Von Kalocsa nach Baja
Nach einer ruhigen Nacht in der gut ausgestatteten Pension ging es morgens um halb neun los. Wach waren wir auf jeden Fall, dank Nasenpfeifen- und Minisaxophonkonzert des Weckteams. Vor uns lagen ca. 40 km, also eine relativ gemütliche Strecke, besonders nach den gestrigen 80 km.
Der Weg führte uns zuerst durch Kalocsa, auf der Suche nach der Donau. Endlich gefunden,
konnten wir entspannt auf dem Deich entlang fahren. Dieser präsentierte uns im Laufe des Tages seine unterschiedlichen Oberflächen. Auf angenehmen Kies folgte eine herausfordernde Sandstrecke. Zur Überwindung dieser Hürde wurden verschiedene Strategien erprobt: Einige fuhren mit vollem Karacho durch, andere nahmen streckenweise den Weg an der Seite und alle schoben hin und wieder, wenn es nicht mehr anders ging.
Erleichtert erreichten wir den asphaltierten Abschnitt. Dort fuhren wir noch einige Kilometer, bis wir den Transporter unweit des Deiches erblickten. Die Mittagspause war dank des Pizzavorrats vom Vortag ebenso magenfüllend wie angenehm. Das „We will rock you“-Kartenspiel sorgte dann wieder für eine zusätzliche geistige Anstrengung und viel Gelächter. Gut ausgeruht ging es in der Mittagshitze weiter. Die letzen ca. 10 km bis nach Baja brachten wir problemlos hinter uns und hatten bei den gymnastischen Übungen während der Trinkpause noch ordentlich Spaß. Dabei wurden auch spontane La Ola-Wellen für vorbeifahrende Autos, Motorräder und Fahrräder eingebaut. Dann war es nur noch ein kleines Stück bis nach Baja. Kurz nach unserer Ankunft im Ungarndeutschen Bildungszentrum begann ein starkes Gewitter, sodass wir froh waren, nur schweißgebadet und nicht regendurchnässt angekommen zu sein. Wir erhielten eine Führung durch das Schulgebäude und hatten auch noch Zeit, um an unseren Projekten weiterzuarbeiten. Aufgrund des anhaltenden Regens hatten wir später nur eine kurze Stadtführung, genossen dafür aber umso mehr die Bajaer Fischsuppe. Jetzt springen wir geschwind ins Bett, denn morgen erwartet uns eine 90 km lange Tour. Wir sind schon gespannt darauf, was sich das Weckteam einfallen lässt, um uns um 5 Uhr aufzuwecken!
von Carolin Mackowiak, Deborah Biging und Johanna Hartmann













