tag nicht lohnen würde, nahm ich mir ein wenig mehr Zeit, um diese Stadt, in der ich nun schon drei Mal war und doch kaum etwas von ihr gesehen habe, näher zu erkunden. Diesmal mit dem Fokus auf der argentinischen Geschichte. Yo nací con memoria, ich bin mit einem Gedächtnis zur Welt gekommen, und an diesen Jahreswechsel werde ich mich sicher noch lange erinnern.

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Ein Weihnachtswunder

Ein Weihnachtswunder

Eigentlich wollte ich auf diesem Blog gar nichts zum Thema Weihnachten schreiben. Erstens machen das die anderen Freiwilligen schon zu genüge und zweitens passt es nicht zum Konzept meines Blogs. Ja, alle die meinen Blog in letzter Zeit etwas aufmerksamer verfolgt haben: ich habe hier etwas aufgeräumt; dieser Blog hat tatsächlich ein Konzept. Nachdem nun aber seit Tagen sich mein E-Mail-Konto massenhaft mit der gleichen Frage („Wie feiert man in Uruguay denn Weihnachten?“) füllt, muss ich mich, um die Daheimgebliebenen zu beruhigen, wohl doch noch dazu äußern. Ich verspreche: einen Open-Air-Gottesdienst, ein Plastikhühnchen, Feuerwerk an Weihnachten und ein kleines Weihnachtswunder.

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Big Jan is watching you

Big Jan is watching you

Sie werden überwacht. Ich gebe es offen zu: während Sie diesen Blog lesen, werden Sie überwacht. Von mir. Ich kann nachvollziehen, aus welchem Land Sie kommen, welche Sprache Sie sprechen, mit welchem Gerät Sie unterwegs sind und mit welcher Software. An welche Firma Sie Ihre Internetrechnung überweisen, wie lange Sie wann auf diesem Blog waren und was Sie sich angeschaut haben. Und das alles ganz legal. Haben Sie schon mal in meine Datenschutzerklärung geschaut? Nein? Sollten Sie mal tun. Oder Sie lesen jetzt ganz einfach weiter.

Zu behaupten, Ihr Recht auf Privatsphäre sei nicht wichtig, weil Sie nichts zu verstecken hätten, heißt nichts anderes, als zu sagen, dass die Meinungsfreiheit nicht essentiell sei, weil Sie nichts zu sagen haben.
Edward Snowden

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Das teuerste Foto meines Lebens: Auf den Spuren des Jesuitenstaats

Das teuerste Foto meines Lebens: Auf den Spuren des Jesuitenstaats

Hiermit erkläre ich die Reisesaison 2015/16 offiziell für eröffnet. Wieso, werden Sie sich jetzt fragen. Du reist doch schon die ganze Zeit herum. Ja, aber nun haben auch endlich die Sommerferien im Colegio und im Liceo begonnen. Freie Zeit genug also, die ich nutzen werde, um dieses Land, diesen mir immer noch so unbekannten Kontinent besser kennenzulernen. Ich lade Sie ein, sich mitnehmen zu lassen auf diese Reise, die mich als allererstes in das kleine uruguayische Städtchen Carmelo führt.

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El presidente bailando

Cuando allá, en Alemania, se elige a un nuevo canciller o un nuevo presidente, a nadie le interesa. Las elecciones más importantes son las del Bundestag, del parlamento federal, y quién será el nuevo Bundespräsident (presidente federal), esto normalmente ya lo saben antes. Explicando a mi madre de huésped que este presidente no tiene ningún poder político, ella puso la pregunta correcta: ¿Y para qué, entonces, necesitan un presidente?

Pero qué diferencia hay entre esto y las elecciones presidenciales en Argentina. Ya he hablado mucho de este desarrollo reciente en el país vecino del Uruguay, me hice la pregunta que también se hacen todos los Argentinos: ¿será realmente capaz de cambiar esta república que viene sufriendo una crisis económica desde años? El 10 de diciembre, Mauricio Macri inauguró como nuevo presidente. Yo no estuve en la Plaza de Mayo y no lo vi en vivo (y no sé si algunos voluntarios de Buenos Aires estuvieron, capaz que sí), pero miré el acto oficial en la televisión. Y era una sorpresa para mí que realmente se trataba de un acto, un evento tan grande como si hubieran ganado la Copa Mundial. Macri entró a la Casa Rosada donde esperaba una cantidad de representantes del extranjero, como también el expresidente alemán, Christian Wulff. Después recibió las insiginas de su oficio, el bastón de mando y la banda presidencial. Y después bailó.

¿Bailó? Sí, el presidente bailó. Los argentinos tienen un presidente bailando ahora. Sacó su banda y empezó a bailar, justamente en el balcón histórico de la Casa Rosada, dándole el micrófono a su vicepresidenta que le acompañó cantando. Para los argentinos, este momento tuvo que ser tan emocionante como el “Buona Sera” del Papa Francisco, del Padre Jorge, de su Padre Jorge en 2013, que también tuvo lugar en un balcón. ¿Qué significa entonces este gesto de Macri? Por un lado, expresa seguramente la alegría de llegar al fin a este destino por lo que él había luchado tanto, en una batalla electoral dura, en un balotaje tan reñido: la presidencia de Argentina. Pero por otro lado, esto le hace un líder carismático, diciendo: “No soy un político, soy alguien de ustedes” – Todos, estoy con vos, como la gente exclamó en la Plaza de Mayo en su voseo rioplatense. Después de una época de crisis, de pobreza y de sufrimiento, él quiere construir un “futuro mejor”, dónde se baile, se ría, se alegre. Si él es realmente capaz de cumplir estas expectativas gigantes, sólo el futuro nos lo mostrará.

Hinweis für meine deutschsprachigen Leser: Keine Angst, die Hauptsprache dieses Blogs wird auch weiterhin Deutsch bleiben. Dieser Text über die Amtseinführung des neuen argentinischen Präsidenten Mauricio Macri am 10. Dezember in Buenos Aires entstand im Zuge meines Spanisch-Sprachkurses hier vor Ort. Zukünftig geht es auch wieder auf Deutsch weiter. Trotzdem viel Spaß!

Eine Woche Urlaub?

Zum Sinn und Unsinn von Zwischenseminaren. Ein Erfahrungsbericht.

Zehn Stunden Busfahrt über Nacht, das klingt erst mal abschreckend. Tatsächlich wurde mir aus Deutschland davon auch abgeraten: Flieg lieber! Nur 1. zahlt kulturweit keine Flüge, 2. sind Flüge umweltschädlich und 3. muss ich noch mal daran erinnern, dass hier Fernbusse eine andere Stellung haben als in Deutschland. Insbesondere hier in Argentinien, in Villa General Belgrano, dem Ziel meines Zwischenseminars.

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Beim Papst und bei Cristina

Beim Papst und bei Cristina

Google allein weiß, wie viele Leser ich durch diese lange Sendepause auf meinem Blog verloren habe. Das tut mir Leid, aber bei mir war, wie gesagt, einfach Pause. Und, welch Wunder, Zwischenseminar. Die Eindrücke auf dem Zwischenseminar sind dabei derer so viele, dass ich den notwendigen Bericht an dieser Stelle leider zweiteilen muss. Deswegen folgt heute erst mal: Besuch beim Papst und bei der argentinischen noch-Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner. In Buenos Aires.

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Narri, Narro!

Ich gebe zu, dass „Reisen“ keine ausreichende Antwort auf die aus der Heimat geäußerte Frage „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ ist. Da ich leider nicht genug Muße finde, um einen entsprechenden Blogbeitrag mit genaueren Informationen zu meinem eigentlichem Arbeitsalltag zu füllen, verweise ich an dieser Stelle auf einen weiteren Blog, den ich „von Berufs wegen“ zu füllen habe: den PASCH-Blog.

Wenn einer eine Reise tut…

…oder: Warum Computer doch nicht perfekt sind

Bisher bin ich von übermäßiger und unnötiger Bürokratie ja gottseidank verschont geblieben. Nun hat sich das endlich geändert und ich kann auch so einen schönen O-Gott-hier-geht-ja-gar-nichts-Beitrag schreiben wie alle anderen :-). Es geht aber mitnichten um Visa oder Aufenthaltsgenehmigungen, sondern um die scheinbar so einfache Angelegenheit „Buchung der Reise zum Zwischenseminar“.

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Ausflug zum Heiligen Marienkäfer

Hier zur Erinnerung noch mal die Kirche des Heiligen Antonius in Padua, in der er auch begraben ist.

Hier zur Erinnerung noch mal die Kirche des Heiligen Antonius in Padua, in der er auch begraben ist.

Der Marienkäfer ist in Uruguays Umgangssprache nicht nach der Heiligen Gottesmutter Jungfrau Maria, unbefleckt empfangen (falls das einer vergessen haben sollte) benannt, sondern nach dem heiligen Antonius von Padua: San Antonio. Die gleiche Ehre erhielt ein kleiner Hügel in der Nähe der Stadt Piriápolis, auf dem eine Antonius-Statue aufgestellt wurde und der deswegen San Antonio heißt. Wenn ich also, so wie neulich, einen Ausflug nach Piriápolis zum Cerro (Hügel) San Antonio mache, dann ist das nichts weiter als, genau: ein Ausflug zum Heiligen Marienkäfer.

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