Fünf Schultage.

Ich musste nun eine Arbeitswoche lang wieder kurz nach sieben aufstehen – ein Unterfangen welches durch das durchgehend trübe Wetter nicht gerade erleichtert wird. Dennoch war meine erste Schulwoche ganz erträglich. Die erste Stunde beginnt hier erst um 08:30 und die Unterichtstunden gehen nur 40 Minuten, was zur Folge hat, dass man selbst bei 8 Stunden die Schule um 15:35 verlassen kann – eine willkommene Abwechslung zu meinem Schullalltag in Deutschland.

Die Schule ist von innen nicht weniger modern und schick eingerichtet als die Fassade das vermuten ließ und der Untericht findet sowohl mit Kreidetafeln als auch auf Smartboards und Computern statt. Die technische Umsetzung des Fernunterichts erscheint mir interessanter Weise deutlich durchdachter und funktionaler als in Deutschland. Die Schulküche bietet zwar nicht besonders viel Vielfalt wenn man keine toten Tiere essen will, dennoch kann man bei einem Preis von ungefähr einem Euro für eine große Portion Buchweizen oder Reis mit Salat  nicht viel falsch machen, auch wenn das nach einer Weile als tägliche Kost wohl etwas zu Öde werden wird.

Bisher saß ich bei einigen Klassen im Untericht und habe Vokabelspiele gespielt, Sprachübungen gemacht oder einfach nur zugeguckt. Besonders bei den jüngeren Klassen bot sich meist ein recht amüsantes Schauspiel vom mehr oder weniger motivierten Deutschlernen. Außerdem habe ich Onlinevokabelkarten mit Lernhilfen für den Lernwortschatz geschrieben, was mir einmal mehr vor Augen geführt hat, dass die deutsche Sprache selbst für einen Muttersprachler recht schwer zu fassen und vorallem zu erklären ist.

Die siebten bis zwölften Klassen sind bisher im Fernuntericht, weshalb sich das Schulbild  wohl bald recht nachhaltig ändern wird.

Wir sollen uns am Ende unsere Aufgaben selbst aussuchen, ich habe aber bisher keine ausgeprägte Vorstellung davon, wie das ausssehen wird, weshalb ich einfach mal gespannt abwarte was die nächsten Wochen bringen werden und ob die älteren Klassen bald wieder in der Schule sind oder vielleicht sogar alle Schüler zuhause bleiben müssen  (bzw. dürfen 😉 ).

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