Seit meinem letzten Eintrag ist nun schon fast ein Monat verstrichen. Im Gegensatz zu Meru, bin ich hier in Nairobi die ganze Zeit beschäftigt. Sei es mit arbeiten oder abends mit meinen Mitbewohnern zusammensitzen, Gitarre spielen und gemeinsam singen.
In den 28 Tagen, an denen ich nichts geschrieben habe ist so viel passiert.
Es beginnt mit dem Zwischenseminar im Wildbeest Eco Camp.
Es war richtig toll, wir haben uns alle Super verstanden und es hat viel Spaß gemacht sich mit den Anderen austauschen zu können und gemeinsame Erfahrungen reflektieren zu können.
Am Mittwoch war unser Exkursionstag. Wir konnten zwischen dem Nationalpark Nairobi oder wandern bei den NgongHills wählen. Ich habe mich für das Wandern entschieden und so machten wir 5 uns auf zu den NgongHills.
Es war ein sehr lustiger und unheimlich schöner Ausflug. Zwar begann der Tag mit viel Regen und Nebel, jedoch wurde es immer besser.
Nach dem Seminar begann für mich die Arbeit am Gotehe- Institut und schon nach einem Tag im Büro war mir klar, dass ich nicht der Mensch für Büroarbeit bin.
Die Arbeit in der Schule mit den Schülerinnen macht mir viel mehr Spaß. Es ist dennoch eine tolle Erfahrung, einen Einblick in einen anderen Arbeitsbereich zu bekommen.
Während meiner Zeit, die ich bisher hier bin, habe ich nicht nur positive Erfahrungen sammeln dürfen.
Eines der negativen Dinge was mir vor kurzem passiert ist, ist dass mir mein Geldbeutel mit samt Kreditkarte gestohlen wurde. Ich war natürlich morgens erst beim Geldautomat und hatte somit mehr Bargeld als sonst mit mir.
Man kann es nicht ändern, aber es hat mich ein Stückchen weit aufgerüttelt noch aufmerksamer zu sein.
Es klingt verrückt aber mein Leben hier, hängt von einem Reisepass und einer Plastikkarte ab. Schon verrückt oder ?
Da kommen wir zum nächsten Problem.
Das Visum. In der Regel sollte es kein Problem darstellen, sein Visum verlängern zu können, jedoch stellt sich das Immigrationsoffice in Nairobi etwas quer, sodass alle Ausländer Probleme haben es zu verlängern.
Darum mussten einige von uns bis Nakuro ( ein Ort ca 2 Stunden von Nairobi ) fahren um uns dort einen Stempel zu holen, denn dieses Büro verlängert das Visum sofort.
Alles sehr willkürlich und unverständlich.
Mein Visum wurde Gott sei Dank um 3 weitere Monate verlängert. Ich hoffe, dass ich bis März dann meine Work Permit ( Arbeitserlaubnis) bekommen werde, sodass es kein Problem sein wird das Visum ohne Probleme erneut zu verlängern.
In Weihnachtsstimmung bin ich ganz und garnicht. Vielleicht liegt das auch daran, das ich abends öfter bei uns im Pool schwimmen gehe, die Sonne tagsüber scheint und ich keine Weihnachtsbäume sehe.
Ich vermisse meine Familie, den Duft von Orangen, Zimt und selbst gebackenen Plätzchen. Und ein kleines bisschen vermisse ich das kalte Schmuddelwetter in Deutschland 😉 auch wenn ich es nächstes Jahr sicher wieder verfluchen werde.
Am vergangenen Wochenende war ich mit Dani ( Kulturweitfreiwillige am Goethe), Laura ( Praktikantin am Goethe) und ihrem Mitbewohner beim Mount Longonot wandern. Das ist ein alter Vulkan. Es war sehr anstrengend, aber der Weg und dorthin alleine wegen der Aussicht hat sich gelohnt. Leider haben wir es nicht geschafft den Krater komplett entlang zu laufen, da es als wir am höchsten Punkt angekommen waren, zu regnen begann.
Ich möchte das auf jeden Fall wiederholen, um den Krater einmal komplett zu umlaufen.
Heute feiern wir 50 Jahre Unabhängigkeit in Kenia – das bedeutet Feiertag und somit KEINE Arbeit 🙂
Den heutigen Tag habe ich mit Laura in der Junction mall verbracht. Ich kam sogar ein wenig in Weihnachtsstimmung. Es war ein Plastikweihnachtsbaum aufgebaut und das Einkaufszentrum war komplett mit Lichterketten verziert, dazu hab es heitere Weihnachtsmusik. Etwas irritierend war der Kaffee, den wir draußen auf der Terrasse bei blauen Himmel genossen haben. Etwas kühl war es dennoch, sodass wir es uns zum essen dann drinnen gemütlich gemacht haben.
Morgen fahre ich mit Annika, und Thekla zur Masai Mara. Ich bin schon sehr aufgeregt und freue mich unheimlich die verschiedenen Tiere in freier Wildbahn zu sehen.
Am 20 Dezember fahren Thekla, Annika und ich mit dem Zug nach Mombasa. Dort werden wir noch andere Freunde treffen, gemeinsam Weihnachten feiern und es uns richtig gut gehen lassen. Weihnachten bei Sonne, Strand und Meer.
Am 26 Dezember machen wir uns dann auf nach Sansibar, wo wir in das neue Jahr 2014 starten werden.
Ich weiß ich war zwar etwas schreibfaul auf meinem Blog, aber dafür habe ich viele Postkarten für euch geschrieben.
Ich hoffe sie kommen alle an. Ich denke an euch und vermisse das kalte Deutschland !!
Euch allen einen frohen 3 Advent und weiterhin eine besinnliche Weihnachtszeit !



















