Tagebuch eines Indienreisenden – Tag 9
12.12.2009 – Delhi, Indien
Hier liege ich jetzt also, auf der Wiese neben dem Platz, an dem Mahatma Gandhi bestattet wurde und esse fettig-klebrige Jalebis. Hinter mir habe ich ein paar im wahrsten Sinne des Wortes bewegte Tage. Nachdem ich mich am 8.12. fast schon in Tibet waehnte und fast ein Kilo Tee gekauft habe, war ich am 9. morgens um halb fuenf auf dem Berg um noch einen nebligen Sonnenaufgang ueber dem Himalaya anzuschauen, sass danach erst den halben TYag im Jeep nach Siliguri und dann den REst des Tages im Zug. Das Ganze war relativ unspektakulaer. Mit an die 6 Stunden Verspaetung, und deshalb mitten in der Nacht, kam ich in Delhi an. Meine Mitreisenden waren da schon interessanter: zwei Maeuse und ein Mann, der offensichtlich seinen Masseur/Diener dabeihatte, der ihn staendig massierte und Tee und Essen auf Fingerzeig brachte. Gestern habe ich noch im wohl schicksten Gebaeude, dass ich bisher in bengalischem Staatsbesitz gesehen habe, ein Bisum beantragt. Die Visabeamten waren zwar erst anscheinend etwas irritiert ueber meinen Antrag, dann aber kompetent und effizient, sodass ich nach zwei Stunden schon fertig war.
Die Taxi-und Rikshafahrer gehen mir hier ziemlich auf die Nerven und laufen bzw fahren einem manchmal minutenlang hinterger um einen doch davon zu ueberzeugen, dass das Museum, zu dem man gerade laeuft, entweder ganz weit weg, geschlossen oder gleich ganz abgebrannt ist.
Die Schulklasse, die sich hier bisher um mich geschart hat, ist jetzt auch endlich mal weg. Schade fuer sie, dass ich nicht auf Englisch schreibe… Weil mir jetzt gerade die Tinte ausgeht, schreibe ich jetzt erstmal nur noch wirklich weltbewegende Dinge auf… Ob dazu wohl gehoert mit wem ich mich wann, wo unterhalte, was ich esse und anziehe?
Delhi ist ansonsten groesstenteils ne ganz normale Stadt in der man einfach ganz normal Leben koennte.. glaube ich.
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