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Momo und die Zeitdiebe

Szene 1: (Einführung und Vorstellung) 

 

SPRECHER: (kann den Text vielleicht aus einem großen Buch vorlesen, könnte an einem Tisch sitzen mit Schreibtischlampe)

Das Spiel, das wir euch zeigen wollen, heißt:

Die seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben 

und von dem Mädchen, das den Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte. 

Wir könnten euch diese Geschichte erzählen,

 als ob sie schon geschehen wäre. 

Wir könnten sie auch so erzählen, 

als geschehe sie erst in Zukunft.

 Wir wollen sie euch aber spielen, 

als geschehe sie jetzt und hier.

 

Unsere Geschichte beginnt bei dem Mädchen Momo,

 ein Mädchen, das nichts besitzt, 

als was es geschenkt bekommt oder irgendwo findet. 

 

(Momo tritt auf)

 

Dafür besitzt Momo eine besondere Gabe: 

Sie kann zuhören, wie niemand sonst. 

Mit dieser Gabe bringt sie die Menschen dazu, 

plötzlich eine ganz neue Seite von sich zu zeigen. 

Dumme haben plötzlich sehr gescheite Gedanken,

Schüchterne fühlen sich frei und mutig

und Unglückliche wissen auf einmal, 

weshalb sie auf der Welt sind.

Wrocław – Zwerge, bunte Häuser und – auch reintheoretisch bei einem Stadtbesuch inklusive – der vollkommene Ablass in der Bazylika św. Elżbiety…

Warum Zwerge? In den 80ern wurden die listigen Zwerge zum Symbol der politischen Oppositionsbewegung gegen das kommunistische Regime.

Muzyka

Das hier ist ein sehr riskantes Experiment…

Ich habe eine Playlist mit deutschen Texten erstellt – alle möglichen Genres, 80ger, Neue Deutsche Welle, Rap, HipHop, Pop, Singer-Songwriterzeugs, Songs auf „Schwiizzerdütsch“, Indie(rock) und alles was ich nicht zuordnen kann – mit dem Hintergedanken: Songtexte auf Deutsch statt Übungen zum Dativ. Warum ist es riskant? Weil das natürlich auch richtig katastrophal bei den Siebt- und Achtklässlern ankommen könnte.. Ich bin gespannt, was sie dazu sagen. Das Konzept: Jeder kann beitreten und Lieder hinzufügen. Die Idee hatte übrigens nicht ich, sondern eine andere Freiwillige aus Krakau. Falls jemand noch Must-Haves für mich hat, die in dieser Playlist auf jeden Fall auftauchen müssen, ich ergänze die Playlist gerne.

Achso und ganz oben auch noch meine Top-Songs aus dem September:)

Wrażenia


10.11.2021 – „Zakrzówek“ – ein gefluteter Steinbruch im Süden von Krakau

Die Fotos sind von einer russischen Studentin  und sehr talentierten Hobbyfotografin (ihr Instagramm „@firstnightinthewoods“) 

Szczęście

Hier ein kleiner Einblick in polnische Zischlaute. Und wer sich traut: Einmal bitte „Szczęście“ (Polnisch für „Glück“) aussprechen – viel Spaß dabei:)!

Mein Polnischkurs hat am Montag angefangen und ich bin wirklich fasziniert davon, wie es tatsächlich sein kann, dass „E´s“ und „A´s“ kleine Häkchen bekommen und für mich einfach unaussprechbar werden. Zum Beispiel: Sie tanzen = tańczą – allerdings wird dann aus eine „aa“ ein „aoue“ oderso.

Trotzdem ist es ziemlich cool, dass ich im Supermarkt oder in der Bäckerei nicht mehr so oft auf mein Englisch zurückgreifen muss, und, dass ich auch beim Unterrichten ein paar polnische Wörter benutzen kann, die den Schülern beim Verständnis helfen.

Also kleiner Disclaimer: In Krakau ist nicht alles schwarz-weiß, auch wenn man das anhand meiner letzten Bilder vielleicht vermuten könnte. Also Farbbilder sind rein theoretisch auch möglich, aber sehen halt meistens nicht so ästhetisch aus. Hier also eine schwarz-weiß Aufnahme von einem Gebäude aus der stary miasto.

Die letzten Tage im Schnelldurchlauf: 

-Fünftklässler sind wirklich toll – und ich hätte nicht gedacht, dass ich das mal sagen werde. Auch wenn weder ich sie, noch sie mich verstehen.

-Ich weiß absolut gar nichts über deutsche Grammatik. Wann benutzt man im Perfekt „haben“ und wann benutzt man „sein“? Also die Siebtklässler hier haben es drauf und können es sogar grammatikalisch begründen – im Gegensatz zu mir, ich musste erstmal die Regel dazu googeln.

-Philosophiecafes sind ein bisschen seltsam, aber eigentlich ganz cool. Auch wenn vielleicht meine Altersgruppe nicht wirklich vertreten war.

-Wie zum Teufel unterrichtet man? Ohne, dass sich alle langweilen und mich desinteressiert anstarren??? Jetzt habe ich mich jahrelang über schlechten Unterricht beschwert und stehe plötzlich selbst ratlos da.

-Zapiekanka (typisches Krakauer Streetfood) muss unbedingt noch in anderen Kombinationen probiert werden. Und Pierogi auch.

-der Herd und ich freunden uns langsam an.

-Überweisungen mit unterschiedliche Währungen sind nervenaufreibend.

-die Altstadt ist unfassbar schön, auch das Weichselufer und das jüdische Viertel (Kazimierz).

-Nächste Woche beginnt der dringend notwendige Sprachkurs.

-Meine Mitbewohnerin ist und bleibt verschwunden.