Das große Packen – oder: was brauche ich wirklich?

Packen ist etwas, vor dem ich mich immer irgendwie drücke und bislang ging das auch immer relativ gut. Aber so langsam muss ich packen, und das nicht nur einmal.

Nein, ich packe nämlich zweimal. Einmal für das Vorbereitungsseminar und einmal für Burgas. Und da es Sachen gibt, die ich am liebsten jeden zweiten Tag trage, werden sich die Koffer nur in der Variabilität und im Gewicht groß unterscheiden. Und dann wird im Koffer für das Seminar vielleicht nur ein Pulli landen, während es im Koffer für Burgas durchaus ein paar mehr sein werden …

Zugegeben, die Temperaturen, die mich dort erwarten, sind wie bereits in anderen Beiträgen angedeutet nicht zwingend mein Wetter und dementsprechend auch nicht das, wofür mein Kleiderschrank unbedingt so super ausgestattet sind. Meine Mutter musste mich zu H&M schleppen, damit ich die Anzahl meiner kurzen Hosen, mit denen man unter Leute gehen kann, verdoppeln konnte.
Dementsprechend überfordert bin ich. Vermutlich wird erst einmal so jedes T-Shirt, das ich besitze in den Koffer für Burgas geschmissen werden und dann je nach Gewicht etwas aussortiert oder eben nicht.

Und dann kommen noch solche Fragen wie viele Schuhpaare sinnvoller Weise mitgenommen werden sollten, ob die Lieblingskuscheldecke hier oder vermutlich erst einmal im Schrank dort besser aufgehoben ist oder ob der Groot-Pflanzentopf bzw Stiftebehälter wirklich so unbedingt mit muss oder nicht.
Aber auch wieviele Packungen Zahnpasta keine Gewichtsverschwendung darstellen (und der Folgegedanke ob es meine Zahnpasta dort überhaupt im DM zu kaufen gibt …), ob es reicht, zwei Deos für den Anfang mitzunehmen, wie viele Bilder (und Abschiedsgeschenke) realistisch betrachtet wirklich mitmüssen, … damit setze ich mich momentan auseinander oder versuche es zumindest.

Es ist merkwürdig, zu wissen, dass alles, was nicht in den großen Koffer für Burgas und in mein Handgepäck passt, für ein Jahr nicht mehr greifbar ist. Wahrscheinlich kann ich mich deswegen nur sehr schwer (oder eigentlich gar nicht) entscheiden, was wirklich mit muss, was mit kann falls Gewicht und Platz das zulassen und was doch besser hier aufgehoben ist.
Und ganz vielleicht habe ich mich auch schon dabei ertappt, ernsthaft darüber nach zu denken, das kaputte Stofftier von unserem Hund (‚Agent P‘, Schnabeltierspielzeug) ganz ausversehen in den Koffer zu schmeißen, um etwas bei mir zu haben, wenn nachts alles zu leise ist und ich ihr nächtliches Schmatzen, das Seufzen, Brummen und ihr Hecheln plötzlich sehr vermisse …

Irgendetwas werde ich sicherlich vergessen – und im Nachhinein ist man immer klüger. Vielleicht schreibe ich ja mal einen Teil 2 hierzu, was wirklich sinnvoll war und was dem panischen und leicht überforderten Packen zum Opfer gefallen und mit nach Burgas geschleppt worden ist …

Adios Amigos (falsche Sprache, upsi :D)

Lina

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