Armenien

Mitte November findet das Zwischenseminar statt, wofür wir Georgier:innen uns entschließen, nach Armenien zu fahren um die anderen Freiwilligen zu besuchen. Nach einer holprigen Planungsphase steigen wir in die Marshrutka, die uns in die Hauptstadt Jerewan bringen soll. Wir fahren vorbei an unzähligen Hügeln, bis wir schließlich spätnachmittags ankommen. Wir sind begeistert von der Natur, dem Essen, Jerewan kommt aber einfach nicht an Tbilisi heran, wie wir feststellen. Ich bin etwas nachdenklich, nutze ich meine Zeit hier sinnvoll? Die ersten zwei Monate sind schnell vergangen, für einige ist in wenigen Wochen schon Halbzeit. Es ist eine ereignisreiche Woche, das eigentliche Seminar rückt für die Mehrheit immer weiter in den Hintergrund, immer mehr Kameras werden ausgeschalten. Mein persönliches Highlight ist der letzte Abend, an dem wir mit dem armenischen Miniladenbesitzer nahe unseres Airbnbs 30 Jahre alten, noch zu Zeiten der Sovietunion gebrannten (wenn man seinen Worten Glauben schenken will) Cognac trinken und auf Frieden (vor allem im Hinblick auf den Karabach-Konflikt) anstoßen. Am nächsten Tag geht es für mich zurück über die Grenze, wo mich mein erster Besuch aus Deutschland erwartet.

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