Sodala,
es ist also Wochenende und was macht Mara Kolumna? Schlafen! Viel Schlafen! Und ihre Umgebung erkunden!
Aber erstmal hab ich richtig ausgeschlafen. Das hab ich schon seit Wochen und gefühlten Monaten nicht mehr gemacht. Danach hab ich meine Wohnung fotografiert, damit ihr, und vor allem meine Eltern, mal sehen könnt wie und wo ich hier überhaupt wohne.
Nach einem nahrhaften Frühstück bestehend aus deutschem Müsli und Obst hab ich meine sieben Sachen gepackt und bin losmarschiert. Einfach mal nach… rechts. Da war ich noch nie! Eigentlich wollte ich den Platz finden, wo ich vielleicht in der nächsten Zeit ein wenig Sport machen könnte… Laufen gehen oder so! Hat aber nicht geklappt. Entweder ich war zu weit rechts oder zu weit links davon, den Weg zum Sportplatz hab ich auf jeden Fall noch (!) nicht entdeckt! Dann habe ich mich ein wenig verlaufen und zum Glück doch wieder den Weg zurück gefunden.
Es gibt hier Geländewägen so weit das Auge reicht und um auch immer schön „fair abzulichten und zu berichten“ hab ich mir vorgenommen alle möglichen Formen, Farben und Modelle von jeepartigen Autos zu fotografieren. Eine kleine Auswahl seht ihr hier 🙂
Ich hab meine Kamera dann doch wieder zu Hause abgeliefert, weil ich von so vielen Menschen komisch gemustert wurde und es ja auch nicht jeder gleich wissen muss, dass die rasende Reporterin Mara Kolumna auf erfolgreicher Auslandsmission ist. Ich habe mein trautes Heim also wieder verlassen und ging diesmal nach… links! Richtig! Und was hab ich gefunden? Einen Blumenladen!!! Also bin ich jetzt stolze Besitzerin von… ja… wie nenn ich sie denn? Es ist auf jeden Fall ein Mädchen, denn sie blüht! Und wie sollte man ein Mädchen in Georgien grundsätzlich immer nennen? NINO! Juuhuuuu!
Irgendwie war mein weiterer Tag nicht so spannend 🙁 Irakli ist nach Hause, nach Kutaissi gefahren und deshalb hab ich im Moment keinen in der Nähe wohnen mit dem ich kochen, essen gehen oder Film schauen kann. Magda… wo bist du? Aber, auch nicht schlecht, heute habe ich das erste Mal seit März 2008 mit einem Freund aus Zugdidi telefoniert. Grikha, er hat damals mit mir zusammen Freiwilligendienst in Arad, Rumänien gemacht. Und wir haben am Telefon ausgemacht, dass ich in den nächsten 2-3 Wochen nach Westgeorgien fahre, um ihn zu besuchen! Boa, der hat sich so gefreut! Da geht einem das Herz auf!
Nächstes Wochenende kann ich nämlich nicht, da treffe ich mich schon mit Sophie, ma petite! Der Französin, mit der ich bei meinem ERASMUS-Semester in einem Zimmer gewohnt habe. Es ist wirklich so ein großer Zufall, dass sich alle hier wieder treffen. Und der Zufall wird noch viel größer, wenn man bedenkt dass (es wird jetzt ein wenig kompliziert) :
Ich habe im Dezember 2011 Manuela Dillenz wieder getroffen, die mich im Oktober 2007 als Europäische Freiwillige nach Rumänien verschickt hatte. Da, in Bonn, hatte sie mir gesagt, dass im Moment ein Freiwilliger in Georgien ist und dass sie mir mal die E-Mailadresse geben wird. Weil ich ja wusste, dass meine 2 Georgier ( eben auch Grikha) mit der Jugendorganisation DRONI zusammenarbeiteten und von dieser verschickt wurden, hab ich mich mal auf Homepage umgesehen. Und wen entdecke ich da? Domenico, den Freiwilligen, den mir Manuela sozusagen vermittelt hat. Also hab ich ihm gleich mal geschrieben, er hat mir gleich geantwortet, mich angerufen und mit mir ein Date für Freitag, gestern, im Goethe-Cafe zum Film schauen ausgemacht. Es kam „Absurdistan“. Gar nicht mal so schlecht der Film, aber wird nicht zu meinen Favoriten gehören. Danach waren Domenico, Kalina (eine Freiwillige aus Berlin, die bei der gleichen Organisation arbeitet) und ich essen, und dabei stellte sich im Gespräch heraus, dass sie Sophie, meine Erasmus-Sophie schon kannten, weil EVS-ler immer alle oder zumindest viele EVS-ler kennen. Ist die Welt nicht klein? Ist Georgien nicht ein Dorf? Doooooch, ist es!
So, jetzt mach ich Sport und danach mal wieder was zu essen 😀 Bis die Tage! Nachwamdis!














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