Wein und Terremoto

Letztes Mal an dieser Stelle habe ich versprochen von unserem Ausflug aufs Weingut zu berichten. Wir sind also letzten Samstag in die Metro und anschließend in den Bus gestiegen, um eines der ältesten Weingüter Santiagos zu besuchen: Cousiño-Macul. Dort haben wir eine kleine Führung mitgemacht, die uns durch die Räume der Weinherstellung führte und bei der wir natürlich auch mal selbst probieren durften. Ich muss sagen, obwohl ich keine Weintrinkerin bin, haben mir beide Weine ganz gut geschmeckt, ich könnte mich damit anfreunden, öfter Wein zu trinken. Ansonsten war die Tour nicht sonderlich spannend und relativ kurz, so dass wir den halben Tag noch verplanen konnten.

Zur Auswahl standen das Anwesen der Familie Cousino, das sehr pompös sein soll und das nähergelegene Pueblito „Los Dominicos“. Wir entschieden uns für letzteres und es stellte sich als gute Wahl heraus. „Los Dominicos“ ist ein Handwerkermarkt, der wie ein kleines Dorf aufgebaut ist. Dort wurden schon mal ordentlich Souvenirs ausgespäht, allerdings noch nicht gekauft (Ich sage mir immer, ich kann ja noch mal hin. Ich sehs schon kommen, eine Woche vor Abflug muss dann alles auf die Schnelle besorgt werden ;)).

Am Sonntag habe ich mich dann mit Felipe getroffen (19, Chilene, studiert Englisch), der hochmotiviert ist, Deutsch zu lernen und auch ganz gut spricht. Trotzdem haben wir uns erstmal auf Spanisch unterhalten- gut für mich! Mit einem Eis sind wir den Cerro Santa Lucia hinaufspaziert. Von dort oben hat man einen super Rundumblick. Ich muss noch mal hoch, um Fotos zu machen, aber.. ich hab ja noch Zeit 😉

Die Arbeitswoche verlief so wie immer, nichts kann man vorausplanen, alles läuft durcheinander, aber wir verlieren unsere gute Laune nicht! Nein, ich muss sagen, wir schaffen alles immer noch mit einem Lächeln, was die ganze Sache sehr angenehm macht.

Dieses Wochenende wurd nicht verplant, weil meine beide Mitpraktikantinnen /Ausfluglerinnern je einen Tag auf einer Messe arbeiten mussten. So hatte ich Zeit für Saubermachen 🙂 Und dann habe ich noch Tim getroffen, der das Wochenende in Santiago verbracht hat. So habe ich nun schon zum zweiten Mal den Cerro Santa Lucia erklommen und muss trotzdem immer noch Fotos machen… Zeit ist ja ausreichend vorhanden! Abends folgte dann ein weiteres Must-do auf der Liste: Terremoto trinken! In „La Piojera“ wird dieser Mix aus Weißwein, Whiskey und Ananaseis traditionell serviert und sollte man sich wohl nicht entgehen lassen. Der Laden war zwar unglaublich ranzig, aber voll und als Deutsche hat man auch gleich sehr viele Verehrer. Als wir dann rausgeschmissen wurden (wir waren tatsächlich die Letzten), ging es im Regen (!) weiter zum Salsa tanzen. Der Abend hat unglaublich viel Spaß gemacht!

Heute scheint der Herbst sein Gesicht zu zeigen: Grau und kühl. Perfektes Wetter, um lange zu schlafen, zu skypen, zu schreiben und zu faulenzen. Morgen gehts auf in die sechste Woche!

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Eine Antwort zu Wein und Terremoto

  1. Ich finde auch, dass chilenischer Wein ganz ausgezeichnet ist! 😉
    Hier (im April) hast Du ja noch geschrieben, dass Du dich damit anfreunden könntest, öfter Wein zu trinken … inzwischen habe ich den Eindruck, dass Du nicht nur den leckeren Pisco Sour für Dich entdeckt hast, sondern Dich auch in Richtung Weintrinkerin bewegst … 🙂
    Ich wünsche Dir auf jeden Fall noch weitere tolle Erlebnisse in Chile … genieße dieses tolle Land!
    Herzliche Grüße aus dem Ruhrgebiet
    Frank

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